Krückemeyer Lexikon Klebetechnik und Schleiftechnik

Abbindezeit
Zeitspanne, innerhalb welcher die Klebung nach dem Fügen eine für die bestimmungsgemäße Beanspruchung erforderliche Festigkeit erreicht. Bei manchen Klebstoffen ist bis zur Weiterverarbeitung noch eine Nachbindezeit nötig, bis die Endfestigkeit erreicht ist. Nach dieser Zeit kann der Pressdruck aufgehoben werden.
Ablüften / Ablüftezeit
Abdampfen von Lösemitteln nach dem Einsatz von Reinigern und Primern.
Abrasiv
(Material-)abtragend durch mechanische Einwirkung eines speziellen Schleifmittels.
Abrichten
Unter Abrichten versteht man das Aufbereiten / Wiederherrichten von Schleifscheiben vor der ersten Bearbeitung oder nachdem sie durch Verschleiß unbrauchbar wurden.
Abrollkraft
Kraft, die benötigt wird, um das Klebeband von der Rolle zu ziehen. Die Annahme "Geringe Abrollkraft = geringe Klebekraft" ist falsch. Synthesekautschuk-Klebebänder haben eine geringe Abrollkraft, manuell sind sie mit geringem Kraftaufwand und maschinell ohne Vorabzug verarbeitbar
Acrylat-Klebstoff
Acrylat Klebstoffe sind synthetisch gewonnene Klebstoffe. Die vorteilhaften Eigenschaften von Acrylat-Klebstoffen, liegen in ihren hohen Alterungs- und Temperaturbeständigkeiten sowie ihren Unempfindlichkeiten gegen UV- Strahlung und Oxydation.
Actirox
Actirox ist ein von VSM neu entwickeltes, selbstschärfendes Keramikkorn. Ähnlich wie bei 3M Cubitron-2 handelt es sich um ein geometrisch geformtes Schleifkorn.
Activator
Diese Stoffe werden eingesetzt, um die endgültige Aushärtung von Reaktionsklebstoffen zu beschleunigen, oder aber um eine Aushärtung von Klebstoffen erst möglich zu machen.
Adhäsion
Adhäsion ist der Zustand einer Grenzflächenschicht, die sich zwischen zwei in Kontakt tretenden Teilen ausbildet. Die Adhäsionskraft wird auch als Anhangskraft bezeichnet. Sie zählt neben der Kohäsionskraft zu den Bindungskräften. Geht die Adhäsionskraft zwischen zwei Teilen verloren, tritt der so genannte Adhäsionsbruch ein. Adhäsion bei Klebebändern beschreibt die Verbindungskraft eines Klebebandes auf einem Haftuntergrund (Klebkraft). Die Klebkraft wird in (N/cm);(N/25mm) angegeben (Kraft pro Bandbreite)
Adhäsion bei Klebstoffen
Adhäsion auch Anhangskraft bezeichnet, ist der Zustand einer Grenzflächenschicht, die sich zwischen zwei in Kontakt tretenden kondensierten Phasen ausbildet – also zwischen Feststoffen und Flüssigkeiten mit vernachlässigbaren Dampfdruck. Im Bereich der Klebstoffe versteht man unter Adhäsion die Haftung von Klebschichten an den Fügeteiloberflächen.
Agglomerat
Zusammenballung mehrerer Schleifkörner gleicher Korngröße. Dadurch, dass sich die einzelnen Körner des so entstandenen Kompaktkorns (= Agglomerat) nach und nach freisetzen, erhöht sich die Standzeit um ein Vielfaches. Man spricht daher auch von Langzeitschleifmitteln. In der Regel wird für die Agglomerate Korund oder Silizium-Korn verwendet. Typische Anwendungen sind der Centerless-Schliff (spitzenlos Rundschleifen) von Rohren, aber auch der Flächenschliff von Blechen, Tafeln, Coils u.ä.. Nicht geeignet für den Kantenschliff.
Aggressivität
Schnittfreudigkeit eines Werkzeuges bzw. dessen Schneid-/Schleifleistung pro Zeiteinheit. Die Aggressivität ist u.a. abhängig vom verwendeten Korn und dessen Einbindung.
Alterungsbeständigkeit
Zeitdauer, in der Klebebänder während der Lagerung ihre ursprünglichen Eigenschaften beibehalten
Anfangshaftung
Haltekraft des Klebstoffes oder des Klebebandes unmittelbar nach dem Verkleben.
Anfangsklebkraft (Tack)
Bezeichnet das Klebvermögen eines Klebebandes im ersten Moment des Kontaktes unter einem geringen Anpressdruck.
Anfassklebkraft
Die Anfassklebkraft gibt nur bedingt Auskunft über die Qualität eines Klebebands und die endgültige Klebkraft. Die wahrgenommene Klebkraft eines Klebebands beim Anfassen, auch Daumentest genannt.
Anpressdruck
Der Anpressdruck beeinflusst bei Schleifarbeiten wesentlich die Standzeit des Werkzeugs und das Schleifergebnis. Der optimale Anpressdruck ist abhängig von mehreren Faktoren, wie beispielsweise dem Werkstoff des zu bearbeitenden Werkstücks, der Art des Werkzeuges u.a.
Antennentauglichkeit
Beschreibt ob ein Klebstoff einen einwandfreien Empfang bei in Scheiben integrierten Antennen gewährleisten.
Antistatisch
Beim Schleifen nichtleitender Materialien, beispielsweise Holz, entsteht durch die Reibung elektrische Ladung, die bewirkt, dass elektrisch aufgeladener Schleifstaub auf dem Schleifmittel haften bleibt und dieses sehr schnell zusetzt. Eine antistatische Ausrüstung des Schleifmittels, z. B. durch Zugabe von elektrisch leitfähigen Zusatzstoffen wie Graphit in die Kunstharzbindung, verhindert dies wirkungsvoll.
