Klebeband für Industrie und Handwerk

Benötigen Sie ein Klebeband zum Befestigen, Verkleben, Abkleben, Verpacken oder Schützen? Die Krückemeyer GmbH ist Converter und Großhändler für alle Arten von Klebebändern.

Wir bieten Ihnen

  • Ein großes Sortiment namhafter Markenhersteller
  • Individuelle Produkte abgestimmt auf Ihre Anwendungen
  • Zuschnitt auf individuelle Längen und Breiten
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Häufig gestellte Fragen über Klebeband

Was ist das stärkste Klebeband?

Unter dem stärksten Klebeband der Welt versteht man sogenannte doppelseitige Klebebänder mit einem Trägermaterial aus Acrylatschaum. Diese haben eine Menge Vorteile gegenüber herkömmlichen Fügemethoden, wie z.B. Schrauben oder Nieten, und entfalten nach 72 Stunden ihre volle Klebkraft. Sie werden überwiegend bei der Verklebung von unterschiedlichen Werkstoffen im Konstruktionsbereich eingesetzt. 

Was ist das beste Klebeband?

Es existieren nur Klebebänder, die am besten für entsprechende Einsatzgebiete und Anwendungen geeignet sind! Jedes Klebeband besitzt mit seiner individuellen Zusammensetzung spezielle Eigenschaften, die abgestimmt auf Ihr entsprechendes Einsatzgebiet sind. Selbstverständlich kommt es dabei auch auf die Qualität der einzelnen Bestandteile an!

Können Klebebänder den zu verklebenden Untergrund schädigen?

Dies hängt stark vom Untergrund selbst und der Klebmasse des Bandes ab. Der Klebstoff kann zu stark kleben und beim Ablösen des Bandes das Oberflächenmaterial schädigen. Außerdem können je nach Art Kleberückstände zurückbleiben, die durch Reinigungsmittel beseitigt werden können. Darüber hinaus können auch Lösemittel im Klebstoff je nach Material die zu verklebende Oberfläche angreifen, verfärben oder schädigen.

Wie vermeidet man Klebeschäden durch Klebeband?

Achten Sie auf die Materialbeschaffenheit der zu verklebenden Oberflächen bzw. Untergründe! Benutzen Sie dabei ein Klebeband mit entsprechend abgestimmten Klebstoff auf den zu verklebenden Untergrund.

Was bedeutet Klebkraft beim Klebeband?

Dabei handelt es sich um die Kraft, die aufgebracht werden muss, um das Band wieder abzuziehen. Die generelle Einheit für die Klebkraft bei Klebebändern wird in Newton pro mm angegeben. Die Klebkraft lässt sich in eine geringe (ca. < 1,5 N/10mm), mittlere (ca. 1,5 bis 3 N/10mm) bis hohe Klebkraft (ab 3,0 N/10mm) unterteilen.

Kann man Klebebänder draußen aufkleben?

Die Verklebung eines Klebebandes im Außenbereich ist vom Klebstoff abhängig. In der Regel werden hier Acrylatklebstoffe für die Außenanwendung eingesetzt.

Auf welchem Untergrund kann Klebeband aufgeklebt werden?

Im Allgemeinen kann Klebeband auf jedem Untergrund aufgeklebt werden. Allerdings ist dies immer vom jeweiligen Klebeband und der Materialzusammensetzung abhängig. Klebstoffe und Trägermaterialien müssen entsprechend auf den Untergrund abgestimmt bzw. damit kompatibel sein. In einigen Fällen, z.B. bei niederenergetischen Oberflächen, können zudem Haftvermittler (sogenannte Primer) helfen.

Wie stark muss die Klebkraft des Klebebands sein?

Die Klebkraft muss auf die Belastung des Klebebandes bei der Anwendung abgestimmt werden. Hier können je nach Einsatzgebiet mechanische Einwirkungen, wie Scher-, Schäl-, Spalt- und Zugkräfte sowie Umweltzustände (Temperaturen, Flüssigkeiten, Wetter, Chemikalien etc.) auf das Klebeband einwirken. Auch die gewünschte Klebedauer spielt dabei eine Rolle.

Kann man Klebeband dauerhaft verkleben?

Nicht alle Klebebänder sind für eine dauerhafte Verklebung geeignet. Je nach Klebebandart ist eine dauerhafte Verklebung möglich, was allerdings immer von den Rahmenbedingungen und Umweltzuständen abhängt, die bei der jeweiligen Anwendung herrschen.

Wie entfernt man Klebeband (rückstandfrei)?

Generell sollte Klebeband in einem Winkel von 45° nach oben abgelöst bzw. abgezogen werden. Bei bereits verklebtem doppelseitigem Klebeband kann das Band auf diese Weise mit einem Spachtel oder Messer abgelöst werden, sofern beide Werkstoffe noch nicht endgültig verklebt wurden (über einen längeren Zeitpunkt). Haftstoffreste können ggf. mit einem Klebebandentferner bzw. Reinigungsmitteln beseitigt werden.

Ist Klebeband resistent gegen Witterungseinflüsse und Chemikalien?

Hier kommt es immer auf das Zusammenspiel der Bestandteile Trägermaterial, Klebstoff und Oberfläche der Klebebänder an. Diese Kombination verschiedener Eigenschaften macht das jeweilige Klebeband resistent gegenüber Einflüssen, wie z.B. Sonneneinstrahlung, Regen, Laugen oder Säuren.

Aufbau von Klebebändern

Generell besteht ein handelsübliches Klebeband aus einem Trägermaterial, dessen Oberfläche und der Klebmasse, die auf dem Trägermaterial aufgetragen ist.

Die einzigen Klebebänder, die diesem Schema nicht entsprechen sind sogenannte Transferklebebänder. Dabei wird nur der Klebstoff als Transferfilm auf einem Liner (Abdeckung) aufgetragen und bei Verwendung einzeln aufgebracht.

Die drei Bestandteile haben unterschiedliche Eigenschaften, die den Einsatzzweck maßgeblich prägen:

  • Das Trägermaterial ist für die genaue Anwendung bzw. den Einsatzzweck relevant. Für Aufgaben, wie Isolieren, Abdichten, Verstärken, Verkleben uvm. ist der passende Träger verantwortlich.
  • Der Klebstoff des Klebebandes ist entscheidend, ob Sie etwas dauerhaft oder temporär befestigen wollen und auf welchen Oberflächen das Klebeband verklebt werden kann. Die entsprechende Klebkraft muss also gewährleistet sein.
  • Die Oberfläche des Klebebandes ist dafür zuständig, wenn irgendetwas wasserdicht ausgerüstet, geschützt, markiert oder gekennzeichnet werden soll. Es ist die Beschichtung des Trägermaterials, um dessen Eigenschaften zu vervollständigen.
Klebebänder weisen durch die Konstellation der 3 Bestandteile unterschiedliche Eigenschaften auf. Diese Bestandteile können durch uns ausgetauscht und individuell zusammengesetzt werden.

Trägermaterialien

Der sogenannte Träger oder Klebstoffträger eines Klebebandes ist das Material, aus dem es hauptsächlich besteht. Es kann ein relativ dünnes oder flexibles Material sein, worauf die Klebmasse aufgebracht wird.

Papierträger

:

Träger aus Papier besitzen eine glatte oder gekreppte Oberfläche und sind je nach Papierart unterschiedlich dehnfähig. Hier kann es sich z.B. um Flach-, Fein- oder Hochkrepp (sogenanntes „Malerkrepp“) handeln.

