Krückemeyer - Lexikon der Schleiftechnik

Abrasiv
(Material-)abtragend durch mechanische Einwirkung eines speziellen Schleifmittels.
Abrichten
Unter Abrichten versteht man das Aufbereiten / Wiederherrichten von Schleifscheiben vor der ersten Bearbeitung oder nachdem sie durch Verschleiß unbrauchbar wurden.
Actirox
Actirox ist ein von VSM neu entwickeltes, selbstschärfendes Keramikkorn. Ähnlich wie bei 3M Cubitron-2 handelt es sich um ein geometrisch geformtes Schleifkorn.
Agglomerat
Zusammenballung mehrerer Schleifkörner gleicher Korngröße. Dadurch, dass sich die einzelnen Körner des so entstandenen Kompaktkorns (= Agglomerat) nach und nach freisetzen, erhöht sich die Standzeit um ein Vielfaches. Man spricht daher auch von Langzeitschleifmitteln. In der Regel wird für die Agglomerate Korund oder Silizium-Korn verwendet. Typische Anwendungen sind der Centerless-Schliff (spitzenlos Rundschleifen) von Rohren, aber auch der Flächenschliff von Blechen, Tafeln, Coils u.ä.. Nicht geeignet für den Kantenschliff.
Aggressivität
Schnittfreudigkeit eines Werkzeuges bzw. dessen Schneid-/Schleifleistung pro Zeiteinheit. Die Aggressivität ist u.a. abhängig vom verwendeten Korn und dessen Einbindung.
Anpressdruck
Der Anpressdruck beeinflusst bei Schleifarbeiten wesentlich die Standzeit des Werkzeugs und das Schleifergebnis. Der optimale Anpressdruck ist abhängig von mehreren Faktoren, wie beispielsweise dem Werkstoff des zu bearbeitenden Werkstücks, der Art des Werkzeuges u.a.
Antistatisch
Beim Schleifen nichtleitender Materialien, beispielsweise Holz, entsteht durch die Reibung elektrische Ladung, die bewirkt, dass elektrisch aufgeladener Schleifstaub auf dem Schleifmittel haften bleibt und dieses sehr schnell zusetzt. Eine antistatische Ausrüstung des Schleifmittels, z. B. durch Zugabe von elektrisch leitfähigen Zusatzstoffen wie Graphit in die Kunstharzbindung, verhindert dies wirkungsvoll.
Bandgeschwindigkeit
Die Bandgeschwindigkeit ist die Umlaufgeschwindigkeit des Schleifbandes. Sie beeinflusst wesentlich den Abtrag sowie Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstücks
Bandschliff
Unter Bandschliff versteht man die Bearbeitung von Werkstücken mittels Schleifbändern. Ziel kann z.B. der Materialabtrag oder die Erzielung einer gewünschten Oberfläche sein.
Bandverbindung
Um aus Rollenmaterial Schleifbänder zu fertigen, müssen zuerst Streifen mit der gewünschten Länge von der Rolle abgetrennt werden. Anschließend werden die beiden Enden dauerhaft miteinander verbunden. Üblicherweise unterscheidet man zwischen überlappend verklebtem Verschluss und folienhinterlegtem Verschluss. Beim Überlappend verklebtem Verschluss werden die beiden Bandenden übereinander gelegt und verpresst. Beim folienhinterlegtem Verschluss werden die Enden Stoß an Stoß aneinander gelegt und meist an der Rückseite, seltener an der Vorderseite mit einer dünnen, aber sehr reißfesten Folie miteinander verbunden. Innerhalb dieser beiden Arten gibt es noch diverse Variationsmöglichkeiten (Winkel des Verschlusses, Dicke der Folie, Korn an der Verschlussstelle abgeschliffen u.a.), abhängig vom jeweiligen Einsatzzweck des Schleifbandes.
Baumwolle
siehe Unterlage
Bindung
Mit der Bindung wird das Schleifkorn auf der Unterlage fixiert (Schleifmittel auf Unterlage) bzw. miteinander verbunden (gebundene Schleifmittel). Bei Schleifmitteln auf Unterlage wird zuerst das Trägermaterial mit der Grundbindung versehen, anschließend wird das Korn aufgetragen und durch die Deckbindung endgültig fixiert. Während früher überwiegend Hautleim verwendet wurde, besteht die Bindung heutzutage in der Regel aus Kunstharz. Bei gebundenen Schleifmitteln wird je nach Einsatzzweck eine keramische Bindung, Kunstharzbindung, galvanische Bindung oder metallische Bindung verwendet.
