Krückemeyer - Lexikon der Klebetechnik

Abbindezeit
Zeitspanne, innerhalb welcher die Klebung nach dem Fügen eine für die bestimmungsgemäße Beanspruchung erforderliche Festigkeit erreicht. Bei manchen Klebstoffen ist bis zur Weiterverarbeitung noch eine Nachbindezeit nötig, bis die Endfestigkeit erreicht ist. Nach dieser Zeit kann der Pressdruck aufgehoben werden.
Ablüften / Ablüftezeit
Abdampfen von Lösemitteln nach dem Einsatz von Reinigern und Primern.
Abrollkraft
Kraft, die benötigt wird, um das Klebeband von der Rolle zu ziehen. Die Annahme "Geringe Abrollkraft = geringe Klebekraft" ist falsch. Synthesekautschuk-Klebebänder haben eine geringe Abrollkraft, manuell sind sie mit geringem Kraftaufwand und maschinell ohne Vorabzug verarbeitbar
Acrylat-Klebstoff
Acrylat Klebstoffe sind synthetisch gewonnene Klebstoffe. Die vorteilhaften Eigenschaften von Acrylat-Klebstoffen, liegen in ihren hohen Alterungs- und Temperaturbeständigkeiten sowie ihren Unempfindlichkeiten gegen UV- Strahlung und Oxydation.
Activator
Diese Stoffe werden eingesetzt, um die endgültige Aushärtung von Reaktionsklebstoffen zu beschleunigen, oder aber um eine Aushärtung von Klebstoffen erst möglich zu machen.
Adhäsion
Adhäsion ist der Zustand einer Grenzflächenschicht, die sich zwischen zwei in Kontakt tretenden Teilen ausbildet. Die Adhäsionskraft wird auch als Anhangskraft bezeichnet. Sie zählt neben der Kohäsionskraft zu den Bindungskräften. Geht die Adhäsionskraft zwischen zwei Teilen verloren, tritt der so genannte Adhäsionsbruch ein. Adhäsion bei Klebebändern beschreibt die Verbindungskraft eines Klebebandes auf einem Haftuntergrund (Klebkraft). Die Klebkraft wird in (N/cm);(N/25mm) angegeben (Kraft pro Bandbreite)
Adhäsion bei Klebstoffen
Adhäsion auch Anhangskraft bezeichnet, ist der Zustand einer Grenzflächenschicht, die sich zwischen zwei in Kontakt tretenden kondensierten Phasen ausbildet – also zwischen Feststoffen und Flüssigkeiten mit vernachlässigbaren Dampfdruck. Im Bereich der Klebstoffe versteht man unter Adhäsion die Haftung von Klebschichten an den Fügeteiloberflächen.
Alterungsbeständigkeit
Zeitdauer, in der Klebebänder während der Lagerung ihre ursprünglichen Eigenschaften beibehalten
Anfangshaftung
Haltekraft des Klebstoffes oder des Klebebandes unmittelbar nach dem Verkleben.
Anfangsklebkraft (Tack)
Bezeichnet das Klebvermögen eines Klebebandes im ersten Moment des Kontaktes unter einem geringen Anpressdruck.
Anfassklebkraft
Die Anfassklebkraft gibt nur bedingt Auskunft über die Qualität eines Klebebands und die endgültige Klebkraft. Die wahrgenommene Klebkraft eines Klebebands beim Anfassen, auch Daumentest genannt.
Antennentauglichkeit
Beschreibt ob ein Klebstoff einen einwandfreien Empfang bei in Scheiben integrierten Antennen gewährleisten.
Applikation / Auftragen
Auftragen und Verteilen eines Klebstoffes auf die zu klebende Fläche. Das Auftragen kann auf eine Seite der beiden miteinander zu verklebenden Flächen (einseitiges Auftragen) oder auf beide Seiten der Klebeflächen (beidseitiges Auftragen) erfolgen.
Ausblühen
Als Ausblühen wird die meist weißliche Verfärbung der Fügeteiloberflächen unmittelbar neben der Klebestelle bezeichnet. Ausblüherscheinungen können bei Klebungen mit Cyanacrylat-Klebstoffen auftreten. Ausblüherscheinungen entstehen durch eine Kondensation von aus der Klebestelle freigesetzten Cyanacrylaten-Monomeren.
Aushärtebedingungen
Einflussgrößen, die für die Aushärtung von Reaktionsklebstoffen maßgebend sind, z. B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, UV-Strahlung usw.
Aushärten / Aushärtung
Vorgang, bei dem sich flüssige Klebstoffe in feste Stoffe verwandeln. Dabei verfestigt sich der Klebstoff einerseits mit den Fügeteilen (Adhäsion), als auch in sich (Kohäsion) durch Polymerisation.
Aushärtezeit
Zeitspanne, die zwischen dem Zusammenbringen der zu verklebenden Teile und der vollständigen Aushärtung des Klebstoffes liegt.
Austrennen
Herausschneiden des Autoglases aus dem Fahrzeug.
Basis oder Grundstoff
Klebstoffbestandteil, der die Eigenschaften des Klebstoffs wesentlich bestimmt.
Bedruckbarkeit
Bezeichnet die Fähigkeit eines Klebebands zur Aufnahme von Farbe, ohne sich nach dem Auf- und Abrollen optisch zu verändern.
Belastung
Kräfte, die auf eine Klebeverbindung einwirken führen zu unterschiedlichen Belastungen. Hierbei differenziert man zwischen Zugbeanspruchung, Zugscherbeanspruchung, Schälbeanspruchung und Druckbeanspruchung. In den meisten Fällen treten mehrere Beanspruchungen gleichzeitig auf.
Benetzung
Zweidimensionales Ausfließen eines flüssigen Klebstoffes. Der Grad der Benetzung einer festen Oberfläche lässt sich aus dem Radwinkel α zur Feststoffoberfläche hin ableiten.