Applikation / Auftragen
Auftragen und Verteilen eines Klebstoffes auf die zu klebende Fläche. Das Auftragen kann auf eine Seite der beiden miteinander zu verklebenden Flächen (einseitiges Auftragen) oder auf beide Seiten der Klebeflächen (beidseitiges Auftragen) erfolgen.
Ausblühen
Als Ausblühen wird die meist weißliche Verfärbung der Fügeteiloberflächen unmittelbar neben der Klebestelle bezeichnet. Ausblüherscheinungen können bei Klebungen mit Cyanacrylat-Klebstoffen auftreten. Ausblüherscheinungen entstehen durch eine Kondensation von aus der Klebestelle freigesetzten Cyanacrylaten-Monomeren.
Aushärtebedingungen
Einflussgrößen, die für die Aushärtung von Reaktionsklebstoffen maßgebend sind, z. B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, UV-Strahlung usw.
Aushärten / Aushärtung
Vorgang, bei dem sich flüssige Klebstoffe in feste Stoffe verwandeln. Dabei verfestigt sich der Klebstoff einerseits mit den Fügeteilen (Adhäsion), als auch in sich (Kohäsion) durch Polymerisation.
Aushärtezeit
Zeitspanne, die zwischen dem Zusammenbringen der zu verklebenden Teile und der vollständigen Aushärtung des Klebstoffes liegt.
Austrennen
Herausschneiden des Autoglases aus dem Fahrzeug.
Bandgeschwindigkeit
Die Bandgeschwindigkeit ist die Umlaufgeschwindigkeit des Schleifbandes. Sie beeinflusst wesentlich den Abtrag sowie Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstücks
Bandschliff
Unter Bandschliff versteht man die Bearbeitung von Werkstücken mittels Schleifbändern. Ziel kann z.B. der Materialabtrag oder die Erzielung einer gewünschten Oberfläche sein.
Bandverbindung
Um aus Rollenmaterial Schleifbänder zu fertigen, müssen zuerst Streifen mit der gewünschten Länge von der Rolle abgetrennt werden. Anschließend werden die beiden Enden dauerhaft miteinander verbunden. Üblicherweise unterscheidet man zwischen überlappend verklebtem Verschluss und folienhinterlegtem Verschluss. Beim Überlappend verklebtem Verschluss werden die beiden Bandenden übereinander gelegt und verpresst. Beim folienhinterlegtem Verschluss werden die Enden Stoß an Stoß aneinander gelegt und meist an der Rückseite, seltener an der Vorderseite mit einer dünnen, aber sehr reißfesten Folie miteinander verbunden. Innerhalb dieser beiden Arten gibt es noch diverse Variationsmöglichkeiten (Winkel des Verschlusses, Dicke der Folie, Korn an der Verschlussstelle abgeschliffen u.a.), abhängig vom jeweiligen Einsatzzweck des Schleifbandes.
Basis oder Grundstoff
Klebstoffbestandteil, der die Eigenschaften des Klebstoffs wesentlich bestimmt.
Baumwolle
siehe Unterlage
Bedruckbarkeit
Bezeichnet die Fähigkeit eines Klebebands zur Aufnahme von Farbe, ohne sich nach dem Auf- und Abrollen optisch zu verändern.
Belastung
Kräfte, die auf eine Klebeverbindung einwirken führen zu unterschiedlichen Belastungen. Hierbei differenziert man zwischen Zugbeanspruchung, Zugscherbeanspruchung, Schälbeanspruchung und Druckbeanspruchung. In den meisten Fällen treten mehrere Beanspruchungen gleichzeitig auf.
Benetzung
Zweidimensionales Ausfließen eines flüssigen Klebstoffes. Der Grad der Benetzung einer festen Oberfläche lässt sich aus dem Radwinkel α zur Feststoffoberfläche hin ableiten.
Beschleuniger / Booster
Stoffe, welche die Aushärtezeit von Klebstoffen verkürzen bzw. beschleunigen.
Beständigkeit
Haltbarkeit gegenüber unterschiedlichen Umwelt- und/oder Medien-Einflüssen des Kleb- oder Dichtstoffes.
Bindung
Mit der Bindung wird das Schleifkorn auf der Unterlage fixiert (Schleifmittel auf Unterlage) bzw. miteinander verbunden (gebundene Schleifmittel). Bei Schleifmitteln auf Unterlage wird zuerst das Trägermaterial mit der Grundbindung versehen, anschließend wird das Korn aufgetragen und durch die Deckbindung endgültig fixiert. Während früher überwiegend Hautleim verwendet wurde, besteht die Bindung heutzutage in der Regel aus Kunstharz. Bei gebundenen Schleifmitteln wird je nach Einsatzzweck eine keramische Bindung, Kunstharzbindung, galvanische Bindung oder metallische Bindung verwendet.
Bornitrid
Kubisches Bornitrid (CBN) ist der nach dem Diamant härteste bekannte Stoff. Als Schleifkorn ist es bestens geeignet zum Schleifen von zähharten Stählen wie HSS-Stahl, Warm- und Kaltarbeitsstahl, jedoch ungeeignet für Hartmetalle, weiche Stähle, Chrom- u. Nickelbeschichtungen sowie Nichteisenmetalle.
Bündelungsklebeband
Das Klebeband wird durch eine Vorbehandlung der Trägerfolie verstärkt. Dadurch wird eine verbesserte Reißkraft bei mittlerer Reißdehnung erreicht.
Butyl-Kleber
Butyl-Kleber zeichnen sich durch Ihre hohe Alterungsbeständigkeit und Eignung für langfristige Anwendung im Außenbewitterungsbereich aus. Ebenso weisen Sie eine hohe Beständigkeit gegenüber UV-Strahlung und Oxydation aus.