Bornitrid
Kubisches Bornitrid (CBN) ist der nach dem Diamant härteste bekannte Stoff. Als Schleifkorn ist es bestens geeignet zum Schleifen von zähharten Stählen wie HSS-Stahl, Warm- und Kaltarbeitsstahl, jedoch ungeeignet für Hartmetalle, weiche Stähle, Chrom- u. Nickelbeschichtungen sowie Nichteisenmetalle.
CBN
siehe Bornitrid
Centerless-Schliff
Typische Anwendung für Langzeitschleifbänder. Hierbei werden Rundrohre oder Rundstäbe zumeist im Nassschliff an einem, in der Regel jedoch mehreren Schleifaggregaten vorbeigeführt. Da die Abstützung des Werkstücks an mehreren Punkten erfolgt, entsteht keine große Beanspruchung des Werkstücks. So können auch sehr dünnwandige oder lange Rohre in großer Stückzahl und unter Erzielung einer konstanten Oberflächengüte bearbeitet werden.
Compact Grain
siehe Agglomerat
Cubitron-2
Cubitron II ist ein von 3M entwickeltes, selbstschärfendes Keramikkorn. Die Besonderheit hierbei ist das geometrisch geformte Schleifkorn, welches ein deutlich schnelleres und aggressiveres Schleifen erlaubt, bei gleichzeitig verminderter Wärmeentwicklung.
Deckbindung
siehe Bindung
Diamant
Diamant ist der härteste natürlich vorkommende Stoff, jedoch mit einer Warmbeständigkeit bis 800 °C nur beschränkt einsatzfähig. Es wird eingesetzt zum Präzisionsschleifen von Hartmetall, Grauguss, Glas, Keramik, Porzellan, feuerfester Steine, Silizium, Gummi, Eisencarbidlegierungen, Nickel- und Chromlegierungen, Kugellagerstahl, Werkzeugstähle mit großen Kohlenstoff- und geringen Vanadiumanteil.
Diamantschleifmittel
Diamantschleifmittel gibt es in den verschiedensten Formen: Als Trennscheiben, Schleifscheiben, Stifte, Feilen u.a. Generell ist Diamant der härteste natürlich vorkommende Feststoff. Als Schleifmittel wird er dort eingesetzt, wo herkömmliche Kornarten, wie Korund oder Silicium nicht mehr weiter kommen.
Drehzahl
Anzahl der Umdrehungen bei rotierenden Werkzeugen pro festgelegter Zeiteinheit (z.B. Umdrehungen pro Sekunde oder pro Minute). In Abhängigkeit vom Werkzeugdurchmesser gibt es definierte Höchstgeschwindigkeiten (maximal zulässige Drehzahlen), die aus Sicherheitsgründen auf keinen Fall überschritten werden dürfen.
Druckluftmaschinen
Unter Druckluftmaschinen versteht man Schleifmaschinen, die mit Druckluft betrieben werden.
Elektromaschinen
Unter Elektromaschinen versteht man elektrisch betriebene Schleifmaschinen.
Elektrostatisch
siehe Streuung
Exzenterschleifer
Eine Schleifmaschine überwiegend für den Zwischen- und Endschliff geeignet. Hierbei wird per Kombination aus rotierender Kreis- und exzentrischer Schwingbewegung ein deutlich feineres Ergebnis erzielt als beispielsweise mit Schwingschleifern.
Fächerschleifer
Siehe Schleiflamellenstifte
Fächerschleifscheibe
Fächerschleifscheiben, auch Schleifmopteller genannt, sind Schleifscheiben, bei denen Schleifmittellamellen auf Gewebeunterlage, radial und überlappend angeordnet, auf einen glasfaserverstärkten Kunstharzteller, Glasgewebeteller oder Kunststoffteller aufgebracht werden. Vorteile gegenüber Schruppscheiben sind die höhere Aggressivität, die geringere Lärmentwicklung, das gleichmäßigere Schliffbild und das vibrationsärmere Arbeiten. Der Vorteil gegenüber Fiberscheiben besteht in der höheren Standzeit. Fächerschleifscheiben werden ohne Stützteller auf Winkelschleifern eingesetzt. Typische Einsatzgebiete sind das Bearbeiten von Schweißnähten, Entgraten, Entrosten und Gussputzen.