Beschleuniger / Booster
Stoffe, welche die Aushärtezeit von Klebstoffen verkürzen bzw. beschleunigen.
Beständigkeit
Haltbarkeit gegenüber unterschiedlichen Umwelt- und/oder Medien-Einflüssen des Kleb- oder Dichtstoffes.
Bündelungsklebeband
Das Klebeband wird durch eine Vorbehandlung der Trägerfolie verstärkt. Dadurch wird eine verbesserte Reißkraft bei mittlerer Reißdehnung erreicht.
Butyl-Kleber
Butyl-Kleber zeichnen sich durch Ihre hohe Alterungsbeständigkeit und Eignung für langfristige Anwendung im Außenbewitterungsbereich aus. Ebenso weisen Sie eine hohe Beständigkeit gegenüber UV-Strahlung und Oxydation aus.
Clipse
Befestigungsteile bei der Ersatzverglasung.
Cyanacrylat-Klebstoffe
So genannte Sekundenkleber. Schnelle Reaktionsklebstoffe, deren Aushärtung durch Luftfeuchtigkeit aktiviert wird.
Daumentest
Die wahrgenommene Klebkraft eines Klebebands beim Anfassen wird auch Daumentest genannt. Die Anfassklebkraft gibt nur bedingt Auskunft über die Qualität eines Klebebands und die endgültige Klebkraft.
Dichtigkeit
Eigenschaft eines Materials durchdringenden Stoffen Widerstand zu leisten. Im Klebebandbereich ist die Dichtigkeit der Träger gegen Chemikalien, Feuchtigkeit und Gase von großer Bedeutung.
Dispersion
Flüssigkeit, in der die Grundstoffe und die übrigen Klebstoffbestandteile verteilt vorliegen.
Dispersionsklebstoff
Klebstoff, der sich durch Verdunsten des Wassers verfestigt.
Dosieren
Dosieren heißt, eine Stoffmenge nach Größe und zeitlicher Verteilung vorwählbar einem Produktions- oder Messvorgang zu- oder abzuführen.
Durchschlagsspannung
Der Widerstand, den ein Isoliermaterial fließendem Strom bis zum Durchschlag entgegensetzt. Die Durchschlagspannung wird in Volt gemessen.
Einkomponenten-Klebstoff
Klebstoffe, die in Ihrer Handelsform alle zum Kleben erforderlichen Bestandteile enthalten, werden als Einkomponenten-Klebstoffe bezeichnet.
Einreißfestigkeit
Beschreibt bei einem Klebeband die Festigkeit des Trägermaterials gegen das Einreißen quer zur Laufrichtung des Klebebands.
Einscheiben-Sicherheits-Glas / ESG
ESG ist ein thermisch vorgespanntes Glas und verfügt über hohen Widerstand gegen mechanische und thermische Belastungen.
Elastizität
Dehnbarkeit eines Klebstoffes
Elektrolytischer Korrosionsfaktor
Beschreibt die mögliche Korrosionswirkung eines Klebebandes auf ein anderes Material. Zur Messung des Faktors wird das Klebeband auf eine Kupferfolie geklebt. Tritt keinerlei Korrosion auf, erhält das Klebeband den Elektrolytischen Korrosionsfaktor 1. Bei der geringsten Korrosion erhält das Klebeband einen Korrosionsfaktor unter 1.0, der sich dann, je nach Umfang der festgestellten Korrosion, weiter vermindert.
Festigkeit
Beschreibt die Klebefestigkeit einer Verklebung.
Feststoffgehalt
Als Feststoffgehalt bezeichnet man den Anteil nichtflüchtiger Bestandteile in einem Klebstoff.
Filamentklebeband
Klebeband das durch eine zusätzliche Lage Filament verstärkt wurde. Es zeichnet sich durch eine hohe Reißkraft bei geringer Reißdehnung aus.
Fixieren
Festhalten der Fügeteile mit oder ohne Druck während des Aushärtevorgangs in der gewünschten Lage.
Flachkrepp
Flachkrepp ist ein Klebeband mit einem Papierträger. Der Papierträger ist in der Regel einseitig auf der Oberfläche lackiert oder imprägniert.
Flammpunkt
Niedrigste Temperatur, bei der sich aus einer Flüssigkeit Dämpfe in solcher Menge entwickeln, dass sie mit der über dem Flüssigkeitsspiegel stehenden Luft ein entflammbares Gemisch ergeben.
Fügen
Als Fügen bezeichnet man das Verbinden von festen Teilen, oder den Vorgang des Zusammenbringens von zu verklebenden Teilen.
Fügeteile
Feste Körper, die miteinander verbunden werden sollen, oder die miteinander verbunden sind.
Fügevorgang
Vorgang des Zusammenbringens von bereits mit Klebstoff benetzten Fügeteilen, wobei aus dem Klebstoff-Film eine Klebeschicht entsteht.
Füllstoff
Fester, nicht verdunstender und nicht klebender Bestandteil eines Klebstoffes, der die Eigenschaften des Klebstoffes beeinflusst.
Gefahrenklasse nach Verordnung brennbarer Flüssigkeiten / VbF
VbF regelt die Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten nach Gefahrenklasse (A1 – 3B). Die VbF ist Bestandteil der Arbeitsstoffverordnung, die Lagerung, Transport und Kennzeichnung regelt.
Geräuscharmes Abrollen
Acrylat- und Naturkautschuk-Klebebänder lassen sich in der Regel geräuschärmer abwickeln als Synthesekautschuk-Klebebänder. Eine spezielle Trennlackierung auf einigen Klebebandträgern ermöglicht ein leises Abrollen.