CBN
siehe Bornitrid
Centerless-Schliff
Typische Anwendung für Langzeitschleifbänder. Hierbei werden Rundrohre oder Rundstäbe zumeist im Nassschliff an einem, in der Regel jedoch mehreren Schleifaggregaten vorbeigeführt. Da die Abstützung des Werkstücks an mehreren Punkten erfolgt, entsteht keine große Beanspruchung des Werkstücks. So können auch sehr dünnwandige oder lange Rohre in großer Stückzahl und unter Erzielung einer konstanten Oberflächengüte bearbeitet werden.
Clipse
Befestigungsteile bei der Ersatzverglasung.
Compact Grain
siehe Agglomerat
Cubitron-2
Cubitron II ist ein von 3M entwickeltes, selbstschärfendes Keramikkorn. Die Besonderheit hierbei ist das geometrisch geformte Schleifkorn, welches ein deutlich schnelleres und aggressiveres Schleifen erlaubt, bei gleichzeitig verminderter Wärmeentwicklung.
Cyanacrylat-Klebstoffe
So genannte Sekundenkleber. Schnelle Reaktionsklebstoffe, deren Aushärtung durch Luftfeuchtigkeit aktiviert wird.
Daumentest
Die wahrgenommene Klebkraft eines Klebebands beim Anfassen wird auch Daumentest genannt. Die Anfassklebkraft gibt nur bedingt Auskunft über die Qualität eines Klebebands und die endgültige Klebkraft.
Deckbindung
siehe Bindung
Diamant
Diamant ist der härteste natürlich vorkommende Stoff, jedoch mit einer Warmbeständigkeit bis 800 °C nur beschränkt einsatzfähig. Es wird eingesetzt zum Präzisionsschleifen von Hartmetall, Grauguss, Glas, Keramik, Porzellan, feuerfester Steine, Silizium, Gummi, Eisencarbidlegierungen, Nickel- und Chromlegierungen, Kugellagerstahl, Werkzeugstähle mit großen Kohlenstoff- und geringen Vanadiumanteil.
Diamantschleifmittel
Diamantschleifmittel gibt es in den verschiedensten Formen: Als Trennscheiben, Schleifscheiben, Stifte, Feilen u.a. Generell ist Diamant der härteste natürlich vorkommende Feststoff. Als Schleifmittel wird er dort eingesetzt, wo herkömmliche Kornarten, wie Korund oder Silicium nicht mehr weiter kommen.
Dichtigkeit
Eigenschaft eines Materials durchdringenden Stoffen Widerstand zu leisten. Im Klebebandbereich ist die Dichtigkeit der Träger gegen Chemikalien, Feuchtigkeit und Gase von großer Bedeutung.
Dispersion
Flüssigkeit, in der die Grundstoffe und die übrigen Klebstoffbestandteile verteilt vorliegen.
Dispersionsklebstoff
Klebstoff, der sich durch Verdunsten des Wassers verfestigt.
Dosieren
Dosieren heißt, eine Stoffmenge nach Größe und zeitlicher Verteilung vorwählbar einem Produktions- oder Messvorgang zu- oder abzuführen.
Drehzahl
Anzahl der Umdrehungen bei rotierenden Werkzeugen pro festgelegter Zeiteinheit (z.B. Umdrehungen pro Sekunde oder pro Minute). In Abhängigkeit vom Werkzeugdurchmesser gibt es definierte Höchstgeschwindigkeiten (maximal zulässige Drehzahlen), die aus Sicherheitsgründen auf keinen Fall überschritten werden dürfen.
Druckluftmaschinen
Unter Druckluftmaschinen versteht man Schleifmaschinen, die mit Druckluft betrieben werden.
Durchschlagsspannung
Der Widerstand, den ein Isoliermaterial fließendem Strom bis zum Durchschlag entgegensetzt. Die Durchschlagspannung wird in Volt gemessen.
Einkomponenten-Klebstoff
Klebstoffe, die in Ihrer Handelsform alle zum Kleben erforderlichen Bestandteile enthalten, werden als Einkomponenten-Klebstoffe bezeichnet.
Einreißfestigkeit
Beschreibt bei einem Klebeband die Festigkeit des Trägermaterials gegen das Einreißen quer zur Laufrichtung des Klebebands.
Einscheiben-Sicherheits-Glas / ESG
ESG ist ein thermisch vorgespanntes Glas und verfügt über hohen Widerstand gegen mechanische und thermische Belastungen.
Elastizität
Dehnbarkeit eines Klebstoffes
Elektrolytischer Korrosionsfaktor
Beschreibt die mögliche Korrosionswirkung eines Klebebandes auf ein anderes Material. Zur Messung des Faktors wird das Klebeband auf eine Kupferfolie geklebt. Tritt keinerlei Korrosion auf, erhält das Klebeband den Elektrolytischen Korrosionsfaktor 1. Bei der geringsten Korrosion erhält das Klebeband einen Korrosionsfaktor unter 1.0, der sich dann, je nach Umfang der festgestellten Korrosion, weiter vermindert.
Elektromaschinen
Unter Elektromaschinen versteht man elektrisch betriebene Schleifmaschinen.
Elektrostatisch
siehe Streuung
Exzenterschleifer
Eine Schleifmaschine überwiegend für den Zwischen- und Endschliff geeignet. Hierbei wird per Kombination aus rotierender Kreis- und exzentrischer Schwingbewegung ein deutlich feineres Ergebnis erzielt als beispielsweise mit Schwingschleifern.