FEPA
FEPA (Federation of European Producers of Abrasives) ist der Europäische Verband der Schleifmittelhersteller.
Fiber
siehe Unterlage
Fiberscheiben
Fiberscheiben werden hauptsächlich im Flächenschliff bei der Metallbearbeitung verwendet. Eingesetzt werden sie mit entsprechenden Stütztellern auf einem Winkelschleifer. Das Korn ist bei diesen Scheiben einseitig auf einer sehr stabilen Fiberunterlage aufgebracht. Im Vergleich zu Schleifmoptellern und Schruppscheiben sind sie dennoch deutlich flexibler und passen sich damit besser Konturen und Rundungen an. Allerdings ist die Standzeit in der Regel geringer als bei Schleifmoptellern.
Filzartikel
Filzartikel sind fester als Tuchringe und werden dort eingesetzt wo geometrische Formen exakt beibehalten werden müssen.
Finish
Der letzte Schritt beim Schleifen zur Erreichung der gewünschten, in der Regel sehr feinen Oberflächenbeschaffenheit.
Flexung
Bei der Herstellung von Schleifmitteln auf Unterlage wird zunächst das Trägermaterial (u.a. Gewebe oder Papier) mit einem Grundbinder versehen, danach das Korn aufgebracht und dieses anschließend mit einem Deckbinder stabilisiert. Diese auch Nachlack genannte Schicht sorgt dafür, dass die so gefertigte Rollenware zu steif und unflexibel für eine anschließende Konfektionierung in Schleifbänder oder Scheiben ist. Abhilfe schafft man, indem die Rollen, einmal oder mehrmals, über eine sogenannte Flexwelle gezogen wird. Dadurch wird die starre Deckschicht aufgebrochen und das Material flexibel genug zur Weiterverarbeitung.
Flint
Gesteinsart (Feuerstein), wurde früher als natürliches Schleifmittel verwendet. Heutzutage werden überwiegend künstlich hergestellte Schleifmittel verwendet (siehe auch Schmirgel oder Granat).
Folienunterlage
siehe Unterlage
Frässtifte
Frässtifte sind rotierende Zerspanungswerkzeuge, die beim Entgraten, Anfasen etc. eingesetzt werden. Die hohe Zerspanungsleistung ermöglicht effizientes Arbeiten bei verschiedenen Werkstücken unterschiedlicher Festigkeit.
Geschlämmt
Hierbei wird das Korn im Gegensatz zur elektrostatischen Streuung als zähflüssige Masse auf die Unterlage aufgestrichen; siehe auch Streuung.
Gewebeunterlage
siehe Unterlage
Gitterleinen
Gitterleinen setzt sich auf Grund seines gitternetzartigen Aufbaus so gut wie nicht zu und ist in der maschinellen und in der Handanwendung bestens für alle Materialien geeignet.
Granat
Gesteinsart, wurde früher als natürliches Schleifmittel verwendet. Heutzutage werden überwiegend künstlich hergestellte Schleifmittel verwendet (siehe auch Flint oder Schmirgel).
Grundbindung
siehe Bindung
Gummikörper & Aufnahmewalzen
Gummikörper oder Aufnahmewalzen sind Träger für Schleifhülsen und Schleifbänder aus Gewebe.
Handbürsten
Handbürsten sind für leichte händische Reinigungs- und Entrostarbeiten geeignet und universell einsetzbar in sämtlichen Branchen.
Hartmetallfräser
Ein Hartmetallfräser ist ein rotierendes Zerspanungswerkzeug mit definierten Schneidkanten, bestehend aus Hartmetall (Metallmatrix-Verbundstoffen, bei denen Hartstoffe, die als kleine Partikel vorliegen, durch eine Matrix aus Metall zusammengehalten werden)
Honen
Honen ist ein zerspanendes Feinverarbeitungsverfahren für die Oberflächenbehandlung. Durch Honen wird eine Verbesserung der Maß- und Formgenauigkeit, sowie der tribologischen Eigenschaften erreicht.
HSS-Fräser
Ein HSS-Fräser ist ein rotierendes Zerspanungswerkzeug mit definierten Schneidkanten, bestehend aus Hochleistungsschnellarbeitsstahl.