  • Handeinreißbar
  • Repulpierbar

Gewebeträger

:

Gewebeträger können aus Zellwolle, Baumwolle, Polyamid oder Glasfasern bestehen. Unbehandelt ist Gewebe als Träger reißfest, flexibel und temperaturbeständig; Behandelt wird Gewebe steifer. Bekannte Klebebänder mit Gewebeträger sind Duct Tape, Panzerband oder Gaffer Tape.

  • Anwendung im Innen- und Außenbereich
  • Anschmiegsam
  • Reißfest
  • Entfernbar

Kunststoff- oder Folienträger

:

Hierzu gehören Materialien, wie Vinyl, Weich-PVC, Hart-PVC, Hydrat-Cellulose, Polyester, Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE). Diese Materialien sind elastisch, gut dehnbar sowie reißfest und beständig gegen Temperaturen und Feuchtigkeit.

  • Anwendung im Innen- und Außenbereich
  • PET, PP, PVC
  • Dimensionsstabil
  • Reißfest
  • Weichmacherbarriere
  • Temperaturbeständig
  • Elektrisch isolierend
  • Perfekte Stanzbarkeit

Schaumstoffträger

:

Schaumstoffträger sind leicht und haben Zellen, die unterschiedlich groß, offen oder geschlossen sind. Polyurethan (PU), als offenzelliger Schaumstoff, ist weich und elastisch und kann z.B. als Klapperschutz verklebt werden. Polyethylen (PE), als geschlossenzelliger Schaumstoff, ist als Klebebandträger eher beständig gegen Lösungsmittel und besitzt eine abdichtende Wirkung.

  • Anwendung im Innen- und Außenbereich
  • PUR, PE
  • Dick
  • Dämpfend
  • Spannungsausgleichend
  • Unebenheiten überbrückend
  • Lückenfüllend
  • Stoßabsorbierend

Vliesträger

:

Vliesträger sind temperaturbeständig und passen sich hervorragend unebenen Untergründen beim Verkleben an. Zudem können Vliesmaterialien sehr dünn hergestellt werden.

  • Anwendung im Innen- und Außenbereich
  • Anschmiegsam
  • Handeinreißbar
  • Transluzent
  • Temperaturbeständig

Laminate

:

Bei Laminaten als Trägermaterial handelt es sich um ein Verbund von zwei oder mehr Materialien, um Eigenschaften verschiedener Materialien in einem Klebeband zu kombinieren. Z.B. kann Gewebe mit einer Folie vereint werden.

Transfer

:

Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um keinen Träger, da ausschließlich ein Klebstofffilm aufgetragen wird. Trotzdem weißt ein Transferklebeband folgende Eigenschaften auf:

  • Anschmiegsam
  • Kostengünstig
  • Transparent
  • Sehr dünn
  • Sehr flexibel

Acrylatschaum

:

Die stärksten Klebebänder der Welt bestehen aus einem Acrylatschaumkern. Dieses besondere Material weißt eine Reihe von Eigenschaften auf:

  • Anwendung im Innen- und Außenbereich
  • Besonders viskoelastisch
  • Spannungsausgleichend
  • Temperaturbeständig
  • Resistent gegenüber Umwelteinflüssen
  • Resistent gegenüber Chemikalien

Tesa HAF

:

Hierbei handelt es sich um hitzeaktivierbare Folien mit einer sehr hohen Verbundfestigkeit.

Sonstiges

:

Des Weiteren existieren elastische und hoch formanpassungsfähige Klebstoffträger, metallische Träger mit hoher Temperaturbeständigkeit (Schweiß-, Magnet- oder Aluklebebänder) und extrem reißfeste, faserverstärkte Träger für die Verpackungsindustrie.

Individuelle Trägermaterialien oder deren Kombinationen (Laminate) können von uns, abgestimmt auf Ihre Anwendung, hergestellt werden.

Klebmasse

Unter den sogenannten Haftklebmassen versteht man dauerhaft klebrige Substanzen, je nach ihrer Art mit einem leichten Andruck auf allen Materialien kleben können. Allgemein bezeichnet man die Klebstoffe in Verbindung mit dem Trägermaterial als eine Mischung, die den Eigenschaften von Honig und Gummi sehr ähnlich ist.

  • Ähnlich wie beim Trägermaterial, existieren ebenfalls unterschiedliche Klebstoffarten
  • Haftklebmassen weisen ein ausbalanciertes Verhältnis von adhäsiven (Klebkraft) und kohäsiven (Innere Festigkeit) Eigenschaften auf
  • Die Klebkraft hängt stets von den viskoelastischen Eigenschaften der Klebmasse ab

Synthese- und Naturkautschuk

:

Diese Klebstoffe zeichnen sich durch eine hohe Anfangsklebkraft sowie durch eine gute Klebkraft auf polaren und unpolaren Untergründen aus. Nachteile liegen in der niedrigen Temperaturbeständigkeit und geringen Alterungsbeständigkeit. Außerdem lassen sich Klebebänder mit diesen Klebstoffen wieder gut und teilweise ohne Kleberückstände ablösen.

Synthetischer Kautschuk wird auch als Haftklebstoff oder Haftschmelzstoff bezeichnet. Hierbei handelt es um dauerklebende, hochviskose Klebstoffe, die sich je nach Qualität rückstandsfrei entfernen oder wiederverwenden lassen. Sie sind häufig lösungsmittelfrei und umweltfreundlich.

Synthesekautschuk-Kebstoff

:

Synthesekautschuk-Klebstoffe sind industriell hergestellte Klebstoffe. Sie zeichnen sich durch eine hohe Anfangsklebkraft und eine gute Klebkraft auf verschiedenen unpolaren Oberflächen (PP,PE) sowie auf polaren Untergründen aus. Nachteile liegen in der geringen Temperatur- und Alterungsbeständigkeit.

Anwendung bei Trägermaterialien:

  • Anwendung im Innenbereich
  • Folie (PET, PP, PVC)
  • Vlies
  • Gewebe
  • Transfer
  • PE-Schaum

Hotmelt-Klebstoff

:

Andere Bezeichnung für Synthesekautschuk-Klebstoff.

Naturkautschuk-Klebstoff

:

Klebstoff, bei dem natürliche Rohstoffe in Chemikalien aufgelöst werden. Diese Klebstoffe zeichnen sich durch eine hohe Anfangsklebkraft sowie durch eine gute Klebkraft auf polaren und unpolaren Untergründen aus. Nachteile liegen in der niedrigen Temperaturbeständigkeit sowie der geringen Alterungsbeständigkeit.

Anwendung bei Trägermaterialien:

  • Anwendung im Innenbereich
  • Folie (PET, PP, PVC)
  • Vlies
  • Gewebe
  • Transfer

Solvent-Klebstoff

:

Anderer Name für Naturkautschuk-Klebstoff.

Reinacrylat

:

Dieser Klebstoff ist temperaturbeständig, alterungsbeständig, UV-beständig und weist eine hohe Beständigkeit gegenüber Chemikalien auf.

Anwendung bei Trägermaterialien:

  • Anwendung im Innenbereich
  • Folie (PET, PP, PVC)
  • Vlies
  • Gewebe
  • Transfer

Modifizierte Acrylate

:

Diese Klebstoffe sind durch Zusätze, wie z.B. Harze, auf bestimmte Klebeeigenschaften getrimmt worden. Somit können Eigenschaften, wie Temperatur- und Alterungsbeständigkeit, UV-Beständigkeit und Beständigkeit gegenüber Chemikalien hergestellt werden.

Mit diesen Klebstoffen werden auch permanente Verklebungen auf kritischen Untergründen realisiert.