Fächerschleifer
Siehe Schleiflamellenstifte
Fächerschleifscheibe
Fächerschleifscheiben, auch Schleifmopteller genannt, sind Schleifscheiben, bei denen Schleifmittellamellen auf Gewebeunterlage, radial und überlappend angeordnet, auf einen glasfaserverstärkten Kunstharzteller, Glasgewebeteller oder Kunststoffteller aufgebracht werden. Vorteile gegenüber Schruppscheiben sind die höhere Aggressivität, die geringere Lärmentwicklung, das gleichmäßigere Schliffbild und das vibrationsärmere Arbeiten. Der Vorteil gegenüber Fiberscheiben besteht in der höheren Standzeit. Fächerschleifscheiben werden ohne Stützteller auf Winkelschleifern eingesetzt. Typische Einsatzgebiete sind das Bearbeiten von Schweißnähten, Entgraten, Entrosten und Gussputzen.
FEPA
FEPA (Federation of European Producers of Abrasives) ist der Europäische Verband der Schleifmittelhersteller.
Festigkeit
Beschreibt die Klebefestigkeit einer Verklebung.
Feststoffgehalt
Als Feststoffgehalt bezeichnet man den Anteil nichtflüchtiger Bestandteile in einem Klebstoff.
Fiber
siehe Unterlage
Fiberscheiben
Fiberscheiben werden hauptsächlich im Flächenschliff bei der Metallbearbeitung verwendet. Eingesetzt werden sie mit entsprechenden Stütztellern auf einem Winkelschleifer. Das Korn ist bei diesen Scheiben einseitig auf einer sehr stabilen Fiberunterlage aufgebracht. Im Vergleich zu Schleifmoptellern und Schruppscheiben sind sie dennoch deutlich flexibler und passen sich damit besser Konturen und Rundungen an. Allerdings ist die Standzeit in der Regel geringer als bei Schleifmoptellern.
Filamentklebeband
Klebeband das durch eine zusätzliche Lage Filament verstärkt wurde. Es zeichnet sich durch eine hohe Reißkraft bei geringer Reißdehnung aus.
Filzartikel
Filzartikel sind fester als Tuchringe und werden dort eingesetzt wo geometrische Formen exakt beibehalten werden müssen.
Finish
Der letzte Schritt beim Schleifen zur Erreichung der gewünschten, in der Regel sehr feinen Oberflächenbeschaffenheit.
Fixieren
Festhalten der Fügeteile mit oder ohne Druck während des Aushärtevorgangs in der gewünschten Lage.
Flachkrepp
Flachkrepp ist ein Klebeband mit einem Papierträger. Der Papierträger ist in der Regel einseitig auf der Oberfläche lackiert oder imprägniert.
Flammpunkt
Niedrigste Temperatur, bei der sich aus einer Flüssigkeit Dämpfe in solcher Menge entwickeln, dass sie mit der über dem Flüssigkeitsspiegel stehenden Luft ein entflammbares Gemisch ergeben.
Flexung
Bei der Herstellung von Schleifmitteln auf Unterlage wird zunächst das Trägermaterial (u.a. Gewebe oder Papier) mit einem Grundbinder versehen, danach das Korn aufgebracht und dieses anschließend mit einem Deckbinder stabilisiert. Diese auch Nachlack genannte Schicht sorgt dafür, dass die so gefertigte Rollenware zu steif und unflexibel für eine anschließende Konfektionierung in Schleifbänder oder Scheiben ist. Abhilfe schafft man, indem die Rollen, einmal oder mehrmals, über eine sogenannte Flexwelle gezogen wird. Dadurch wird die starre Deckschicht aufgebrochen und das Material flexibel genug zur Weiterverarbeitung.
Flint
Gesteinsart (Feuerstein), wurde früher als natürliches Schleifmittel verwendet. Heutzutage werden überwiegend künstlich hergestellte Schleifmittel verwendet (siehe auch Schmirgel oder Granat).
Folienunterlage
siehe Unterlage
Frässtifte
Frässtifte sind rotierende Zerspanungswerkzeuge, die beim Entgraten, Anfasen etc. eingesetzt werden. Die hohe Zerspanungsleistung ermöglicht effizientes Arbeiten bei verschiedenen Werkstücken unterschiedlicher Festigkeit.
Fügen
Als Fügen bezeichnet man das Verbinden von festen Teilen, oder den Vorgang des Zusammenbringens von zu verklebenden Teilen.
Fügeteile
Feste Körper, die miteinander verbunden werden sollen, oder die miteinander verbunden sind.
Fügevorgang
Vorgang des Zusammenbringens von bereits mit Klebstoff benetzten Fügeteilen, wobei aus dem Klebstoff-Film eine Klebeschicht entsteht.
Füllstoff
Fester, nicht verdunstender und nicht klebender Bestandteil eines Klebstoffes, der die Eigenschaften des Klebstoffes beeinflusst.
Gefahrenklasse nach Verordnung brennbarer Flüssigkeiten / VbF
VbF regelt die Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten nach Gefahrenklasse (A1 – 3B). Die VbF ist Bestandteil der Arbeitsstoffverordnung, die Lagerung, Transport und Kennzeichnung regelt.
Geräuscharmes Abrollen
Acrylat- und Naturkautschuk-Klebebänder lassen sich in der Regel geräuschärmer abwickeln als Synthesekautschuk-Klebebänder. Eine spezielle Trennlackierung auf einigen Klebebandträgern ermöglicht ein leises Abrollen.
Geschlämmt
Hierbei wird das Korn im Gegensatz zur elektrostatischen Streuung als zähflüssige Masse auf die Unterlage aufgestrichen; siehe auch Streuung.
Gewebeunterlage
siehe Unterlage
Gitterleinen
Gitterleinen setzt sich auf Grund seines gitternetzartigen Aufbaus so gut wie nicht zu und ist in der maschinellen und in der Handanwendung bestens für alle Materialien geeignet.
Granat
Gesteinsart, wurde früher als natürliches Schleifmittel verwendet. Heutzutage werden überwiegend künstlich hergestellte Schleifmittel verwendet (siehe auch Flint oder Schmirgel).