Grundformen der Belastung
Kräfte, die auf eine Klebeverbindung einwirken, führen zu einer Belastung. Man untescheidet: Zugbeanspruchung, Zugscherbeanspruchung, Schälbeanspruchung und Druckbeanspruchung. In der Praxis treten oft mehrere Beanspruchungen gleichzeitig auf.
Grundstoff oder Basis
Der Klebstoffbestandteil, der die Eigenschaften des Klebstoffs wesentlich bestimmt.
Haftung
Bindekräfte (Anziehungskräfte) an der Grenzfläche zwischen dem zu klebenden Werkstoff und dem Klebstoff. (Wird auch als Adhäsion bezeichnet). Das Maß der Haftung eines Klebebandes auf einem Verklebungsuntergrund wird in der Maßeinheit: Kraft pro Bandbreite (N/cm) angegeben.
Haftvermittler oder Primer
Chemische Komponenten in Reinigern, Aktivatoren und Klebstoffen, welche die Adhäsions- und Alterungseigenschaften von Klebverbindungen verbessern.
Handfestigkeit
Zeitangaben hinter dem Begriff der Handfestigkeit beziehen sich auf die Zeitspanne, die seit dem Fügevorgang vergeht, bis die Klebeverbindung handfest ist. Eine Klebeverbindung ist handfest, wenn eine Kraft von 0,1 N pro mm² (Anhaltspunkt) Klebefläche als Scherbeanspruchung wirken muss, um die Verbindung zu trennen.
Härter
Stoffe oder Gemisch von Stoffen, die dem Klebstoff zugesetzt bzw. beigemischt werden und die Härtung des Klebstoffs über eine chemische Reaktion bewirken.
Härtezeit
Zeitspanne vom Auftragen bzw. Mischen bis zur vollständigen Härtung des Klebstoffs. 3M Klebeband Tesa-Klebeband RK-Klebeband 3M Klebstoffe
Hautbildung
Bezeichnet die Reaktion der äußeren Klebstoffschicht nach dem Auftragen und somit die Zeitspanne die der Klebstoff für eine erste "Haut" benötigt. Danach ist in der Regel kein Fügen der Teile mehr möglich.
Hochkrepp
Kreppklebeband mit einem stark geleimten Papierträger.
Hotmelt-Klebstoff
Andere Bezeichnung für Synthesekautschuk-Klebstoff. Synthesekautschuk zeichnet sich durch eine hohe Anfangsklebkraft aus sowie eine gute klebkraft auf verschiedenen unpolaren Oberflächen (PP, PE) aber auch auf polaren Oberflächen. Nachteile liegen in der begrenzten Temperaturbeständigkeit sowie in der geringen Alterungsbeständigkeit
Isolierstoffklassen
Entsprechend ihrer Dauerhitzebelastbarkeit werden Klebebänder, die im Elektrobereich eingesetzt werden in Temperaturbereiche, auch Wärmeklassen genannt, von "Y" bis "C" eingeteilt. Klasse Y: Dauertemperaturbereich bis 95°C Klasse A: Dauertemperaturbereich bis 105°C Klasse E: Dauertemperaturbereich bis 120°C Klasse B: Dauertemperaturbereich bis 130°C Klasse F: Dauertemperaturbereich bis 155°C Klasse H: Dauertemperaturbereich bis 180°C Klasse C: Dauertemperaturbereich > 180°C
Isolierung
Die Abschirmung eines Gegenstandes gegen externe Stoffe oder Energien wie Feuchtigkeit, Kälte, Hitze, Staub, Gase, Schall oder elektrischem Strom.
Kaltverschweißung
Bezeichnet den Vorgang des schnellen Verklebens. Einige Klebstoffe insbesondere Butyl-Klebstoffe haben die Eigenschaft unmittelbar nach der Verklebung nicht mehr ablösbar zu kleben. 3M Klebeband Tesa-Klebeband RK-Klebeband 3M Klebstoffe
Katalysator
Stoff, der eine chemische Reaktion durch seine Anwesenheit auslöst oder beschleunigt, ohne selbst chemisch verändert zu werden.
Keramikband / Siebdruckrand
Als Keramikband oder Siebdruckrand bezeichnet man den schwarzen Rand beim Autoglas. Dieser wird als Klebeuntergrund genutzt, fungiert aber auch als UV-Schutz .
Kilopond / KP
Ist eine nicht SI-konforme Einheit des Gewichts. Sie ist seit dem 1. Januar 1978 in Deutschland für die Angabe der Kraft unzulässig und wurde durch das Newton ersetzt.
Kleb-Freizeit
Maximale Zeitspanne, die vom Ende des Mischens bei einem Zweikomponenten Klebstoff bis zum Zeitpunkt, an dem die Masse nicht mehr klebrig ist, vergehen kann.
Klebefestigkeit
Die Kraft, welche auf die Klebeschicht wirken muss, um eine Klebung unter Zug-, Druck-, Schäl- oder Scherbeanspruchung zu trennen.
Klebefläche
Mit Klebstoff zu benetzende Oberfläche eines Fügeteils.
Klebefuge
Raum zwischen zwei Werkstoffen, der mit Klebstoff auszufüllen ist.
Klebeschicht
Ausgehärteter oder noch nicht ausgehärteter Klebstoff zwischen den Fügeteilen.
Klebrigkeit
Als klebrig bezeichnet man insbesondere Oberflächen, die sich durch eine hohe Adhäsion auszeichnen. Klebrige Stoffe eignen sich in der Regel - aber nicht grundsätzlich - als Klebstoff. Um als Klebstoff zu dienen, müssen die Substanzen die zu verbindenden Teile benetzen und nach Kontakt abbinden. Neben einer hohen Adhäsion sollte sich ein Klebstoff ebenso mit einer hohen Kohäsion auszeichnen.