Ilumeron
Ilumeron ist ein von VSM neu entwickeltes Langzeitschleifmittel für feine und konstante Oberflächen. Durch ein neu entwickeltes Fertigungsverfahren werden die Schleifkörner im gestrichenen Schleifmittel gleichmäßig verteilt und sind vollflächig kontrolliert abbaubar. Dadurch entsteht eine deutlich feinere und glänzendere Oberfläche.
Kegelbürsten
Kegelbürsten eignen sich für mittlere bis schwere Bürstarbeiten von jeglichen Metallen. Insbesondere geeignet zur Bearbeitung schwer zugänglicher Stellen, beispielsweise Winkel, Kanten oder Ecken.
Keramikkorn
Zur Herstellung dieser Kornart wird Aluminiumoxid-Kern zerkleinert und unter Zufuhr von Hilfsstoffen sowie Wärme gesintert. Die so entstandenen Körner sind mikrokristalliner Struktur und setzen beim Schleifprozess permanent neue Schneidkanten frei (Selbstschärfeffekt). Keramikkorn ist extrem zäh und eignet sich hervorragend zum Schleifen von hochlegierten Edelstählen, Chrom- und Chrom-Nickellegierungen, Titan und anderen schwer zu bearbeitenden Metallen. 
Kompaktkorn
siehe Agglomerat
Kontaktrolle
siehe Kontaktscheibe
Kontaktscheibe
Scheiben (Laufräder), über die das Schleifband geführt wird. in der Regel bestehen diese aus einem Metallkern, auf die eine Kunststoffschickt (z.B Polyurethan, Vulkollan etc) aufgebracht wird. Da auf der Kontaktscheibe der Kontakt zwischen Schleifband und Werkstück hergestellt wird, gibt es, abhängig vom zu bearbeitenden Werkstück und dem gewünschten Ergebnis, Scheiben in Unterschiedlichsten Härten. Diese Härte wird in der Maßeinheit Shore angegeben.
Kornarten
Überwiegend werden heute die Kornarten Korund, Zirkonkorund, Siliciumcarbid, kubisches Bornitrid und Diamant verwendet. Ebenfalls häufig im Einsatz sind Agglomerat/Kompaktkorn und Keramikkorn, die jedoch keine eigenen Kornarten im engeren Sinn sind, sondern Abänderungen von Korund und Siliziumcarbid.
Korngröße
Weltweit gibt es unterschiedliche Einteilungen der Korngröße nach verschiedenen Standards (ANSI, FEPA u.a.). In Europa gilt die Einteilung nach FEPA. Bei Schleifmitteln auf Unterlage unterscheidet man zwischen grob (Korn 12 – 80), mittel (Korn 100 – 280), fein (Korn 320 – 600) und superfein (Korn 800 – 1500). Die Korngröße der jeweiligen Körnung wird durch die Anzahl der Maschen festgelegt, die sich pro einzelnem Zoll auf einem Sieb befinden, durch welches das Korn in mehreren Durchgängen gesiebt wird. Je höher die Anzahl der Maschen, desto feiner die Körnung.
Korund
Korund (Aluminiumoxid Al2O3) ist ein relativ häufig vorkommendes Mineral, welches für die Schleifmittelfertigung heutzutage synthetisch hergestellt wird. Es ist nach Diamant, CBN (kubisches Bornitrid) und SiC (Siliciumcarbid) das vierthärteste Mineral, damit jedoch etwas weicher als die anderen Kornarten. Gleichzeitig ist es sehr zäh und eignet sich daher für eine Vielzahl von Anwendungen, angefangen von der Holzbearbeitung, der Metall-, der Leder-, der Lackbearbeitung u.a.. Korund ist praktisch das Universalkorn für alle nicht zu anspruchsvolle Aufgaben. Je nach Reinheitsgrad unterscheidet man zwischen Edelkorund, Halbedelkorund und Normalkorund.  
Kubisches Bornitrid
siehe Bornitrid
Kühlschmierstoffe
Flüssige Stoffe, die beim Schleifen zur Wärmeabfuhr und Verminderung der Reibung zwischen Werkzeug und Werkstück dienen. Dadurch werden Veränderungen des Gefüges in den Randschichten von Werkzeug und Werkstoff vermieden und somit Schäden verhindert. Gleichzeitig verbessert sich die Oberflächengüte des Werkstücks.