Grundbindung
siehe Bindung
Grundformen der Belastung
Kräfte, die auf eine Klebeverbindung einwirken, führen zu einer Belastung. Man untescheidet: Zugbeanspruchung, Zugscherbeanspruchung, Schälbeanspruchung und Druckbeanspruchung. In der Praxis treten oft mehrere Beanspruchungen gleichzeitig auf.
Grundstoff oder Basis
Der Klebstoffbestandteil, der die Eigenschaften des Klebstoffs wesentlich bestimmt.
Gummikörper & Aufnahmewalzen
Gummikörper oder Aufnahmewalzen sind Träger für Schleifhülsen und Schleifbänder aus Gewebe.
Haftung
Bindekräfte (Anziehungskräfte) an der Grenzfläche zwischen dem zu klebenden Werkstoff und dem Klebstoff. (Wird auch als Adhäsion bezeichnet). Das Maß der Haftung eines Klebebandes auf einem Verklebungsuntergrund wird in der Maßeinheit: Kraft pro Bandbreite (N/cm) angegeben.
Haftvermittler oder Primer
Chemische Komponenten in Reinigern, Aktivatoren und Klebstoffen, welche die Adhäsions- und Alterungseigenschaften von Klebverbindungen verbessern.
Handbürsten
Handbürsten sind für leichte händische Reinigungs- und Entrostarbeiten geeignet und universell einsetzbar in sämtlichen Branchen.
Handfestigkeit
Zeitangaben hinter dem Begriff der Handfestigkeit beziehen sich auf die Zeitspanne, die seit dem Fügevorgang vergeht, bis die Klebeverbindung handfest ist. Eine Klebeverbindung ist handfest, wenn eine Kraft von 0,1 N pro mm² (Anhaltspunkt) Klebefläche als Scherbeanspruchung wirken muss, um die Verbindung zu trennen.
Härter
Stoffe oder Gemisch von Stoffen, die dem Klebstoff zugesetzt bzw. beigemischt werden und die Härtung des Klebstoffs über eine chemische Reaktion bewirken.
Härtezeit
Zeitspanne vom Auftragen bzw. Mischen bis zur vollständigen Härtung des Klebstoffs. 3M Klebeband Tesa-Klebeband RK-Klebeband 3M Klebstoffe
Hartmetallfräser
Ein Hartmetallfräser ist ein rotierendes Zerspanungswerkzeug mit definierten Schneidkanten, bestehend aus Hartmetall (Metallmatrix-Verbundstoffen, bei denen Hartstoffe, die als kleine Partikel vorliegen, durch eine Matrix aus Metall zusammengehalten werden)
Hautbildung
Bezeichnet die Reaktion der äußeren Klebstoffschicht nach dem Auftragen und somit die Zeitspanne die der Klebstoff für eine erste "Haut" benötigt. Danach ist in der Regel kein Fügen der Teile mehr möglich.
Hochkrepp
Kreppklebeband mit einem stark geleimten Papierträger.
Honen
Honen ist ein zerspanendes Feinverarbeitungsverfahren für die Oberflächenbehandlung. Durch Honen wird eine Verbesserung der Maß- und Formgenauigkeit, sowie der tribologischen Eigenschaften erreicht.
Hotmelt-Klebstoff
Andere Bezeichnung für Synthesekautschuk-Klebstoff. Synthesekautschuk zeichnet sich durch eine hohe Anfangsklebkraft aus sowie eine gute klebkraft auf verschiedenen unpolaren Oberflächen (PP, PE) aber auch auf polaren Oberflächen. Nachteile liegen in der begrenzten Temperaturbeständigkeit sowie in der geringen Alterungsbeständigkeit
HSS-Fräser
Ein HSS-Fräser ist ein rotierendes Zerspanungswerkzeug mit definierten Schneidkanten, bestehend aus Hochleistungsschnellarbeitsstahl.
Ilumeron
Ilumeron ist ein von VSM neu entwickeltes Langzeitschleifmittel für feine und konstante Oberflächen. Durch ein neu entwickeltes Fertigungsverfahren werden die Schleifkörner im gestrichenen Schleifmittel gleichmäßig verteilt und sind vollflächig kontrolliert abbaubar. Dadurch entsteht eine deutlich feinere und glänzendere Oberfläche.
Isolierstoffklassen
Entsprechend ihrer Dauerhitzebelastbarkeit werden Klebebänder, die im Elektrobereich eingesetzt werden in Temperaturbereiche, auch Wärmeklassen genannt, von "Y" bis "C" eingeteilt. Klasse Y: Dauertemperaturbereich bis 95°C Klasse A: Dauertemperaturbereich bis 105°C Klasse E: Dauertemperaturbereich bis 120°C Klasse B: Dauertemperaturbereich bis 130°C Klasse F: Dauertemperaturbereich bis 155°C Klasse H: Dauertemperaturbereich bis 180°C Klasse C: Dauertemperaturbereich > 180°C
Isolierung
Die Abschirmung eines Gegenstandes gegen externe Stoffe oder Energien wie Feuchtigkeit, Kälte, Hitze, Staub, Gase, Schall oder elektrischem Strom.
Kaltverschweißung
Bezeichnet den Vorgang des schnellen Verklebens. Einige Klebstoffe insbesondere Butyl-Klebstoffe haben die Eigenschaft unmittelbar nach der Verklebung nicht mehr ablösbar zu kleben. 3M Klebeband Tesa-Klebeband RK-Klebeband 3M Klebstoffe
Katalysator
Stoff, der eine chemische Reaktion durch seine Anwesenheit auslöst oder beschleunigt, ohne selbst chemisch verändert zu werden.
Kegelbürsten
Kegelbürsten eignen sich für mittlere bis schwere Bürstarbeiten von jeglichen Metallen. Insbesondere geeignet zur Bearbeitung schwer zugänglicher Stellen, beispielsweise Winkel, Kanten oder Ecken.