Klebspanne
Zeitraum, innerhalb der nach dem Auftragen des Klebstoffs auf die Fügeteile, die Verklebung vorgenommen werden kann. Nach Zeitablauf der Klebespanne ist keine Verklebung mit dem aufgetragenen Klebstoff mehr möglich.
Klebstoff
Nichtmetallischer Stoff, der Fügeteile durch Flächenhaftung und innere Festigkeit (Adhäsion und Kohäsion) untereinander verbinden kann.
Klebstoff-Film
Auf eine Klebefläche aufgetragener Klebstoff.
Kohäsion
Bei Klebstoffen oder Klebmassen bezeichnet Kohäsion die Kräfte, die den Zusammenhalt des Klebstoffs bewirken (Innere Festigkeit der Klebmasse). In der Anwendung bestimmt die Kohäsion die Haltekraft (Scherfestigkeit) und ist für Anwendungen relevant, sobald "trägerparallele" Belastungen auftreten.
Konsistenz
Äußerer physikalischer Zustand eine Stoffs (z.B. flüssig) Die stoffliche Konsistenz wird mit der Kohäsion, Kohärenz, Festigkeit und Viskosität beschrieben.
Konstruktionsklebstoff
Klebstoff, der durch chemische Reaktion abbindet und zu kräfteübertragenden Verbindungen führt.
Kontaktkorrosion
Kontaktkorrosion kann auftreten, wenn unterschiedlich edle Metalle in engem Kontakt sind wie beispielsweise Schraube aus Kupfer in einem Aluminiumblech in feuchter Umgebung; Edelstahlblech mit Stahlblech verschraubt. Voraussetzung für diesen Prozess ist ein korrosives Medium zwischen den beiden Metallen, etwa Wasser oder Seewasser. Es kann aber schon die normale Luftfeuchtigkeit ausreichen. Bei kleinen Teilen (wie Schrauben) tritt das Phänomen kaum auf; es lässt sich durch isolierende Trennmittel wie Fett weiter eingrenzen.
Kontaktverklebung
Klebverfahren, bei dem der Klebstoff auf beide Werkstoffoberflächen aufgetragen wird. Nachdem die Lösemittel vollständig verdunstet sind werden die Fügeteile unter Druck zusammengefügt. Vorteil der Kontaktverklebung: Es wird eine sofortige Anfangsfestigkeit beider Werkstoffe erreicht.
Korrosion
Bezeichnet die Reaktion eines metallischen Werkstoffes mit seiner Umgebung, die eine Veränderung des Werkstoffes bewirkt und zu einer Beeinträchtigung der Funktion eines metallischen Bauteils oder eines ganzen Systems führen kann. Die Korrosion beginnt zunächst auf der Oberfläche und führt schließlich zur völligen Zerstörung fester Materialien aufgrund der Einwirkung von Gasen, Säuren und Laugen.
Korrosionsfaktor
Beschreibt die mögliche Korrosionswirkung eines Klebebandes auf ein anderes Material. Der Korrosionsfaktor wird gemessen, indem ein Klebeband auf eine Kupferfolie geklebt wird.Tritt nach widerentfernen keine Korrosion bei der Kupferfolie auf, erhält das Klebeband den Elektrolytischen Korrosionsfaktor 1,0 . Tritt Korrosion bei der Kupferfolie auf, wird je nach Intensivität der Korrosion, der Korrosionsfaktor des Klebebands unter 1,0 liegen
Kraftliner
Kraftliner ist eine Papierart. Sie hat einen hohen Anteil neuwertiger Papierfasern und nur einen geringen Recyclinganteil. Kraftliner wird als Deckschicht von Well- oder Vollpappe verwendet. Kartonage aus Kraftliner hat eine hohe Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit.
Lagerbeständigkeit
Zeitspanne zwischen der Herstellung eines Klebstoffes oder eines Klebebandes und dem Zeitpunkt, bis zu dem diese unter Einhaltung bestimmter Lagerbedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit usw.) verarbeitbar sind. 3M Klebeband Tesa-Klebeband RK-Klebeband 3M Klebstoffe
Lagerdauer/ Lagerfähigkeit verschiedener Klebstoffe
Dispersionsacrylate bis zu 1 Jahr Reinacrylate bis zu 2 Jahren Modifizierte Acrylate (häufig) bis zu 1 Jahr Lösemittelkautschuke (häufig) bis zu 1 Jahr Naturkautschuke bis zu 1/2 Jahr Die Zeit, in der ein Klebstoff im verschlossenen Gebinde bei der angegebenen Lagertemperatur (in der Regel übliche Raumtemperatur um die +20°C) gelagert werden kann. Üblicherweise geht man hier von Mindesthaltbarkeitszeiten aus, häufig können Klebstoffe auch eine längere Zeit unter ordnungsgemäßen Bedingungen gelagert werden. Gering überschrittene Lagerzeiten bedeuten nicht zwingend die Unbrauchbarkeit eines Klebstoffes, eine Probeverklebung gibt im Zweifel Aufschluss. Silikonhaftstoffe bis zu 2 Jahren
Lagerung
Bei der Lagerung von Klebebändern ist zu beachten, dass die Bänder dunkel und bei einer Temperatur von ca. 18°C gelagert werden. Die meisten Klebebänder besitzen eine gute Alterungsbeständigkeit, so dass der Zeitfaktor eine geringere Rolle spielt. Bei der Lagerung von Klebstoffen ist zu beachten, dass die Temperatur von 20°C nicht überschritten wird. Die Gebinde sollten verschlossen sein und keinem UV-Licht ausgesetzt sein. Überprüfen Sie die Mindesthaltbarkeitszeit, die in der Regel auf dem Gebinde angegeben wird.