Langzeitschleifmittel
siehe Agglomerat
Multibindung
siehe schleifaktive Deckschickt
oSa
Organization for the Safety of Abrasives = Organisation für Sicherheit von Schleifwerkzeugen e.V.  Weltweite Organisation zur Einhaltung verbindlicher Sicherheitsstandards von Schleifmitteln. Aktuell sind 59 Schleifmittelhersteller lizensierte Mitglieder der oSa, welche das geschützte oSa-Warenzeichen benutzen dürfen.
Papierunterlage
siehe Unterlage
Pinselbürste
Pinselbürsten eignen sich für leichte bis mittlere Bürstarbeiten an schwer zugänglichen Stellen und in Hohlräumen. Anwendung finden die Bürsten beispielsweise im Behälter- und Gehäusebau.
Poliermittel
Poliermittel gibt es in unterschiedlichen Formen. Alle Mittel dienen der Fein- und Feinstbearbeitung verschiedener Materialien.
Polierpasten
Polierpasten werden mit Hilfe verschiedener Trägermaterialien (Polierscheiben, Filzstifte, Lammfellhauben) zur Erzielung des gewünschten Finishs aufgetragen.
Polierscheiben
Polierscheiben, insbesondere aus Tuch, sind sehr flexibel und mit Polierpaste zur Vor- und Hochglanzpolitur eingesetzt.
Polyester
siehe Unterlage
Poren
Die Poren werden bei gebundenen Schleifmitteln durch das Verhältnis von Schleifkörnern und Bindung bestimmt. Sie sind für den Abtransport von Spänen und für den Kühlschmiermitteltransport zum Werkstück verantwortlich.
Rautiefe
Ein Begriff zur Bestimmung der Oberflächengüte. Die Rautiefe ist jedoch kein einheitlich festgelegter Begriff. Vielmehr gibt es unterschiedliche Messmethoden, die unterschiedliche Werte und daher auch unterschiedliche Rautiefenbezeichnungen hervorbringen. Die gebräuchlichsten sind die gemittelte Rautiefe Rz, der arithmetische Mittenrauwert Ra und die maximale Rautiefe Rt bzw. Rmax.
Rohrbürsten
Unter Rohrbürsten versteht man Spezial- bzw. Zylinderbürsten, die für leichte Entgrat- und Reinigungsarbeiten von Gewinden und Rohren eingesetzt werden können. Sie sind flexibel in der metallverarbeitenden Industrie einsetzbar.  
Rundbürsten
Rundbürsten sind besonders für schwere Bürstarbeiten mit Einhandwinkelschleifern geeignet. Universeller Einsatz zum Entgraten und Entrosten verschiedener Werkstücke in der metallverarbeitenden Industrie.
Rüstzeit
Gibt die Dauer zum Einrichten einer Maschine bzw. zum Wechseln eines Werkzeuges an.
Schleifaktive Deckschicht
Zusatzbeschichtung bei Schleifmitteln auf Unterlage, welche die Zerspanungsleistung deutlich erhöht und die Wärmeentwicklung beim Schleifprozess mindert. Das ist insbesondere bei schlecht wärmeleitenden Werkstoffen wie Edelstahl oder Titan von Vorteil.
Schleifmaschinen
Um Schleifscheiben und Schleifbänder jeglicher Art in Gebrauch zu nehmen, existiert eine Vielzahl von Schleifmaschinen verschiedener Hersteller.
Schleifmopteller
siehe Fächerschleifscheiben
Schleifscheibenhärte
Die Härte / Bindungshärte einer Schleifscheibe wird bestimmt durch das verwendete Bindungsmaterial (Kunstharz, Keramik), sowie beigefügter Füllstoffe. Generell gilt, je härter das zu bearbeitende Material ist, umso weicher sollte die Bindung sein.  
Schleiftopf
Gebundene Schleifscheibe mit einer einseitigen Aussparung, durch die die Scheibe eine Topfform erhält.