Keramikband / Siebdruckrand
Als Keramikband oder Siebdruckrand bezeichnet man den schwarzen Rand beim Autoglas. Dieser wird als Klebeuntergrund genutzt, fungiert aber auch als UV-Schutz .
Keramikkorn
Zur Herstellung dieser Kornart wird Aluminiumoxid-Kern zerkleinert und unter Zufuhr von Hilfsstoffen sowie Wärme gesintert. Die so entstandenen Körner sind mikrokristalliner Struktur und setzen beim Schleifprozess permanent neue Schneidkanten frei (Selbstschärfeffekt). Keramikkorn ist extrem zäh und eignet sich hervorragend zum Schleifen von hochlegierten Edelstählen, Chrom- und Chrom-Nickellegierungen, Titan und anderen schwer zu bearbeitenden Metallen. 
Kilopond / KP
Ist eine nicht SI-konforme Einheit des Gewichts. Sie ist seit dem 1. Januar 1978 in Deutschland für die Angabe der Kraft unzulässig und wurde durch das Newton ersetzt.
Kleb-Freizeit
Maximale Zeitspanne, die vom Ende des Mischens bei einem Zweikomponenten Klebstoff bis zum Zeitpunkt, an dem die Masse nicht mehr klebrig ist, vergehen kann.
Klebefestigkeit
Die Kraft, welche auf die Klebeschicht wirken muss, um eine Klebung unter Zug-, Druck-, Schäl- oder Scherbeanspruchung zu trennen.
Klebefläche
Mit Klebstoff zu benetzende Oberfläche eines Fügeteils.
Klebefuge
Raum zwischen zwei Werkstoffen, der mit Klebstoff auszufüllen ist.
Klebeschicht
Ausgehärteter oder noch nicht ausgehärteter Klebstoff zwischen den Fügeteilen.
Klebrigkeit
Als klebrig bezeichnet man insbesondere Oberflächen, die sich durch eine hohe Adhäsion auszeichnen. Klebrige Stoffe eignen sich in der Regel - aber nicht grundsätzlich - als Klebstoff. Um als Klebstoff zu dienen, müssen die Substanzen die zu verbindenden Teile benetzen und nach Kontakt abbinden. Neben einer hohen Adhäsion sollte sich ein Klebstoff ebenso mit einer hohen Kohäsion auszeichnen.
Klebspanne
Zeitraum, innerhalb der nach dem Auftragen des Klebstoffs auf die Fügeteile, die Verklebung vorgenommen werden kann. Nach Zeitablauf der Klebespanne ist keine Verklebung mit dem aufgetragenen Klebstoff mehr möglich.
Klebstoff
Nichtmetallischer Stoff, der Fügeteile durch Flächenhaftung und innere Festigkeit (Adhäsion und Kohäsion) untereinander verbinden kann.
Klebstoff-Film
Auf eine Klebefläche aufgetragener Klebstoff.
Kohäsion
Bei Klebstoffen oder Klebmassen bezeichnet Kohäsion die Kräfte, die den Zusammenhalt des Klebstoffs bewirken (Innere Festigkeit der Klebmasse). In der Anwendung bestimmt die Kohäsion die Haltekraft (Scherfestigkeit) und ist für Anwendungen relevant, sobald "trägerparallele" Belastungen auftreten.
Kompaktkorn
siehe Agglomerat
Konsistenz
Äußerer physikalischer Zustand eine Stoffs (z.B. flüssig) Die stoffliche Konsistenz wird mit der Kohäsion, Kohärenz, Festigkeit und Viskosität beschrieben.
Konstruktionsklebstoff
Klebstoff, der durch chemische Reaktion abbindet und zu kräfteübertragenden Verbindungen führt.
Kontaktkorrosion
Kontaktkorrosion kann auftreten, wenn unterschiedlich edle Metalle in engem Kontakt sind wie beispielsweise Schraube aus Kupfer in einem Aluminiumblech in feuchter Umgebung; Edelstahlblech mit Stahlblech verschraubt. Voraussetzung für diesen Prozess ist ein korrosives Medium zwischen den beiden Metallen, etwa Wasser oder Seewasser. Es kann aber schon die normale Luftfeuchtigkeit ausreichen. Bei kleinen Teilen (wie Schrauben) tritt das Phänomen kaum auf; es lässt sich durch isolierende Trennmittel wie Fett weiter eingrenzen.
Kontaktrolle
siehe Kontaktscheibe
Kontaktscheibe
Scheiben (Laufräder), über die das Schleifband geführt wird. in der Regel bestehen diese aus einem Metallkern, auf die eine Kunststoffschickt (z.B Polyurethan, Vulkollan etc) aufgebracht wird. Da auf der Kontaktscheibe der Kontakt zwischen Schleifband und Werkstück hergestellt wird, gibt es, abhängig vom zu bearbeitenden Werkstück und dem gewünschten Ergebnis, Scheiben in Unterschiedlichsten Härten. Diese Härte wird in der Maßeinheit Shore angegeben.
Kontaktverklebung
Klebverfahren, bei dem der Klebstoff auf beide Werkstoffoberflächen aufgetragen wird. Nachdem die Lösemittel vollständig verdunstet sind werden die Fügeteile unter Druck zusammengefügt. Vorteil der Kontaktverklebung: Es wird eine sofortige Anfangsfestigkeit beider Werkstoffe erreicht.
Kornarten
Überwiegend werden heute die Kornarten Korund, Zirkonkorund, Siliciumcarbid, kubisches Bornitrid und Diamant verwendet. Ebenfalls häufig im Einsatz sind Agglomerat/Kompaktkorn und Keramikkorn, die jedoch keine eigenen Kornarten im engeren Sinn sind, sondern Abänderungen von Korund und Siliziumcarbid.