Leime
Der Begriff Leim wird in den Bereichen Holz- und Papierverarbeitung im Sprachgebrauch auch anstelle des Wortes Klebstoff verwendet. Leime, Latex, Dispersionen enthalten Wasser. Diese Produkte können nur freigesetzt werden, wenn mindestens ein Wekstoff saugfähig bzw. durchlässig ist, damit sich die Wasserbestandteile verflüchtigen können. Die Wasseraufnahme erfolgt vom Werkstoff oder von der Umgebungsluft (Ausnahme: wässrige Kontaktklebstoffe). Diese Klebstoffflächen müssen erst vollständig ablüften, bevor sie zusammengefügt werden.
Liner
Als Liner bezeichnet man die Trennlage zwischen einzelnen Klebe-bandlagen. Folgende Trennmaterialien werden in der Regel verwendet. Gekrepptes silikonisiertes Papier, gekreppte silikonisierte Folie, geprägte silkonisierte Folie haben eine geringe Auflagefläche, sind dadurch leicht lösbar, sehr flexibel; die sich auf den Kleber übertragende Struktur vermeidet beim Aufbringen von Klischeeklebebändern Lufteinschlüsse. Silikonisiertes Papier dient haupsächlich als Trennmittel für beidseitig klebende Bänder mit den Eigenschaften glatt und feuchtigkeitsabweisend. Silikonisierte Folie als Trennmittel für beidseitig klebende Bänder: glatt, feuchtigkeitsabweisend, sehr flexibel und belastbar, z.B. für die automatische Verarbeitung. Geprägte Folie, nicht silikonisiert wird verwendet, wo silikonisierte Materialien nicht eingesetzt werden dürfen. Geringe Auflagefläche, daher leicht ablösbar.
Lösemittel
Organische Flüssigkeit, die die Grundstoffe und übrigen löslichen Klebstoffbestandteile ohne chemische Veränderung löst.
Lösemittelklebstoff
Klebstoff, der sich durch Verdunsten des Lösemittels verfestigt.
Materialdicke
Die Materialdicke eines Klebebandes ergibt sich aus der Dicke des Trägers und der Klebmasse sowie dem Haftvermittler und der Rückseitenlackierung.
Maximale Arbeitsplatz-Konzentration / MAK-Wert
Der MAK-Wert gibt die höchstzulässige Konzentration eines Arbeitsstoffes in der Luft an, die nach dem gegenwärtigen Stand der Kenntnis auch bei wiederholter und langfristiger Einwirkung im Allgemeinen die Gesundheit der Beschäftigten nicht beeinträchtigt. Die Angaben in der MAK-Liste werden in ppm (parts per million) ausgedrückt. [Zulässige Menge eines Stoffes in cm³ pro 1 m³ Luft].
Mehrkomponenten-Klebstoff
Bei diesen Klebstoffen liegen die reaktionsfähigen Komponenten getrennt vor und müssen vor dem Auftragen gemischt werden. Nach dem Vermischen der Komponenten ist der Klebstoff nur für eine bestimmte Topfzeit verwendbar. Bei einer neuen Generation von Zweikomponenten-Klebstoffen werden die beiden Komponenten, Klebstoff und Härter nicht gemischt, sondern lediglich getrennt auf die zu verklebenden Oberflächen aufgetragen. Die beim Fügevorgang entstehende Vermischung der Komponenten bewirkt dann die Polymerisation des Klebstoffes.
Mindesthaltbarkeit
Zeitraum in denen die Materialeigenschaften von Produkten bei Einhaltung der jeweiligen Lagerbedingungen, in vollem Umfang gewährleistet sind.
Mindesthärtezeit
Ist die Zeitspanne, in der die verklebten Teile unter Fixierdruck bleiben müssen, bevor eine Weiterverarbeitung möglich ist.
Mü / µ
Buchstabe des Griechischen Alphabets. 1µ = 1tausendstel Millimeter (0.001mm).
Nassklebung
Klebung mit einseitigem oder beidseitigem Klebstoffauftrag, bei der die Fügeteile sofort nach Klebstoffauftrag zusammengefügt werden. Die Festigkeit nimmt mit fortschreitender Lösemittelverdunstung bzw. chemischer Reaktion zu.
Natur- und Synthesekautschuk-Klebstoffe
Diese Klebstoffe zeichnen sich durch eine hohe Anfangsklebkraft sowie durch eine gute Klebkraft auf polaren und unpolaren Untergründen aus. Nachteile liegen in der niedrigen Temperaturbeständigkeit und geringen Alterungsbeständigkeit.
Naturkautschuk-Klebstoff
Klebstoff bei dem natürliche Rohstoffe in Chemikalien aufgelöst werden. Diese Klebstoffe zeichnen sich durch eine hohe Anfangsklebkraft sowie durch eine gute Klebkraft auf polaren und unpolaren Untergründen aus. Nachteile liegen in der niedrigen Temperaturbeständigkeit sowie der geringen Alterungsbeständigkeit.
Newton / N
Newton ist die Einheit der Kraft. 1N = 1kg*m/s. Ein Newton ist somit die Kraft, die benötigt wird, um einen ruhenden Körper der Masse 1kg innerhalb von einer Sekunde gleichförmig auf die Geschwindigkeit 1m/s zu beschleunigen.
Nicht leitend
In der Autoindustrie wird ein Klebstoff als "nicht leitend" eingestuft, wenn der elektrische Widerstand nach DIN 53482 bei Aluminium-Karosserien > 108 Ocm und bei Magnesium-Karosserien > 109 Ocm ist.
Oberflächenvorbehandlung
Behandlung von Werkstoffoberflächen, um diese für die Klebtechnik reproduzierbar und definiert zu gestalten sowie die Haftung des Klebstoffs zu optimieren. Dafür stehen mechanische, nasschemische, trockenchemische und hochenergetische Verfahren zur Verfügung.