Schleifvlies
Schleifvlies ist ein dreidimensionales Schleifmittel, welches aus einem „wirren“ Nylonfasergeflecht besteht, auf das mit synthetischem Harz Schleifkorn aufgebracht wird. So entsteht ein sehr flexibles, nachgebendes und extrem offenes Schleifmittel. Der dreidimensionale Aufbau sorgt zum einen dafür, dass sich das Vliesmaterial nicht zusetzt, zum anderen, dass ständig neues, frisches Korn freigesetzt wird. Beides zusammen sorgt für eine signifikant höhere Lebensdauer des Schleifmittels, sowie eine gleichmäßige, feine Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstückes. Typische Anwendungen sind das Reinigen, Finishen und Polieren aller Metalle, je nach Aufbau des Vliesmaterials sind aber auch leichte Entgratungsarbeiten möglich. Schleifvlies gibt es in den unterschiedlichsten Anwendungsformen: als Schleifband, Scheiben, Rollen, Hand-Pads, Walzen, Vliesstifte u.a.
Schmirgel
Gesteinsart, wurde früher als natürliches Schleifmittel verwendet. Heutzutage werden überwiegend künstlich hergestellte Schleifmittel verwendet (siehe auch Flint oder Granat).
Schnittgeschwindigkeit
Gibt die Geschwindigkeit an, mit der sich das Werkzeug (z.B. Schleifband, Trennscheibe, Schruppscheibe etc.) bewegt. Die Schnittgeschwindigkeit hat einen wesentlichen Einfluss auf den Abtrag  und die Oberfläche (je höher die Schnittgeschwindigkeit, desto höher der Abtrag und desto feiner die Oberfläche), aber auch auf die Standzeit des Werkzeuges, welches bei hoher Geschwindigkeit schneller verschleißt.
Schruppscheibe
Kunstharzgebundene, mit Glasfaserlagen verstärkte Schleifscheibe zum groben Bearbeiten / Schruppen überwiegend von Metall, seltener Stein.
Scotch-Brite
3M Bezeichnung für Schleifvlies; siehe Schleifvlies
Selbstschärfeffekt
Beim Schleifen mit bestimmten Kornarten (Zirkonkorund, Keramikkorn) baut sich das Schleifkorn so ab, das permanent neue scharfe Schneidkanten entstehen.
Shore
siehe Kontaktscheibe
Siliciumcarbid
Siliciumcarbid (SiC) ist ein sehr hartes, sprödes und scharfkantiges Schleifkorn, jedoch von geringer Zähigkeit. Hauptsächlich wird es zum Schleifen von Nichteisenmetallen, rostfreie Stählen, keramischen und mineralischen Werkstoffen, Glas, Porzellan, Marmor. sowie Leicht- und Buntmetallen benutzt.
Spitzenlos
Schleifverfahren, bei dem das Werkstück nicht eingespannt, sondern geführt und dabei von unten mittels einer Schiene gehalten wird. Siehe auch CenterlessSchliff
Standzeit
Der Zeitraum, in dem ein Werkzeug ohne Verschleißerscheinung arbeitet.
Stearat
Stearat ist eine zusätzliche Beschichtung, welches das Zusetzen des Schleifmittels (Schleifband, Scheibe) beim Schleifen von Kunststoff, Lack und anderen stark schmierenden Materialien verhindert.
Streuung
Bei Schleifmittel auf Unterlage wird das Korn per Streuung auf die jeweilige Unterlage aufgebracht. In der Regel geschieht dies per elektrostatischer Streuung, um die Kornspitzen aufzurichten und das Korn aggressiver zu machen. Lediglich bei den ganz groben Körnungen 12 und 16 erfolgt die Streuung per Schwerkraftstreuung. Im Feinkornbereich kann das Korn auch aufgeschlämmt werden. Dies führt zu einer feineren Oberfläche des Werkstücks. Man unterscheidet zwischen geschlossener, halboffener und offener Streuung. Bei der geschlossenen Streuung ist die Unterlage fast vollständig mit Schleifkorn belegt, was zu höherem Materialabtrag und längerer Standzeit führt. Die geschlossene Streuung wird vor allem in der Metallbearbeitung verwendet, wenn keine Gefahr des Zusetzens des Schleifmittels besteht. Bei der halboffenen Streuung ist die Unterlage zu etwa 70 – 80 % mit Schleifkorn belegt, sodass zwischen den Körnung Platz für den Abtransport von Spänen besteht. Das ist hilfreich beim Schleifen von Hartholz, Nichteisen-Metallen, Kunststoffen und Lacken. Bei der offenen Streuung wird die Unterlage zu etwa 50 – 70 % mit Schleifkorn belegt. Diese Streuung ist zur Bearbeitung von Nadelholz und anderen langspanenden, klebrigen oder weichen Stoffen zu wählen.