Anwendung bei Trägermaterialien:

  • Anwendung im Innenbereich
  • Folie (PET, PP, PVC)
  • Vlies
  • Gewebe
  • Transfer
  • PE-Schaum
  • Acrylatkern

Acrylatdispersion

:

Hierbei handelt es sich um einen lösungsmittelfreien, wässrigen Acrylatkleber, der umweltgerecht eingesetzt werden kann. Zudem ist er temperatur- und UV-beständig.

Anwendung bei Trägermaterialien:

  • Acrylatkern

Weitere Klebstoffe

:

Zudem kommen noch Harze, hitze- bzw. kältebeständige Silikonklebstoffe und andere Zusammensetzungen als Klebstoff für Klebeband in Frage.

Die Umgebungs- und Umwelteinflüsse sowie der Untergrund sind maßgeblich verantwortlich für den Einsatz der jeweiligen Klebmassen und Trägermaterialien! Der geeignete Klebstoff für Ihre Anwendung kann individuell aufgetragen werden.

Oberflächenschicht

Bei der Oberfläche handelt es sich um die Außenschicht des Klebebandes. Die Oberflächen des Trägermaterials werden in der Regel zusätzlich behandelt, also beschichtet bzw. lackiert.

Individuelle Eigenschaften

:

Die individuelle Oberflächenbeschichtung ermöglicht bestimmte Funktionen des Klebebandes für entsprechende Einsatzgebiete. Manche Beschichtungen sorgen dafür, dass Klebebänder auch große Hitze oder Kälte aushalten können oder wasserfest sind.

Eine Anti-Rutsch-Beschichtung aus Mineralkorn macht das Klebeband, aufgeklebt auf glatten oder steilen Gehflächen, zum Antirutschbelag, wobei die Signalfarben auf der Oberfläche vor Gefahren warnen.

Individuelle Funktionen

:

Die Lacktrennschicht beim Gewebeträger ermöglicht z.B. das gewohnte Abrollen des Bandes, da ansonsten die Klebmasse mit dem Gewebe verkleben würde.

Individuelle Farben & Kennzeichnungen

:

Die Oberflächenbeschichtung macht im Übrigen auch die individuelle Farbe des Klebebandes aus. Krepp wird dagegen so beschichtet, dass das Unterlaufen der Farben verhindert wird.

Zudem können Klebebänder durch phosphoreszierende oder fluoreszierende Zusätze auf der Oberfläche bei Dunkelheit oder unter UV-Licht leuchten.

Liner | Abdeckung

Die Begriffe Liner, Abdeckung oder Unterlage findet man in der Regel bei doppelseitigen Klebebändern und bei der Herstellung von selbstklebenden Formstanzteilen wieder.

Liner als Trennschicht

:

Bei doppelseitigen Klebebändern dient der Liner als Trennschicht des Bandes und wird beim Aufkleben abgezogen, um die zweite Klebeseite freizulegen.

Liner als Unterlage

:

Außerdem ist der Liner bzw. die Unterlage wichtig bei Formstanzteilen. Die einzelnen Stanzteile werden aus dem Klebebandvormaterial gestanzt und benötigen beim Kiss-Cut-Verfahren eine Unterlage von der sie wie bei einem Aufkleber abgezogen werden. Oftmals wird dafür Silikonpapier verwendet.

Kaufberatung Klebeband

Welche Fragen Sie unbedingt beim Kauf des Klebebands für Ihre Anwendung beantworten müssen:

  • Zu welchem Einsatzzweck soll das Klebeband eingesetzt werden?
  • Soll das Klebeband im Innen- oder Außenbereich aufgebracht werden?
  • Soll es dauerhaft oder temporär kleben?
  • Welche Materialien haben Kontakt mit dem Klebeband?
  • Welche Umwelteinflüsse wirken bei der Anwendung auf Klebeband?
  • Welche Breite bzw. Länge soll das Klebeband haben?
  • Benötigen Sie Sondermaße oder gar individuelle Stanzteile?

Verarbeitungshinweise

Oberflächenvorbereitung

:

Vor dem Verkleben muss die Oberfläche von Verunreinigungen, wie Schmutz, Staub, Trennmitteln, Fetten, Ölen, Wachsen, Weichmachern und Oxidationsschichten (wie z.B. Rost) entfernt werden.

Hierzu können Lösungsmittel und/oder Wasser eingesetzt werden. Industriereiniger oder Isopropanol sind hier die richtige Wahl.

Oxidationsschichten müssen mit einem geeigneten Schleifmittel abgeschliffen werden. Oftmals reicht dafür ein herkömmliches Schleifvlies. Danach muss der Schleifstaub mit einer Nassreinigung wieder entfernt werden.

Verarbeitung

:

Beim Aufkleben des Klebebands muss ein entsprechender Andruck zur Verklebungsfestigkeit aufgebracht werden. Die optimale Verbundfestigkeit wird erreicht, wenn ein möglichst enger Kontakt zwischen Klebmasse und Untergrund erreicht wird.

Der geeignete Druck liegt bei 1 kg Gewicht pro 10 mm Klebebandbreite. Beim Fügen von Bauteilen ist ein Druck von mindestens 0,5 bar (5 N/cm² oder 50 kPa) optimal.

Als Werkzeug eignen sich hierzu sogenannte Andruckrollen oder Andruckvorrichtungen, welche bei der Verklebung von Rahmen zum Beispiel eingesetzt werden.

Lagerung

:

Um eine bestmögliche Verwendung von Klebebändern zu gewährleisten spielt die Lagerung eine entscheidende Rolle. Die optimale Lagertemperatur liegt zwischen 15 und 35 °C bei normaler Luftfeuchtigkeit.

Sollten diese Werte über- oder unterschritten werden, wirkt sich dies auf den Klebstoff aus. Bei niedrigen Temperaturen wird die Klebmasse brüchig, bei höheren Temperaturen fließt sie weg.

Außerdem sollten seitenklebrige Produkte mit Trennblättern abgedeckt werden, damit diese sich beim Stapeln nicht mit einander verkleben. Verpackungen sollten vor Beschädigungen während Transport und Lagerung geschützt werden.

Oberflächenbeschaffenheit

:

Die Oberflächenbeschaffenheit spielt bei der Verklebung von Klebebändern eine entscheidende Rolle. Generell werden auf glatten Oberflächen gute Verbindungen erzielt, wenn diese aus Metall, Kunststoffen, glattem Holz oder Stein bestehen. Kritisch wird es zum Beispiel bei niederenergetischen, pulverbeschichteten Oberflächen oder weichgemachten Kunststoffen.

Weitere kritische Oberflächen bestehen aus Polyethylen, Polypropylen, Kunststoffen mit Gleitmittelzusatz oder Gummi. Für die Verklebung auf rauhen Oberflächen verwendet man dickere Klebebänder.

Anwendungsprobleme mit Klebeband

Bei über 80 % der gescheiterten Anwendungen mit Klebeband liegt der Ursprung bei Fehlern durch den Anwender. An dieser Stelle möchten wir Ihnen ein paar typische Anwendungsprobleme und deren Ursachen näherbringen.

Bitte beachten Sie, dass die folgenden Beispiele nur klassische Szenarien darstellen, die zur groben Orientierung dienen sollen.

Hinzu kommen noch Faktoren, die einzeln und vor allem in Kombination einen großen Einfluss auf die individuelle Anwendung haben!

