Klebstoffe und Schutz für RFID-Etiketten in Produktion & Logistik

1. Anwendungen in Produktion & Logistik

Im Bereich der Produktion und Logistik lassen sich verschiedene Komponenten und Arbeitsschritte durch den Einsatz der RFID-Etiketten vereinfachen.

Das einzelne Produkt bzw. Stückgut lässt sich automatisch während des Warenein- und Warenausgangs registrieren. Somit können Fehlverladungen vermieden werden.

In Bezug auf das Warehousing können Lagerbestandskontrollen per Knopfdruck durchgeführt werden. Ebenso wird eine schnelle Palettenlokalisation sowie eine automatische aller ein- und ausgehenden Waren ermöglicht.

Außerdem lässt sich eine effiziente Wechselbrückenidentifikation realisieren, indem eine automatische Zufahrtserkennung erfolgt und die Daten in Echtzeit an ein Transportdispositionssystem übermittelt werden. Auf diese Weise erfolgt eine optimierte Behältereinsatzplanung und die Zulieferer wissen bereits beim Einfahren, wo ihre Fracht verladen werden soll.

Durch den Einsatz der RFID-Technologie lassen sich Personalkosten reduzieren und Fehlerraten bei Auftragserfüllungen senken. Zudem können die jährlichen Inventurkosten verringert und eine gesteigerte Qualität hinsichtlich der Bestandsinformationen gewährt werden.

2. Probleme bei der Anwendung mit RFID-Etiketten

RFID-Transponder sind durch eine sensible Elektronik gekennzeichnet. Waren, die einen hohen Anteil an Metall oder Wasser besitzen, bewirken eine Störung des elektromagnetischen Feldes, wodurch sich die Daten häufig nicht vollständig bzw. nur fehlerhaft auslesen lassen.

Darüber hinaus sind die selbstklebenden Etiketten mit einem Klebstoff ausgestattet, der nicht gänzlich mit allen Untergründen kompatibel oder gegenüber Feuchtigkeit oder chemischen Einflüssen nicht resistent ist. Dies kann zu einer verminderten Klebkraft führen, so dass sich der Chip vom Träger bzw. der Ware löst und zum Verlust der Daten führen kann.

Außerdem sind RFID-Etiketten in ihrer gewöhnlichen Form meist nicht widerstandsfähig gegen Stöße oder Erschütterungen, so dass Beschädigungen innerhalb der Lager- und Transportkette möglich sind.

3. Einfluss von Materialien & Oberflächen auf RFID-Etiketten

(A) Untergründe + Aufbringung von RFID-Etiketten: Das Material auf dem der Transponder am Werkstück oder der Verpackungseinheit angebracht wird hat einen großen Einfluss auf die Funktionstüchtigkeit. Bei einem ungünstigem Materialuntergrund, wie z.B. Metall, kann die Funktion des RFID-Systems stark beeinträchtigt werden.

(B) Ein Abstandsmaterial wird daher immer dann eingesetzt, wenn das Applikationsmaterial nicht direkt auf dem Transponder aufgebracht werden kann. Dies kann z.B. ein selbstklebender Schaumstoff sein.

(C) Das Luftschnittstellenmaterial ist das Material, welches sich zwischen dem Transponder und dem Schreib- & Lesegerät (D) befindet. Dies kann z.B. ein aufgebrachter Schutz des Transponders bis hin zu einer Trennwand sein, die die Schreib- & Lesereichweite beeinträchtigen.

Je nach Material wird die Lesereichweite anders beeinflusst. Im schlimmsten Fall kann die Sendeleistung des Transponders sogar komplett absorbiert bzw. reflektiert werden.

4. Einfluss durch Umgebungszustände auf RFID-Etiketten

Empfindlichkeit gegenüber Wasser und Flüssigkeiten: Reflektionen beim Senden und Lesen der Daten oder vollständiger Defekt der Elektronik.

Mechanische Belastungen: Beschädigungen und Ablösen des Transponders durch Stöße, Schwingungen, Druck, Reibung oder Scherkräfte.

Chemische Belastungen: Z.B. durch Öle, Fette, Reinigungsmittel, Schmierstoffe, Laugen, Säuren, Tenside und Lösungsmittel.

Thermische Belastungen: Beschädigungen durch sehr hohe oder niedrige Temperaturen am Einsatzort.

Witterungsbedingte Einflüsse: Beeinflussung der Kommunikation zwischen Transponder und Schreib-/Lesegerät durch Regen, Nebel, Luftfeuchtigkeit, Frost oder Seeluft.

5. RFID-Lösungen von Krückemeyer

Zur Aufbringung des RFID-Transponders der passende Klebstoff und Untergrund

  • Selbstklebendes Ausrüsten der RFID-Transponder
  • Eine Vielzahl an Klebstoffen für unterschiedliche Untergründe
  • Langfristige Verklebungen durch Arylatschaum-Klebebänder für Mehrwegverpackungen
  • Einsatz von selbstklebenden Schaumstoffen und anderen Materialien als Abstandhalter zum Untergrundmaterial
  • Resistente selbstklebende Schaumstoffe gegen mechanische, chemische, thermische und witterungsbedingte Belastungen

Zum Oberflächenschutz des RFID-Transponders die passenden Materialien

  • Ausrüsten mit selbstklebenden Schaumstoffen und anderen Materialien zum Schutz vor Stößen, Schwingungen, Druck, Reibung oder Scherkräften
  • Einlaminierung des Transponders zum Schutz vor Flüssigkeiten
  • Ausrüsten zum Schutz vor chemischen Belastungen, wie Ölen, Reinigungsmitteln, Schmierstoffen, Laugen, Säuren, Tensiden und Lösungsmitteln
  • Schutz vor thermischen Belastungen und witterungsbedingten Einflüssen durch selbstklebende Schaumstoffe

Maße und Geometrien nach Wunsch

  • Zuschnitt der Materialien auf individuelle Breite und Länge
  • Fertigung von individuellen Geometrien als selbstklebende Formstanzteile
  • Registergenaues Stanzen ohne die sensible Transponder-Elektronik zu zerstören
  • Automatische Qualitätskontrolle