Stützteller
Stützteller sind Träger für Klett- und sonstige Schleifscheiben.
Superfinish
Spanabhebendes Fertigungsverfahren zur Erzielung feinster Oberflächen. Durch gleichzeitige Werkstückrotation und Werkzeugoszillation bewegt sich das einzelne Korn entlang einer Sinuslinie.
Technische Bürsten
Zum Entgraten, Entrosten und Reinigen verschiedener Werkstücke werden technische Bürsten eingesetzt. Anwendung finden die Topf-, Pinsel-, Kegel-, Rohr- und Handbürsten in sämtlichen Bereichen von Industrie und Handwerk.
Top Size
siehe schleifaktive Deckschicht
Topfbürsten
Topfbürsten sind ein universell, stirnseitiger Einsatz zum Reinigen, Entrosten, Entzundern und Entlacken sämtlicher Werkstücke. Sie sind für mittlere bis schwere Bürstarbeiten auf größeren Flächen zum Entgraten und Entrosten hervorragend geeignet. Anwendung finden Sie in der metallverarbeitenden Industrie.
Topfschleifscheibe
siehe Schleiftopf
Trägermaterial
Bei „Schleifmittel auf Unterlage“ gibt es je nach Einsatzzweck verschiedene Trägermaterialen. In der Regel sind dies Papier, Gewebe, Folie, Vulkanfiber oder Vlies.
Trennscheibe
Kunstharzgebundene, mit Schleifkorn und Füllstoffen versehene Scheibe zum Trennen diverser Materialien. Trennscheiben sind nicht zum flächigen Schleifen / Schruppen geeignet. Eingesetzt werden sie entweder auf Winkelschleifern oder, bei großen Abmessungen, auf stationären Maschinen.
Trizact
Trizact ist ein von 3M entwickeltes, strukturiertes Schleifmittel, überwiegend in Pyramiden oder Quaderform. Es handelt sich hierbei um ein Langzeitschleifmittel, bei dem auf einer exakt angeordneten, dreidimensionalen Struktur kleinste Mineralpartikel in Form einzelner Pyramiden (Quader) aufgebracht sind. Beim Schleifen werden bis zur Unterlage permanent neue Schleifpartikel freigesetzt. Dadurch ergibt sich im Vergleich zu herkömmlichen Schleifmitteln eine deutlich höhere Standzeit. Siehe auch Langzeitschleifmittel.
Unterlage
Bei Schleifmittel auf Unterlage gibt es überwiegend Papier, Gewebe-, Fiber- und Folienunterlagen. Diese unterscheiden sich durch ihre Reißfestigkeit und Widerstandsfähigkeit, aber auch durch ihren Preis. Papierunterlagen sind z.B. vergleichsweise günstig, aber nicht sehr reißfest und kommen daher bei Anwendungen mit nicht allzu hohen Belastungen zum Einsatz (Flächenschliff). Gewebeunterlagen dagegen sind deutlich reißfester und werden beim Abtrags- oder Kantenschliff eingesetzt. Je nach Anforderung gibt es leichte, flexible Baumwollunterlagen, steife, hochreißfeste Polyesterunterlagen oder ein Gemisch aus beiden. Fiber (Vulkanfiber) wiederum ist ein sehr stabiler, steifer und hochreißfester Verbundwerkstoff, der ausschließlich für Fiberscheiben genutzt wird. Folienunterlagen hingegen werden auf Grund ihres sehr dünnen, ebenen, aber doch reißfesten Polyesterfilms hauptsächlich für den Feinschliff, beispielsweise im Lackschliff, verwendet.
Vorschubgeschwindigkeit
Gibt die Geschwindigkeit an, mit der das zu bearbeitende Werkstück an das Schleifwerkzeug herangeführt wird.
Vulkanfiber
siehe Unterlage
Zirkokonrund
Zirkonkorund, ein Gemisch aus Zirkonoxid und Aluminiumoxid, ist weniger hart als Korund, dafür jedoch zäher. Beim Einsatz bauen sich die beiden Teile unterschiedlich schnell ab, sodass immer wieder neue Schneidkanten entstehen, der sogenannte Selbstschärfeffekt. Einsatzgebiete sind die Bearbeitung von Edelstahl, Baustahl,  im Grobkornbereich aber auch Holz und Leder.