  • Umweltzustände (Sonneneinstrahlung, Regen, …)
  • Umgebungen (Raumtemperatur, Hitze, Kälte, …)
  • Einsatzgebiete (Mechanische Belastungen, Chemikalien, …)
  • Werkstücke (Formen, Kanten, Reibung, Dynamiken, …)
  • Werkstoffe (Oberflächenbeschaffenheit, Materialien, …)

Das Klebeband klebt nicht

Gleich zu Beginn beim Aufbringen des Klebebandes ist keine Verbindung mit dem zu verklebenden Untergrund möglich.

Mögliche Auffälligkeiten
  • Das Klebeband löst sich direkt wieder von der Oberfläche
  • Die Anfangsklebkraft (Daumentest) weist eine mangelhafte Klebkraft auf
Mögliche Ursachen
  • Die zu verklebende Oberfläche wurde nicht gründlich gereinigt
  • Schmutz setzt sich beim Verkleben auf der Klebefläche ab
  • „Unsichtbare“ Stoffe, wie Lösungsmittel befinden sich noch auf der Oberfläche
  • Die Oberfläche ist niederenergetisch (z.B. pulverbeschichtet) und muss vorbehandelt werden

Das Klebeband löst sich nach einer Zeit ab

Nach dem erfolgreichen Verkleben löst sich das aufgebrachte Klebeband nach einiger Zeit ab. Dies ist in der Regel auf bestimmte Umwelteinflüsse zurückzuführen.

Mögliche Auffälligkeiten
  • Das Klebeband löst sich von der verklebten Oberfläche und fällt ab
  • Bei konstruktiven Verklebungen mit doppelseitigen Klebebändern lösen sich die verbundenen Werkstücke voneinander
Mögliche Ursachen
  • Weichmacher-Wanderung der verklebten Werkstoffe
  • Direkte Sonneneinstrahlung (UV-Licht)
  • Umgebungen mit hohen oder niedrigen Temperaturen
  • Witterungseinflüsse, insbesondere Nässe
Haben Sie Fragen?

Bei individuellen Anwendungsproblemen helfen wir Ihnen gerne und lösen Ihre Probleme!

Klebeband-Lexikon

Hier finden Sie alle wichtigen Fachbegriffe, Produktarten, Anwendungen und Fachbegriffe, die im Zusammenhang mit Klebeband stehen.

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A

Abdeckband

Abdeckbänder dienen dazu Stellen von Oberflächen der Werkstücke zu schützen, die bei Sandstrahlarbeiten, Pulverlackieren, Galvanisieren und vielem mehr nicht behandelt werden sollen. Es existieren mehrere unterschiedliche Arten von Abdeckbändern, die sich in ihren Trägermaterialien, Oberflächen und Klebstoffen für bestimmte Einsatzzwecke unterscheiden.

Abdecken

Hiermit ist das Verwenden von Abdeckbändern zum Abdecken bzw. Schützen einer Oberfläche gemeint, die teilweise behandelt werden soll.

Abdichten

Je nach Trägermaterial besitzt ein Klebeband auch wasserfeste, feuchtigkeitsbeständige oder luftundurchlässige Eigenschaften. Aufgeklebt z.B. auf ein Leck, kann das entsprechende Klebeband vorübergehend oder dauerhaft vor Flüssigkeiten und Gasen abdichten.

Abkleben

Zum Schutz vor Farben und Lacken können mit Kreppbändern Oberflächen abgeklebt werden, die nicht gestrichen bzw. lackiert werden dürfen.

Ablüften | Ablüftzeit

Das Abdampfen von Lösemitteln nach dem Einsatz von Reinigern und Primern (Haftvermittlern) zur Oberflächenvorbehandlung.

Abriebfestigkeit

Die Eigenschaft eines Klebebandes trotz hoher mechanischer Belastungen voll funktionsfähig zu bleiben.

Abrollkraft

Die Kraft, die aufgewendet werden muss, um das Klebeband bei der Applikation abzurollen.

Absperren

Warn- und Markierbänder, die mit Signalfarben bedruckt sind, warnen vor Gefahrenstellen und können als Absperrung von Durchgängen oder als Warnsignal angebracht werden.

Acrylat-Klebstoff

Synthetisch gewonnene Klebstoffe, die eine hohe Alterungs- und Temperaturbeständigkeit plus Unempfindlichkeiten gegen UV- Strahlung und Oxydation aufweisen.

Adhäsion

Der Zustand einer Grenzflächenschicht, die sich zwischen zwei in Kontakt tretenden Teilen ausbildet. Die Adhäsionskraft wird auch als Klebkraft bezeichnet. Sie zählt neben der Kohäsionskraft zu den Bindungskräften. Geht die Adhäsionskraft zwischen zwei Teilen verloren, tritt der so genannte Adhäsionsbruch ein. Adhäsion bei Klebebändern beschreibt die Verbindungskraft eines Klebebandes auf einem Haftuntergrund (Klebkraft). Die Klebkraft wird in (N/cm);(N/25mm) angegeben (Kraft pro Bandbreite).

Alterungsbeständigkeit

Der Zeitraum, in dem das Klebeband, abhängig von allen Materialien, voll funktionsfähig klebend einsetzbar bleibt.

Aluminiumklebeband

Aluminiumklebebänder werden als thermische Klebebänder zum Schützen, Isolieren, Verkleben, Fixieren, Reparieren oder als Wasserdampfsperre in sehr kalten oder recht heißen Umgebungen eingesetzt.

Anfangshaftung

Haltekraft des Klebebandes unmittelbar nach dem Verkleben.

Anfangsklebkraft (Tack)

Das Klebvermögen eines Klebebandes im ersten Moment des Kontaktes unter einem geringen Anpressdruck.

Anfassklebkraft

Die wahrgenommene Klebkraft eines Klebebands beim Anfassen (Daumentest). Sie gibt nur bedingt Auskunft über die Qualität eines Klebebands und die endgültige Klebkraft.

Anti-Rutsch-Klebeband

Antirutschklebebänder bzw. Antirutschbeläge verhindern das Ausrutschen auf rutschigen, ölverschmierten oder verschmutzten Gehbereichen. Es existieren verschiedene Typen von einem klassischen Grip bis hin zu sehr harten Materialien, die für den robusten Einsatz verwendet werden.

Applikation

Das Aufkleben bzw. Auftragen des Klebebandes auf den gewünschten Untergrund.

B

Bandagieren

Das sichere Umwickeln von Gütern auf einer Palette mit dehnfähigen Strapping-Klebebändern.

Bedruckbarkeit

Die Möglichkeit die Oberfläche des Klebebands mit individuellen Motiven, Logos und sonstigen Farben bedrucken zu lassen. Bedruckbarkeit bezeichnet daher die Fähigkeit eines Klebebands zur Aufnahme von Farbe, ohne sich nach dem Auf- und Abrollen optisch zu verändern.

Befestigen

Alles was befestigt werden muss, kann mit den klassischen Gewebebändern montiert, fixiert, angeklebt oder festgeklebt werden.

Belastungen

Kräfte, die auf eine Klebeverbindung einwirken führen zu unterschiedlichen Belastungen. Hierbei differenziert man zwischen Zugbeanspruchung, Zugscherbeanspruchung, Schälbeanspruchung und Druckbeanspruchung. In den meisten Fällen treten mehrere Beanspruchungen gleichzeitig auf.

Beschriften

Klebebänder, wie Gaffer oder Panzertape, können mit einem Edding leicht beschriftet werden. Häufig trifft man dies in der Tontechnik beim Beschriften von Mischpulten an.

Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse

Haltbarkeit des Klebebandes gegenüber unterschiedlichen Umwelt- und/oder Medien-Einflüssen. Je nach Kombination der Bausteine bzw. der Materialien können Klebebänder gegen jegliche Arten von Umwelteinflüssen resistent sein. Hierzu zählen: Witterungseinflüsse, Feuchtigkeit, Nässe, Lösungsmittel, Weichmacher, Säuren, Laugen, Öle oder Fette.

Bodenmarkierungsband

Bodenmarkierungsbänder werden zum Kennzeichnen von innerbetrieblichen Geh- und Transportwegen benötigt und weisen Gefahrenstellen aus. Es existieren verschiedenfarbige Bodenmarkierungsbänder, deren Oberfläche auch mit Warnhinweisen bedruckt werden kann. Außerdem existieren sehr robuste Exemplare, die besonders zum Überfahren sehr strapazierfähig sind.

Bündeln

Faserverstärkte Filamentbänder werden häufig zum Bündeln von schweren Gütern, wie z.B. Rohren, eingesetzt.

Bündelungsklebeband

Das Klebeband wird durch eine Vorbehandlung der Trägerfolie verstärkt. Dadurch wird eine verbesserte Reißkraft bei mittlerer Reißdehnung erreicht, wie z.B. bei Filamentbändern.

C

Chemische Beständigkeit

Beständigkeit der Klebebandmaterialien gegenüber Chemikalien, wie z.B. Säuren, Laugen oder diversen Reinigern.

D

Daumentest

Die wahrgenommene Klebkraft eines Klebebands beim Anfassen wird auch Daumentest genannt. Der Daumentest gibt nur bedingt Auskunft über die Qualität eines Klebebands und die endgültige Klebkraft.

Dicke

Hierunter versteht man die gesamte Materialdicke eines Klebebandes, welche sich aus den verschiedenen Materialschichten zusammensetzt. Oftmals wird auch die Trägerdicke angegeben, die angibt, wie dick das Trägermaterial einzeln ist. Gemessen wird die Dicke bei Klebebändern in µm.

Dichtigkeit

Eigenschaft eines Materials durchdringenden Stoffen Widerstand zu leisten. Im Klebebandbereich ist die Dichtigkeit des Trägermaterials gegen Chemikalien, Feuchtigkeit und Gase von großer Bedeutung.

Doppelseitiges Klebeband

Doppelseitige Klebebänder werden vorzugsweise zum konstruktiven Verkleben von zwei (unterschiedlichen) Materialien eingesetzt. Sie besitzen verschiedene Trägermaterialien, wie Schaumstoff, Acrylatschaum, Vlies, Gewebe, Gelege, Papier, Folie sowie Verbundmaterialien oder sind trägerlos als Transferklebeband einsetzbar.

Durchschlagfestigkeit (Durchschlagsspannung)

Der Widerstand, den ein Isoliermaterial fließendem Strom bis zum Durchschlag entgegensetzt. Die Durchschlagspannung wird in Volt gemessen. Insbesondere bei Elektroklebebänder ist dies eine lebenswichtige Eigenschaft.

E

Einreißfestigkeit

Beschreibt bei einem Klebeband die Festigkeit des Trägermaterials gegenüber dem Einreißen quer zur Laufrichtung des Klebebands.

Elektroklebeband

Elektroklebebänder sind zum Abdichten und Isolieren von Elektrokabeln, zur Phasen- und Wickelkopfisolation, Spulenwicklung von Transformatoren und Elektromotoren, Abdeckung von gedruckten Schaltungen, Kanal- und Rohrisolation, zum Schutz von Schweißbahnen sowie als Gleithilfe im Einsatz.

Elektrolytischer Korrosionsfaktor

Beschreibt die mögliche Korrosionswirkung eines Klebebandes auf ein anderes Material. Zur Messung des Faktors wird das Klebeband auf eine Kupferfolie geklebt. Tritt keinerlei Korrosion auf, erhält das Klebeband den Elektrolytischen Korrosionsfaktor 1. Bei der geringsten Korrosion erhält das Klebeband einen Korrosionsfaktor unter 1.0, der sich dann, je nach Umfang der festgestellten Korrosion, weiter vermindert.

Endlosmachen und Verbinden

In der Papier- und Druckindustrie wird sogenanntes Spleißband dafür genutzt, um Rollenware miteinander zu verbinden, also „endlos“ zu machen.

F

Farben

Verschiedene Farben besitzen beim Klebeband verschiedene Warn- bzw. Markiereigenschaften und können zudem als optische Hilfe zum Trennen von Geh- und Fahrwegen und zur Markierung von Stellplätzen eingesetzt.

Festigkeit

Beschreibt die Klebefestigkeit einer Verklebung.

Filamentklebeband

Die faserverstärkten Filamentbänder werden zum Bündeln schwerster Güter, wie z.B. Rohre, oder zum Verpacken von stabilen Kartonagen verwendet. Die Filamentbänder unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Faserstruktur. Hier entscheiden Längs- und/oder Querverbindungen der Gewebematerialien über die Belastbarkeit.

Fixieren

Befestigen der Fügeteile mit oder ohne Druck während der Klebkraftentfaltung in der gewünschten Position.

Fixieren

Müssen Gegenstände, wie Kabel oder Anbauteile, vorübergehend oder dauerhaft fixiert werden, können unterschiedliche Klebebandarten zum Fixieren eingesetzt werden.

Flachkrepp

Ein Klebeband mit einem Papierträger, der einseitig auf der Oberfläche lackiert oder imprägniert ist.

Fügen

Als Fügen bezeichnet man das Verbinden von festen Teilen bzw. den Vorgang des Zusammenbringens von zu verklebenden Teilen.

Fügeteile

Feste Körper, die miteinander verbunden werden sollen oder miteinander verbunden sind.

Fügevorgang

Vorgang des Zusammenbringens bzw. konstruktiven Verklebens von verschiedenen Werkstoffen.

Fügeteildynamiken

Kräfte, die aufgrund der verschiedenen mechanischen Spannungen der einzelnen Fügeteile auf die Klebeverbindung einwirken.

G

Geräuscharmes Abrollen

Acrylat- und Naturkautschuk-Klebebänder lassen sich in der Regel geräuschärmer abwickeln als Synthesekautschuk-Klebebänder. Eine spezielle Trennlackierung auf einigen Klebebandträgern ermöglicht zudem ein leises Abrollen.

Gewebeklebeband | Panzerband | Duct Tape | Gaffa Tape

Gewebeklebeband ist der Allrounder unter Klebebändern und vielseitig einsetzbar. Es lässt sich von Hand leicht abreißen und weist neben seiner einfachen Handhabung eine hohe Festigkeit bzw. Stabilität auf. Es existieren unzählige Gewebebänder in unterschiedlichen Qualitäten. Die Bezeichnungen reichen von Duct Tape, über Panzerband bis hin zum Gaffer Tape (Zumbelband), welches im Theater und Bühnbereich eingesetzt wird, da es eine Matte (nicht reflektierende) Oberfläche besitzt.

Grundformen der Belastung

Kräfte, die auf eine Klebeverbindung einwirken, führen zu einer Belastung. Man unterscheidet die Zugbeanspruchung, Zugscherbeanspruchung, Schälbeanspruchung und Druckbeanspruchung. In der Praxis treten oft mehrere Beanspruchungen gleichzeitig auf.

H

Haftung

Bindekräfte (Anziehungskräfte) an der Grenzfläche zwischen dem zu klebenden Werkstoff und dem Klebstoff. (Wird auch als Adhäsion bezeichnet). Das Maß der Haftung eines Klebebandes auf einem Verklebungsuntergrund wird in der Maßeinheit: Kraft pro Bandbreite (N/cm) angegeben.