Offene-Zeit-Klebung
Klebung mit beidseitigem Klebstoffauftrag, bei der die Fügeteile zusammengefügt werden, wenn die Lösemittel so weit verdunstet sind (offene Zeit), dass die Klebschicht eine bestimmte Klebrigkeit aufweist (Knöcheltest). Gute Anfangsfestigkeit, die mit dem Verdunsten, z. B. der restlichen Lösemittelanteile zunimmt.
Offenzeit
Zeitspanne zwischen dem Auftragen des Klebstoffes bzw. Aktivators und dem Fügen der zu verbindenden Teile.
Opak
Opak ist das Maß für die Lichtundurchlässigkeit von Stoffen. Das ist insbesondere wichtig bei UV beständigen Klebebändern.
Over-spray
Sprenkel oder Fäden, die neben der eigentlichen Dichtnaht bei der Verarbeitung von spritzbaren Dichtmassen entstehen können.
Passive Materialien
Werkstoffe, die den Aushärtevorgang von anaerob aushärtenden Klebstoffen nicht unterstützen, z. B. Edelstahl, verschiedene Aluminiumlegierungen, Edelmetalle und Nicht-Metalle.
Plastische Dichtung
Nicht aushärtender Dichtstoff, der seine Grundeigenschaften beibehält. Plastische Dichtungen lassen sich auch nach dem Einbau verformen und sind ohne Werkzeug demontierbar.
Polyesterfilm / PET-Film
Polyesterfilm zeichnet sich durch eine sehr hohe Reiß, Einreiß- und Abriebfestigkeit aus. Außerdem ist Polyester äußerst beständig gegen hohe Temperaturen, Laugen, Öle, Säuren und zahlreiche Lösungsmittel.
Polyethylen / PE
Klebebänder mit Trägerfolien aus Polyethylen zeichnen sich durch eine hohe Dehnbarkeit bei geringer Reißfestigkeit aus. Polyethylen ist geeignet zum Einsatz bei moderaten Temperaturen und weißt eine sehr geringe UV-Beständigkeit aus . Dem Tageslicht ausgesetzt, verrottet Polyethylen von selbst ohne Rückstände zu hinterlassen.
Polyiamid-Film
Polymer-Film weißt eine extrem hohe Hitzebeständigkeit auf und ist zugleich extrem reißfest. Polyiamidbänder werden häufig in der Elektroindustrie zum Einsatz gebracht.
Polymerisation
Bei der Polymerisation bilden sich Ketten von Klebstoffmolekülen. Sie verflechten sich ineinander und stellen dadurch die Verbindung zwischen den beiden zu verklebenden Flächen her. Die Polymerisation bestimmt die innere Festigkeit (Kohäsion) des ausgehärteten Klebstoffes.
Polypropylenfilmen / PP-Film
PP-Filme sind allerdings sehr empfindlich gegen UV.-Strahlung. Im Freien verrotten PP-Filme ohne Spuren zu hinterlassen. Polypropylenfilme werden sehr häufig als Verpackungsbänder hergestellt. PP-Filme sind beständig gegen Säuren, Laugen und Lösungsmittel. Sie weißen eine hohe Elastizität, Reißfestigkeit und Feuchtigkeitsbeständig-keit auf.
Polyurethan-Kunststoff / PU
Als Trägermaterial in Form von PU-Schaum spielt dieser Kunststoff eine große Rolle. Außerdem werden auch PU-Filme sowie Folien von extremer Dehn- und Reißfähigkeit hergestellt. PU-Schaum dient als Träger beispielsweise für Spiegelklebeband.
Primer oder Haftvermittler
Wird zur Oberflächenvorbehandlung von schwer verklebbaren Werkstoffen verwendet.
Primer–schwarz
Schwarz pigmentierter Primer als Voranstrich für diverse Untergründe, aber speziell für die Direktverglasung.
PVC - Folie
Grundsätzlich besitzen PVC-Folien eine hohe UV-Stabilität. Klebebänder mit Trägern aus PVC-Folien werden darum häufig im Außenbereich eingesetzt. Vielfach dienen PVC-Folien als Trägermaterial für Klebebänder. Im Verpackungsbereich setzt man in der Regel Hart-PVC-Folien ein. Sie sind sehr reißfest und gut bedruckbar. Polyvinylclorid (PVC) ist ein Kunststoff. PVC ist hart und Spröde und wird erst durch den Zusatz von Weichmachern und Stabilisatoren Weich und Formbar und damit für technische Anwendungen einsetzbar gemacht. Weich PVC- Folien werden hauptsächlich im Isolierbereich eingesetzt, da sie sich durch eine hohe Flexbilität und gute Schmiegsamkeit auszeichnen.
Raumgewicht
Das Raumgewicht (Rg) ist das Materialgewicht eines Kubikmeters (m ²). Es wird in kg/m ² angegeben. Das Raumgewicht ist wichtig zur Bestimmung von Schäumen. Das Raumgewicht beschreibt die Dichte eines porösen Festkörpers basierend auf dem Volumen einschließlich der Porenräume.
Reaktion
Eine Reaktion beschreibt in der Chemie einen Vorgang, bei dem chemische Verbindungen aus anderen chemischen Verbindungen entstehen. In der Klebetechnik wird mittels chemischer Reaktion die Aushärtung des Klebstoffs bewirkt.
Reaktionsklebstoff
Klebstoff, dessen Aushärtung auf einer chemischen Reaktion basiert. Durch die Reaktion entstehen großmolekulare, vernetzte Kunststoffe von hoher Festigkeit. Man unterscheidet zwischen Einkomponenten-Klebstoffen und Mehrkomponenten-Klebstoffen.
Reaktivierung
a) Lösemittelreaktivierung: Der trockene Klebstoff wird nach dem Anfeuchten mit einem geeigneten Lösemittel wieder klebrig. b) Hitzereaktivierung: Der trockene Klebstoff wird unmittelbar vor der Klebung durch Wärme aktiviert.