Korngröße
Weltweit gibt es unterschiedliche Einteilungen der Korngröße nach verschiedenen Standards (ANSI, FEPA u.a.). In Europa gilt die Einteilung nach FEPA. Bei Schleifmitteln auf Unterlage unterscheidet man zwischen grob (Korn 12 – 80), mittel (Korn 100 – 280), fein (Korn 320 – 600) und superfein (Korn 800 – 1500). Die Korngröße der jeweiligen Körnung wird durch die Anzahl der Maschen festgelegt, die sich pro einzelnem Zoll auf einem Sieb befinden, durch welches das Korn in mehreren Durchgängen gesiebt wird. Je höher die Anzahl der Maschen, desto feiner die Körnung.
Korrosion
Bezeichnet die Reaktion eines metallischen Werkstoffes mit seiner Umgebung, die eine Veränderung des Werkstoffes bewirkt und zu einer Beeinträchtigung der Funktion eines metallischen Bauteils oder eines ganzen Systems führen kann. Die Korrosion beginnt zunächst auf der Oberfläche und führt schließlich zur völligen Zerstörung fester Materialien aufgrund der Einwirkung von Gasen, Säuren und Laugen.
Korrosionsfaktor
Beschreibt die mögliche Korrosionswirkung eines Klebebandes auf ein anderes Material. Der Korrosionsfaktor wird gemessen, indem ein Klebeband auf eine Kupferfolie geklebt wird.Tritt nach widerentfernen keine Korrosion bei der Kupferfolie auf, erhält das Klebeband den Elektrolytischen Korrosionsfaktor 1,0 . Tritt Korrosion bei der Kupferfolie auf, wird je nach Intensivität der Korrosion, der Korrosionsfaktor des Klebebands unter 1,0 liegen
Korund
Korund (Aluminiumoxid Al2O3) ist ein relativ häufig vorkommendes Mineral, welches für die Schleifmittelfertigung heutzutage synthetisch hergestellt wird. Es ist nach Diamant, CBN (kubisches Bornitrid) und SiC (Siliciumcarbid) das vierthärteste Mineral, damit jedoch etwas weicher als die anderen Kornarten. Gleichzeitig ist es sehr zäh und eignet sich daher für eine Vielzahl von Anwendungen, angefangen von der Holzbearbeitung, der Metall-, der Leder-, der Lackbearbeitung u.a.. Korund ist praktisch das Universalkorn für alle nicht zu anspruchsvolle Aufgaben. Je nach Reinheitsgrad unterscheidet man zwischen Edelkorund, Halbedelkorund und Normalkorund.  
Kraftliner
Kraftliner ist eine Papierart. Sie hat einen hohen Anteil neuwertiger Papierfasern und nur einen geringen Recyclinganteil. Kraftliner wird als Deckschicht von Well- oder Vollpappe verwendet. Kartonage aus Kraftliner hat eine hohe Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit.
Kubisches Bornitrid
siehe Bornitrid
Kühlschmierstoffe
Flüssige Stoffe, die beim Schleifen zur Wärmeabfuhr und Verminderung der Reibung zwischen Werkzeug und Werkstück dienen. Dadurch werden Veränderungen des Gefüges in den Randschichten von Werkzeug und Werkstoff vermieden und somit Schäden verhindert. Gleichzeitig verbessert sich die Oberflächengüte des Werkstücks.
Lagerbeständigkeit
Zeitspanne zwischen der Herstellung eines Klebstoffes oder eines Klebebandes und dem Zeitpunkt, bis zu dem diese unter Einhaltung bestimmter Lagerbedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit usw.) verarbeitbar sind. 3M Klebeband Tesa-Klebeband RK-Klebeband 3M Klebstoffe
Lagerdauer/ Lagerfähigkeit verschiedener Klebstoffe
Dispersionsacrylate bis zu 1 Jahr Reinacrylate bis zu 2 Jahren Modifizierte Acrylate (häufig) bis zu 1 Jahr Lösemittelkautschuke (häufig) bis zu 1 Jahr Naturkautschuke bis zu 1/2 Jahr Die Zeit, in der ein Klebstoff im verschlossenen Gebinde bei der angegebenen Lagertemperatur (in der Regel übliche Raumtemperatur um die +20°C) gelagert werden kann. Üblicherweise geht man hier von Mindesthaltbarkeitszeiten aus, häufig können Klebstoffe auch eine längere Zeit unter ordnungsgemäßen Bedingungen gelagert werden. Gering überschrittene Lagerzeiten bedeuten nicht zwingend die Unbrauchbarkeit eines Klebstoffes, eine Probeverklebung gibt im Zweifel Aufschluss. Silikonhaftstoffe bis zu 2 Jahren
Lagerung
Bei der Lagerung von Klebebändern ist zu beachten, dass die Bänder dunkel und bei einer Temperatur von ca. 18°C gelagert werden. Die meisten Klebebänder besitzen eine gute Alterungsbeständigkeit, so dass der Zeitfaktor eine geringere Rolle spielt. Bei der Lagerung von Klebstoffen ist zu beachten, dass die Temperatur von 20°C nicht überschritten wird. Die Gebinde sollten verschlossen sein und keinem UV-Licht ausgesetzt sein. Überprüfen Sie die Mindesthaltbarkeitszeit, die in der Regel auf dem Gebinde angegeben wird.
Langzeitschleifmittel
siehe Agglomerat
Leime
Der Begriff Leim wird in den Bereichen Holz- und Papierverarbeitung im Sprachgebrauch auch anstelle des Wortes Klebstoff verwendet. Leime, Latex, Dispersionen enthalten Wasser. Diese Produkte können nur freigesetzt werden, wenn mindestens ein Wekstoff saugfähig bzw. durchlässig ist, damit sich die Wasserbestandteile verflüchtigen können. Die Wasseraufnahme erfolgt vom Werkstoff oder von der Umgebungsluft (Ausnahme: wässrige Kontaktklebstoffe). Diese Klebstoffflächen müssen erst vollständig ablüften, bevor sie zusammengefügt werden.