Haftvermittler | Primer

Chemische Komponenten in Reinigern, Aktivatoren und Klebstoffen, welche die Adhäsions- und Alterungseigenschaften von Klebverbindungen verbessern.

Handfestigkeit

Zeitangaben hinter dem Begriff der Handfestigkeit beziehen sich auf die Zeitspanne, die seit dem Fügevorgang vergeht, bis die Klebeverbindung handfest ist. Eine Klebeverbindung ist handfest, wenn eine Kraft von 0,1 N pro mm² (Anhaltspunkt) Klebefläche als Scherbeanspruchung wirken muss, um die Verbindung zu trennen.

Hitzebeständigkeit

Die Hitzebeständigkeit eines Klebebandes ist die Eigenschaft generell oder für kurze Zeit in sehr heißen Umgebungen eingesetzt werden zu können. Hierunter fallen auch schwer entflammbare Klebebänder.

Hochkrepp

Kreppklebeband mit einem stark geleimten Papierträger.

I

Instandsetzen

Kleine Reparaturen können mit Klebeband einfach realisiert werden und dienen bei Instandsetzungsarbeiten als Schutz, Fixierung, Befestigung, Beschriftungen etc.

Isolieren

Alu-Klebebänder isolieren vor großer Kälte und Hitze. Elektroklebebänder isolieren im Elektronikbereich Leiterplatten und sind spannungsresistent.

Isolierstoffklassen

Entsprechend ihrer Dauerhitzebelastbarkeit werden Klebebänder, die im Elektrobereich eingesetzt werden in Temperaturbereiche, auch Wärmeklassen genannt, von "Y" bis "C" eingeteilt. Klasse Y: Dauertemperaturbereich bis 95°C Klasse A: Dauertemperaturbereich bis 105°C Klasse E: Dauertemperaturbereich bis 120°C Klasse B: Dauertemperaturbereich bis 130°C Klasse F: Dauertemperaturbereich bis 155°C Klasse H: Dauertemperaturbereich bis 180°C Klasse C: Dauertemperaturbereich > 180°C

Isolierung

Die Abschirmung eines Gegenstandes gegen externe Stoffe oder Energien wie Feuchtigkeit, Kälte, Hitze, Staub, Gase, Schall oder elektrischem Strom.

K

Kennzeichnen

In Verbindung mit Aufdrucken oder Signalfarben kann Klebeband als Hinweis genutzt werden und auf Gefahrenstellen aufmerksam machen.

Klebefestigkeit

Die Kraft, welche auf die Klebeschicht wirken muss, um eine Klebung unter Zug-, Druck-, Schäl- oder Scherbeanspruchung zu trennen.

Klebeband

Unter Klebeband versteht man ein- oder beidseitig mit Klebstoff beschichtete, streifenförmige Trägermaterialien. Zu diesen Trägermaterialien gehören Folien aus Metall oder Kunststoff, verschiedene Textilgewebearten, Schaumstoffe, Papier oder Laminate. Darüber hinaus exisitieren auch trägerlose Klebebänder, sogenannte Transferklebebänder.

Klebefläche

Mit Klebstoff zu benetzende Oberfläche eines Fügeteils.

Klebkraft (Kohäsion)

Unter Kohäsion versteht man die Haftung eines Klebebandes auf einem Untergrund. Als Maßeinheit wird hier N/cm (Kraft pro Bandbreite) verwendet.

Klebkraft auf der Rückseite

Hier ist die Kraft gemeint, die aufgewendet werden muss, um einen Klebebandstreifen von der Rückseite desselben Materials abzuziehen.

Klebstoff

Nichtmetallischer Stoff, der Fügeteile durch Flächenhaftung und innere Festigkeit (Adhäsion und Kohäsion) untereinander verbinden kann.

Klebstoff-Film

Auf eine Klebefläche aufgetragener Klebstoff.

Kohäsion

Bei Klebstoffen oder Klebmassen bezeichnet Kohäsion die Kräfte, die den Zusammenhalt des Klebstoffs bewirken (Innere Festigkeit der Klebmasse). In der Anwendung bestimmt die Kohäsion die Haltekraft (Scherfestigkeit) und ist für Anwendungen relevant, sobald "trägerparallele" Belastungen auftreten.

Kraftliner

Eine Papierart mit einen hohen Anteil neuwertiger Papierfasern und nur einen geringen Recyclinganteil. Kraftliner wird als Deckschicht von Well- oder Vollpappe verwendet. Kartonage aus Kraftliner hat eine hohe Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit.

Kreppband

Anwendung finden Krepp- und Goldbänder bei den unterschiedlichsten Maler- und Lackierarbeiten. Ihre Einsatzgebiete erstrecken sich von klassischen bis hin zu individuellen Abklebearbeiten. Es existieren unterschiedliche Kreppbänder (z.B. Malerkrepp oder Hochkrepp) und Papierklebebänder, wie Goldband.

L

Lagerung

Bei der Lagerung von Klebebändern ist zu beachten, dass die Bänder dunkel und bei einer Temperatur von ca. 18°C gelagert werden. Die meisten Klebebänder besitzen eine gute Alterungsbeständigkeit, so dass der Zeitfaktor eine geringere Rolle spielt. Bei der Lagerung von Klebstoffen ist zu beachten, dass die Temperatur von 20°C nicht überschritten wird. Die Gebinde sollten verschlossen sein und keinem UV-Licht ausgesetzt sein. Überprüfen Sie die Mindesthaltbarkeitszeit, die in der Regel auf dem Gebinde angegeben wird.

Lagerbeständigkeit

Zeitspanne zwischen der Herstellung eines Klebstoffes oder eines Klebebandes und dem Zeitpunkt, bis zu dem diese unter Einhaltung bestimmter Lagerbedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit usw.) verarbeitbar sind.

Liner

Als Liner bezeichnet man die Trennlage zwischen einzelnen Klebe-bandlagen. Folgende Trennmaterialien werden in der Regel verwendet. Gekrepptes silikonisiertes Papier, gekreppte silikonisierte Folie, geprägte silkonisierte Folie haben eine geringe Auflagefläche, sind dadurch leicht lösbar, sehr flexibel; die sich auf den Kleber übertragende Struktur vermeidet beim Aufbringen von Klischeeklebebändern Lufteinschlüsse. Silikonisiertes Papier dient haupsächlich als Trennmittel für beidseitig klebende Bänder mit den Eigenschaften glatt und feuchtigkeitsabweisend. Silikonisierte Folie als Trennmittel für beidseitig klebende Bänder: glatt, feuchtigkeitsabweisend, sehr flexibel und belastbar, z.B. für die automatische Verarbeitung. Geprägte Folie, nicht silikonisiert wird verwendet, wo silikonisierte Materialien nicht eingesetzt werden dürfen. Geringe Auflagefläche, daher leicht ablösbar.

Lösemittel

Organische Flüssigkeit, die die Grundstoffe und übrigen löslichen Klebstoffbestandteile ohne chemische Veränderung löst.

M

Maskieren

Im Lackierbereich werden sogenannte „Masking-Tapes“ als Schutz vor Farben und Lacken auf die Werkstücke geklebt, die nicht lackiert werden sollen.

Mindesthaltbarkeit

Zeitraum in denen die Materialeigenschaften von Produkten bei Einhaltung der jeweiligen Lagerbedingungen, in vollem Umfang gewährleistet sind.

Mindesthärtezeit

Ist die Zeitspanne, in der die verklebten Teile unter Fixierdruck bleiben müssen, bevor eine Weiterverarbeitung möglich ist.