Reißdehnung
Gibt an, um wie viel Prozent ein Klebeband gedehnt werden kann, bevor es reißt. Wird immer im Zusammenhang mit der Reißkraft ermittelt.
Reißfestigkeit/ Reißkraft
Gibt an, bei welcher Kraftbeanspruchung ein Klebeband reißt, also die Zugkraft im Augenblick des Reißens. Sie wird auf die Bandbreite bezogen und daher in Newton pro cm Bandbreite (N/cm) angegeben. Erreicht die Zugkraft des Materials ihr Maximum, so spricht man von der Höchstzugkraft.
Reißgeschwindigkeit
Probekörper werden in der Prüfmaschine einer Belastung unterzogen. Die Geschwindigkeit mit der die zerstörende Prüfung vorgenommen wird, heißt Reißgeschwindigkeit.
Reißkraft
Gibt an, bei welcher Kraftbeanspruchung ein Klebeband reißt, also die Zugkraft im Augenblick des Reißens. Sie wird auf die Bandbreite bezogen und daher in Newton pro cm Bandbreite (N/cm) angegeben. Erreicht die Zugkraft des Materials ihr Maximum, so spricht man von der Höchstzugkraft.
Restkleber
Klebstoff-Rückstände nach dem Entfernen einer Klebeverbindung. 3M Klebeband Tesa-Klebeband RK-Klebeband 3M Klebstoffe
Rezyklierbarkeit
Das Verhalten einer Kartonverschlussmethode im Papier- Recyclingprozess und sein Einfluss auf die Qualität des recycelten Papiers. Gerade im Verpackungsbereich spielt die Kartonqualität eine wesentliche Rolle. Neuwertige Papierfasern bilden eine optimale Oberfläche zum Verkleben. Kartons aus Recycling-Papier bilden häufig eine kritische Oberfläche zum Verkleben.
Rückstellvermögen
Die Tendenz eines flexiblen Trägers, die ursprünglichen Maße ganz oder teilweise wieder anzunehmen, nachdem die Kräfte aufgehoben wurden, welche die Ausdehnung oder Verformung verursacht haben. Besonders zu beachten bei PP-Folienträgern und bei Dichtstoffen.
Schälfestigkeit
Widerstandsfähigkeit der Klebeverbindung gegen Kräfte, die ausschließlich auf einen schmalen Randbereich am Ende der Klebeverbindung einwirken und dadurch zu Spannungsspitzen führen.
Schälkraft
Die Kraft, die benötigt wird, um ein Klebeband von einer definierten Testoberfläche abzuziehen. Das Klebeband wird mit 180° abgezogen und die Kraft in N/cm gemessen.
Schälwiderstand
Das Drehmoment, das erforderlich ist, um Kleber und Fügeteil in einem Schälversuch mit Klettertrommel (ASTM D-1781) zu trennen. Der Schälwiderstand dient als Maß für die Festigkeit einer Klebebindung.
Scheibenklebstoff
Ein speziell für die Direktverglasung entwickelter Klebstoff.
Scherfestigkeit
Die Fähigkeit eines Klebebandes, nicht zu rutschen oder abzuscheren. Bei der Prüfung wird das Klebeband auf ein Gegenmaterial geklebt und paralell in seiner Verklebungsebene belastet.
Schichtdicke
Schichtstärke des Klebstoffs nach dem Fügen.
Schmelzklebstoff
Klebstoff, der fest und lösemittelfrei ist, der in der Schmelze aufgetragen wird und sich anschließend durch Abkühlung verfestigt.
Schmelzklebstoff reaktiv
Klebstoff, der fest und lösemittelfrei ist sowie in der Schmelze aufgetragen wird. Hinzu kommt, dass diese Form der Schmelzklebstoffe feuchtigkeitsvernetzt sind und eine strukturelle Festigkeit aufweisen.
Schubmodul
Beschreibt die entstehende Gegenkraft, die entsteht, wenn geklebte Teile auseinader gezogen werden. In der Regel 10 - 20 % Dehnung.
Siebdruckrand / Keramikband
Als Siebdruckrand wird der schwarze Rand beim Autoglas bezeichnet. Er dient als Klebeuntergrund, optischer Sichtschutz und UV-Schutz.
Silicon-Klebstoff
Silikon-Klebstoff besteht aus synthetischen Polymeren mit gummiähnlichen Eigenschaften (Elastomeren). Silkonklebstoffe weisen eine sehr hohe Temperaturbeständigkeit und eine extreme Kältebeständigkeit auf. Silikonklebstoffe haften als einzige auf silikonisierten Folien und Papieren.
Silikonisieren
Silikonverbindungen sind nichtmetallisch und werden in Lösungsmitteln, aber auch in Dispersionen gelöst. In diesem gelösten Zustand werden Sie dann auf Folie, Papier und Filme aufgebracht und anschließend unter hohem Druck vernetzt. Silikonisierte Oberflächen sind sehr glatt und rutschig, daher finden herkömmliche Klebstoffe auf Silikon keinen Halt. Für silikonisierte Oberflächen benötigt man einen speziellen Silikonklebstoff.
Solvent-Klebstoff
Anderer Name für Naturkautschuk-Klebstoff.
Spezifisches Gewicht
Verhältniszahl, die das Gewicht pro Volumeneinheit eines Stoffs im Vergleich zu Wasser angibt.
Spleiße
Spleiß bedeutet soviel wie, Klebe- oder Flickstelle. Spleiße werden in der Folien, Papier- und Pappindustrie zur Endlosmachung von Papier- oder Folienbahnen verwendet.