N

Nassklebung

Klebung mit einseitigem oder beidseitigem Klebstoffauftrag, bei der die Fügeteile sofort nach Klebstoffauftrag zusammengefügt werden. Die Festigkeit nimmt mit fortschreitender Lösemittelverdunstung bzw. chemischer Reaktion zu.

Nicht-leitend

In der Autoindustrie wird ein Klebstoff als "nicht leitend" eingestuft, wenn der elektrische Widerstand nach DIN 53482 bei Aluminium-Karosserien > 108 Ocm und bei Magnesium-Karosserien > 109 Ocm ist.

O

Oberflächenvorbehandlung

Behandlung von Werkstoffoberflächen, um diese für die Klebtechnik reproduzierbar und definiert zu gestalten sowie die Haftung des Klebstoffs zu optimieren. Dafür stehen mechanische, nasschemische, trockenchemische und hochenergetische Verfahren zur Verfügung.

Opak

Opak ist das Maß für die Lichtundurchlässigkeit von Stoffen. Das ist insbesondere wichtig bei UV beständigen Klebebändern.

P

Packband | Paketklebeband

Pack- oder Paketklebeband dient zum Verschließen von Verpackungen wie Kartons und Kartonagen. Es existieren unzählige Arten von Verpackungsklebebändern, die sich im Trägermaterial und im Klebstoff unterscheiden. Je nach Verpackungsmittel müssen die Klebebänder mit Klebstoff und Trägermaterial auf das Verpackungsmittel abgestimmt sein.

Polyesterfilm | PET-Film

Polyesterfilm zeichnet sich durch eine sehr hohe Reiß, Einreiß- und Abriebfestigkeit aus. Außerdem ist Polyester äußerst beständig gegen hohe Temperaturen, Laugen, Öle, Säuren und zahlreiche Lösungsmittel.

Polyethylen / PE

Klebebänder mit Trägerfolien aus Polyethylen zeichnen sich durch eine hohe Dehnbarkeit bei geringer Reißfestigkeit aus. Polyethylen ist geeignet zum Einsatz bei moderaten Temperaturen und weißt eine sehr geringe UV-Beständigkeit aus. Dem Tageslicht ausgesetzt, verrottet Polyethylen von selbst ohne Rückstände zu hinterlassen.

Polyiamid-Film

Polymer-Film weißt eine extrem hohe Hitzebeständigkeit auf und ist zugleich extrem reißfest. Polyiamidbänder werden häufig in der Elektroindustrie zum Einsatz gebracht.

Polypropylenfilmen / PP-Film

PP-Filme sind allerdings sehr empfindlich gegen UV-Strahlung. Im Freien verrotten PP-Filme ohne Spuren zu hinterlassen. Polypropylenfilme werden sehr häufig als Verpackungsbänder hergestellt. PP-Filme sind beständig gegen Säuren, Laugen und Lösungsmittel. Sie weißen eine hohe Elastizität, Reißfestigkeit und Feuchtigkeitsbeständigkeit auf.

Polyurethan-Kunststoff | PU

Als Trägermaterial in Form von PU-Schaum spielt dieser Kunststoff eine große Rolle. Außerdem werden auch PU-Filme sowie Folien von extremer Dehn- und Reißfähigkeit hergestellt. PU-Schaum dient als Träger beispielsweise für Spiegelklebeband.

Primer | Haftvermittler

Wird zur Oberflächenvorbehandlung von schwer verklebbaren Werkstoffen verwendet.

Primer schwarz

Schwarz pigmentierter Primer als Voranstrich für diverse Untergründe, aber speziell für die Direktverglasung.

PVC – Folie

Grundsätzlich besitzen PVC-Folien eine hohe UV-Stabilität. Klebebänder mit Trägern aus PVC-Folien werden darum häufig im Außenbereich eingesetzt. Vielfach dienen PVC-Folien als Trägermaterial für Klebebänder. Im Verpackungsbereich setzt man in der Regel Hart-PVC-Folien ein. Sie sind sehr reißfest und gut bedruckbar. Polyvinylclorid (PVC) ist ein Kunststoff. PVC ist hart und Spröde und wird erst durch den Zusatz von Weichmachern und Stabilisatoren Weich und Formbar und damit für technische Anwendungen einsetzbar gemacht. Weich PVC- Folien werden hauptsächlich im Isolierbereich eingesetzt, da sie sich durch eine hohe Flexbilität und gute Schmiegsamkeit auszeichnen.

R

Reißfestigkeit und Reißkraft

Diese beiden Werte geben an, bei welcher Kraftbeanspruchung ein Klebeband reißt. Genauer gesagt ist hierbei die Zugkraft im Augenblick des Durchreißens gemeint. Diese wird anhand der Bandbreite in Newton pro Zentimeter (N/cm) gemessen. Die Höchstzugkraft ist dabei das Maximum.

Reißdehnung

Analog zur Reißfestigkeit ist hier hiermit gemeint, um wieviel Prozent das Klebeband gedehnt werden kann, bis es endgültig reißt. Dieser Wert wird immer mit der Reißkraft ermittelt.

Reißgeschwindigkeit

Probekörper werden in der Prüfmaschine einer Belastung unterzogen. Die Geschwindigkeit mit der die zerstörende Prüfung vorgenommen wird, heißt Reißgeschwindigkeit.

Reparieren

Ähnlich wie bei Instandsetzungsarbeiten kann Klebeband für kleine Reparaturen eingesetzt werden und temporär sowie Dauerhaft klebend an verschiedenen Werkstücken angewendet werden.

Restkleber

Klebstoff-Rückstände nach dem Entfernen einer Klebeverbindung. 3M Klebeband Tesa-Klebeband RK-Klebeband 3M Klebstoffe.

Rückstellvermögen

Die Tendenz eines flexiblen Trägers, die ursprünglichen Maße ganz oder teilweise wieder anzunehmen, nachdem die Kräfte aufgehoben wurden, welche die Ausdehnung oder Verformung verursacht haben. Besonders zu beachten bei PP-Folienträgern und bei Dichtstoffen.

S

Schälfestigkeit

Widerstandsfähigkeit der Klebeverbindung gegen Kräfte, die ausschließlich auf einen schmalen Randbereich am Ende der Klebeverbindung einwirken und dadurch zu Spannungsspitzen führen.

Schälkraft

Die Kraft, die benötigt wird, um ein Klebeband von einer definierten Testoberfläche abzuziehen. Das Klebeband wird mit 180° abgezogen und die Kraft in N/cm gemessen.

Schälwiderstand

Das Drehmoment, das erforderlich ist, um Kleber und Fügeteil in einem Schälversuch mit Klettertrommel (ASTM D-1781) zu trennen. Der Schälwiderstand dient als Maß für die Festigkeit einer Klebebindung.

Scherfestigkeit

Die Fähigkeit eines Klebebandes, nicht zu rutschen oder abzuscheren. Bei der Prüfung wird das Klebeband auf ein Gegenmaterial geklebt und parallel in seiner Verklebungsebene belastet.

Schubmodul

Beschreibt die entstehende Gegenkraft, die entsteht, wenn geklebte Teile auseinander gezogen werden. In der Regel 10 - 20 % Dehnung.

Siebdruckrand | Keramikband

Als Siebdruckrand wird der schwarze Rand beim Autoglas bezeichnet. Er dient als Klebeuntergrund, optischer Sichtschutz und UV-Schutz.