Standfestigkeit
Die Standfestigkeit eines Klebstoffes bezeichnet man auch als Viskosität. Diese wird in der Regel in Messzahlen angegeben und sagt etwas über die Zähigkeit und den inneren Widerstand einer Flüssigkeit aus. a.) niederviskos = dünnflüssig b.) hochviskos = dickflüssig
Synthesekautschuk-Kebstoff
Synthesekautschuk-Klebstoffe sind industriell hergestellte Klebstoffe. Sie zeichnen sich durch eine hohe Anfangsklebkraft und eine gute Klebkraft auf verschiedenen unpolaren Oberflächen (PP,PE) sowie auf polaren Untergründen aus. Nachteile liegen in der geringen Temperatur- und Alterungsbeständigkeit.
Teleskopieren
Trichterförmiges herausschieben eines Klebebands, hervorgerufen durch starken inneren Druck. Das Band schiebt sich deshalb seitlich heraus, da es durch die oben liegenden Klebebandschichten nicht nach oben und durch den festen Kern nicht nach unten ausweichen kann.
Temperatur-Einsatzbereich
Temperaturbereich, in dem die ausgehärtete Klebschicht Dauerbelastungen standhält. Die Höhe der möglichen Belastung ist abhängig von der Temperatur.
Thixotropie
Mit Thixotropie bezeichnet man die Erscheinung, dass die Viskosität einer Substanz abnimmt, unter der zeitlichen Einwirkung einer Scherbeanspruchung (z. B. Rühren / statisches Mischrohr). Nach einiger Zeit der Ruhe nehmen diese Substanzen ihre ursprüngliche Viskosität wieder an, sie regenerieren sich.
Topfzeit
Zeitspanne, in welcher z. B. ein Mehrkomponentenklebstoff verwendbar ist.
Träger
Bezeichnet bei einem Klebeband das Material, auf dem der Klebstoff aufgetragen wird.
Trägerfilmdicke
Maßangabe zur Dicke des Trägerfilms bei Klebebändern.
Trennlage
Als Liner bezeichnet man die Trennlage zwischen einzelnen Klebe-bandlagen. Folgende Trennmaterialien werden in der Regel verwendet. Gekrepptes silikonisiertes Papier, gekreppte silikonisierte Folie, geprägte silkonisierte Folie haben eine geringe Auflagefläche, sind dadurch leicht lösbar, sehr flexibel; die sich auf den Kleber übertragende Struktur vermeidet beim Aufbringen von Klischeeklebebändern Lufteinschlüsse. Silikonisiertes Papier dient haupsächlich als Trennmittel für beidseitig klebende Bänder mit den Eigenschaften glatt und feuchtigkeitsabweisend. Silikonisierte Folie als Trennmittel für beidseitig klebende Bänder: glatt, feuchtigkeitsabweisend, sehr flexibel und belastbar, z.B. für die automatische Verarbeitung. Geprägte Folie, nicht silikonisiert wird verwendet, wo silikonisierte Materialien nicht eingesetzt werden dürfen. Geringe Auflagefläche, daher leicht ablösbar.
UV - Strahlung
Direkte Sonneneinstrahlung oder Außenbewitterung sind unbedingt zu vermeiden. Weitgehende Beständigkeit gegen UV-Strahlung weisen Acryl- und Butyl-Klebebänder auf. Kautschuk- und Heißschmelzkleber sind in der Regel sehr anfällig gegen UV-Strahlung, welche den Klebstoff im Extremfall sogar in Minuten zerstören kann. Klebebänder mit diesen Klebstoffen müssen daher immer dunkel gelagert werden.
Verarbeitungszeit
Zeitspanne in der ein Klebstoff verarbeitet werden kann.
Verbundmaterial oder Laminat
Unterschiedliche Träger werden unlösbar miteinander verbunden (laminiert).
Vernetzung
Die Vernetzung von Klebstoffen soll die Adhäsion und Kohäsion steuern um damit die Resistenz der Klebstoffe gegenüber chemischen und thermischen Einflüssen erhöhen.
Viskosität
Die Viskosität ist immer in Messzahlen angegeben und sagt etwas über die Zähigkeit und den inneren Widerstand einer Flüssigkeit aus. b.) hochviskos = dickflüssig a.) niederviskos = dünnflüssig
Wärmefestigkeit
Grundformen der Belastungen unter zusätzlicher Einwirkung von Temperaturen.
Wärmehärtend
Besondere Eigenschaft eines Klebstoffs. Durch Hitzeeinwirkung nimmt die Härte und die Klebkraft bei wärmehärtenden Klebstoffen zu.
Wegfahrzeit
Zeit nach der Direktverglasung, die verstreichen muss, bis eine ausreichende Festigkeit des Klebstoffes die volle Funktionalität gewährleistet.
Weichmacher
Substanzen, die Kunststoffen beigegeben werden, um u.a. eine verringerte Härte bzw. erhöhtes Formänderungsvermögen zu erzielen.
Weichmacherwanderung
Übergang von Weichmachern, z. B. aus Kunststoffen, in angrenzende Klebstoffschichten. Folge: Versprödung des Kunststoffs und Änderung der Eigenschaften im Klebstoff.
Werkstattzeit
Zeitspanne, die ein gekühlt zu lagernder Klebstoff maximal unter Werkstattbedingungen (20-25°C) verarbeitbar bleibt, ohne seine Eigenschaften zu verlieren. Klebstoff, der sich durch Verdunsten des Lösemittels verfestigt.
Zugfestigkeit
Kräfte, die auf eine Klebeverbindung einwirken. Bei der Zugfestigkeit werden die Fügeteile bis zum Bruch mit senkrecht angreifender Kraft auseinander gezogen.
Zugscherfestigkeit
Fügeteile, bzw. Klebstoff, werden bis zum Bruch parallel zur Kleberaupe auseinander gezogen.