Silikonisieren

Silikonverbindungen sind nichtmetallisch und werden in Lösungsmitteln, aber auch in Dispersionen gelöst. In diesem gelösten Zustand werden Sie dann auf Folie, Papier und Filme aufgebracht und anschließend unter hohem Druck vernetzt. Silikonisierte Oberflächen sind sehr glatt und rutschig, daher finden herkömmliche Klebstoffe auf Silikon keinen Halt. Für silikonisierte Oberflächen benötigt man einen speziellen Silikonklebstoff.

Spleiße

Spleiß bedeutet so viel wie, Klebe- oder Flickstelle. Spleiße werden in der Folien-, Papier- und Pappindustrie zur Endlosmachung von Papier- oder Folienbahnen verwendet.

Strapping Klebeband

Das sogenannte Strapping-Tape wird zum "umreifen" bzw. zur Ladungssicherung von Kartons auf Paletten eingesetzt, da es äußerst dehnfähig ist. Außerdem zum Ankleben von Coilenden. Es existieren verschiedene Strapping Klebebänder mit unterschiedlichen Qualitäten. Strapping Tape muss dehnfähig sein ohne zu reißen.

T

Teleskopieren

Trichterförmiges herausschieben eines Klebebands, hervorgerufen durch starken inneren Druck. Das Band schiebt sich deshalb seitlich heraus, da es durch die oben liegenden Klebebandschichten nicht nach oben und durch den festen Kern nicht nach unten ausweichen kann.

Temperaturbeständigkeit

Die Temperaturbeständigkeit ist die Bezeichnung für Klebebänder in Umgebungen mit unterschiedlichen (extremen) Temperaturen eingesetzt werden zu können. Die Bandbreite reicht von sehr niedrigen bis hin zu sehr hohen Temperaturen. Generell können temperaturbeständige Klebebänder in diesen Temperaturumgebungen ihre volle Klebkraft für eine bestimmte Zeit oder auch dauerhaft entfalten.

Temperatur-Einsatzbereich

Temperaturbereich, in dem die ausgehärtete Klebschicht Dauerbelastungen standhält. Die Höhe der möglichen Belastung ist abhängig von der Temperatur.

Thermische Leitfähigkeit

Manche Klebebänder besitzen durch ihr Trägermaterial, z.B. Aluminium, die Eigenschaft thermisch leitfähig zu sein. Eingesetzt werden diese Bänder als Wärmeleitung bei Füllestoffen im Sanitärbereich oder als Kälteleitung bei Kühlkörpern, wie Gefriertruhen etc.

Träger

Bezeichnet bei einem Klebeband das Material, auf dem der Klebstoff aufgetragen wird.

Trägerfilmdicke

Maßangabe zur Dicke des Trägerfilms bei Klebebändern.

Transparenz

Im Gegensatz zur Undurchsichtigkeit ist die Transparenz die Eigenschaft eines Klebebandes Licht hindurchzulassen. Diese Bänder werden eingesetzt, sofern die Verklebung nicht sichtbar sein soll.

U

Undurchsichtigkeit (Lichtundurchlässigkeit)

Die Fähigkeit eines Klebebandes Licht zu absorbieren bzw. zu reflektieren. UV-Beständigkeit bei Sonneneinstrahlung im Einsatzbereich. Reflektionsfähig von Markierbändern bei Lichteinstrahlung. Absorption von Bühnenlicht mit Gaffa Tapes im Veranstaltungsbereich

UV-Beständigkeit

UV-Beständigkeit ist die Fähigkeit eines Klebebandes gegenüber Sonneneinstrahlung in Verbindung mit Wärme/Hitze resistent zu sein. Ein herkömmlicher Klebstoff würde z.B. bei temporärer oder permanenter Sonneneinstrahlung seine Klebkraft verlieren und das Band würde sich ablösen.

V

Verbundmaterial | Laminat

Unterschiedliche Träger werden unlösbar miteinander verbunden (laminiert).

Verkleben

Das konstruktive Verkleben von zwei oder mehr (unterschiedlichen) Werkstoffen mit doppelseitigem Klebeband als Fügemethode.

Verstärken

Beim Verpacken kann z.B. faserverstärktes Klebeband dafür eingesetzt werden, um Ecken- und Kanten von Kartonagen für Transportzwecke zu verstärken.

Verpacken und Verschließen

Unterschiedliche Arten von Packbändern werden zum Verpacken und Verschließen von individuelle Verpackungsarten genutzt.

W

Wasserdampfundurchlässigkeit

Hierbei ist der Träger undurchlässig für Wasserdampf. Diese Funktion ist auch unter dem Begriff Wasserdampfsperre oder Wasserdampfbremse bekannt. Alu-Klebebänder besitzen in der Regel genau diese Eigenschaft.

Wärmefestigkeit

Grundformen der Belastungen unter zusätzlicher Einwirkung von Temperaturen.

Weichmacher

Substanzen, die Kunststoffen beigegeben werden, um u.a. eine verringerte Härte bzw. erhöhtes Formänderungsvermögen zu erzielen.

Weichmacher-Beständigkeit

Die Fähigkeit des Klebebandes gegenüber Weichmachern des zu verklebenden Werkstück resistent zu sein, da ansonsten der Klebstoff angegriffen und die Klebkraft beeinträchtigt wird.

Weichmacherwanderung

Übergang von Weichmachern, z. B. aus Kunststoffen, in angrenzende Klebstoffschichten. Folge: Versprödung des Kunststoffs und Änderung der Eigenschaften im Klebstoff.

Weiterreißfestigkeit

Die Weiterreißfestigkeit ist die Eigenschaft des Klebebandes nach einer möglichen Beschädigung durch Einreißen oder Einschneiden des Materials nicht weiter bzw. gänzlich abzureißen.

Widerstandsfähigkeit

Manche Klebebänder können durch ihre Materialien und deren Eigenschaften sehr widerstandsfähig sein. Diese individuellen Eigenschaften setzen sich aus den verschiedenen Materialschichten (Träger, Klebstoff und Oberfläche) des Klebebandes zusammen. Somit können mechanische Einflüsse, wie z.B. Abrieb, Schäl- oder Scherkräfte, kompensiert werden.

Z

Zähigkeit

Die Eigenschaft eines Klebebandes sehr widerstandsfähig zu sein und mechanischen Belastungen zu trotzen. Die Zähigkeit ergibt sich aus einer hohen Reißkraft in Verbindung mit auftretenden Spannungen, Abrieb etc.

Zierlinienband

Zierlinienbänder werden bei Lackier- und Airbrusharbeiten als sehr dünne, dehnfähige, filigrane Abdeckbänder eingesetzt, um anspruchsvolle Lackierungen durchzuführen. Sie lassen sich von Hand in individuellen Konturen auf verschiedenen Oberflächen auftragen bzw. "verzieren". Es existieren verschiedene Zierlinienbänder, die unterschiedliche Dehnfähigkeiten besitzen und unterschiedlich anschmiegsam sind. Generell ist hier wichtig auf die filigrane Breite der Bänder einzugehen, die ab ca. 0,5 mm (!) realisierbar ist.

Zugfestigkeit

Kräfte, die auf eine Klebeverbindung einwirken. Bei der Zugfestigkeit werden die Fügeteile bis zum Bruch mit senkrecht angreifender Kraft auseinandergezogen.

Zugscherfestigkeit

Fügeteile werden bis zum Bruch parallel zur Klebeverbindung auseinandergezogen.

Autor

Thomas Klein

  • Experte für Klebebänder, konstruktive Verklebungen und Oberflächenschutz
  • Seit 2003 in der Branche tätig
  • Neukunden-Betreuung | Vertrieb | F&E
  • klebeband@krueckemeyer.de | Tel. 02739/801-0
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