Liner
Als Liner bezeichnet man die Trennlage zwischen einzelnen Klebe-bandlagen. Folgende Trennmaterialien werden in der Regel verwendet. Gekrepptes silikonisiertes Papier, gekreppte silikonisierte Folie, geprägte silkonisierte Folie haben eine geringe Auflagefläche, sind dadurch leicht lösbar, sehr flexibel; die sich auf den Kleber übertragende Struktur vermeidet beim Aufbringen von Klischeeklebebändern Lufteinschlüsse. Silikonisiertes Papier dient haupsächlich als Trennmittel für beidseitig klebende Bänder mit den Eigenschaften glatt und feuchtigkeitsabweisend. Silikonisierte Folie als Trennmittel für beidseitig klebende Bänder: glatt, feuchtigkeitsabweisend, sehr flexibel und belastbar, z.B. für die automatische Verarbeitung. Geprägte Folie, nicht silikonisiert wird verwendet, wo silikonisierte Materialien nicht eingesetzt werden dürfen. Geringe Auflagefläche, daher leicht ablösbar.
Lösemittel
Organische Flüssigkeit, die die Grundstoffe und übrigen löslichen Klebstoffbestandteile ohne chemische Veränderung löst.
Lösemittelklebstoff
Klebstoff, der sich durch Verdunsten des Lösemittels verfestigt.
Materialdicke
Die Materialdicke eines Klebebandes ergibt sich aus der Dicke des Trägers und der Klebmasse sowie dem Haftvermittler und der Rückseitenlackierung.
Maximale Arbeitsplatz-Konzentration / MAK-Wert
Der MAK-Wert gibt die höchstzulässige Konzentration eines Arbeitsstoffes in der Luft an, die nach dem gegenwärtigen Stand der Kenntnis auch bei wiederholter und langfristiger Einwirkung im Allgemeinen die Gesundheit der Beschäftigten nicht beeinträchtigt. Die Angaben in der MAK-Liste werden in ppm (parts per million) ausgedrückt. [Zulässige Menge eines Stoffes in cm³ pro 1 m³ Luft].
Mehrkomponenten-Klebstoff
Bei diesen Klebstoffen liegen die reaktionsfähigen Komponenten getrennt vor und müssen vor dem Auftragen gemischt werden. Nach dem Vermischen der Komponenten ist der Klebstoff nur für eine bestimmte Topfzeit verwendbar. Bei einer neuen Generation von Zweikomponenten-Klebstoffen werden die beiden Komponenten, Klebstoff und Härter nicht gemischt, sondern lediglich getrennt auf die zu verklebenden Oberflächen aufgetragen. Die beim Fügevorgang entstehende Vermischung der Komponenten bewirkt dann die Polymerisation des Klebstoffes.
Mindesthaltbarkeit
Zeitraum in denen die Materialeigenschaften von Produkten bei Einhaltung der jeweiligen Lagerbedingungen, in vollem Umfang gewährleistet sind.
Mindesthärtezeit
Ist die Zeitspanne, in der die verklebten Teile unter Fixierdruck bleiben müssen, bevor eine Weiterverarbeitung möglich ist.
Mü / µ
Buchstabe des Griechischen Alphabets. 1µ = 1tausendstel Millimeter (0.001mm).
Multibindung
siehe schleifaktive Deckschickt
Nassklebung
Klebung mit einseitigem oder beidseitigem Klebstoffauftrag, bei der die Fügeteile sofort nach Klebstoffauftrag zusammengefügt werden. Die Festigkeit nimmt mit fortschreitender Lösemittelverdunstung bzw. chemischer Reaktion zu.
Natur- und Synthesekautschuk-Klebstoffe
Diese Klebstoffe zeichnen sich durch eine hohe Anfangsklebkraft sowie durch eine gute Klebkraft auf polaren und unpolaren Untergründen aus. Nachteile liegen in der niedrigen Temperaturbeständigkeit und geringen Alterungsbeständigkeit.
Naturkautschuk-Klebstoff
Klebstoff bei dem natürliche Rohstoffe in Chemikalien aufgelöst werden. Diese Klebstoffe zeichnen sich durch eine hohe Anfangsklebkraft sowie durch eine gute Klebkraft auf polaren und unpolaren Untergründen aus. Nachteile liegen in der niedrigen Temperaturbeständigkeit sowie der geringen Alterungsbeständigkeit.
Newton / N
Newton ist die Einheit der Kraft. 1N = 1kg*m/s. Ein Newton ist somit die Kraft, die benötigt wird, um einen ruhenden Körper der Masse 1kg innerhalb von einer Sekunde gleichförmig auf die Geschwindigkeit 1m/s zu beschleunigen.
Nicht leitend
In der Autoindustrie wird ein Klebstoff als "nicht leitend" eingestuft, wenn der elektrische Widerstand nach DIN 53482 bei Aluminium-Karosserien > 108 Ocm und bei Magnesium-Karosserien > 109 Ocm ist.
Oberflächenvorbehandlung
Behandlung von Werkstoffoberflächen, um diese für die Klebtechnik reproduzierbar und definiert zu gestalten sowie die Haftung des Klebstoffs zu optimieren. Dafür stehen mechanische, nasschemische, trockenchemische und hochenergetische Verfahren zur Verfügung.
Offene-Zeit-Klebung
Klebung mit beidseitigem Klebstoffauftrag, bei der die Fügeteile zusammengefügt werden, wenn die Lösemittel so weit verdunstet sind (offene Zeit), dass die Klebschicht eine bestimmte Klebrigkeit aufweist (Knöcheltest). Gute Anfangsfestigkeit, die mit dem Verdunsten, z. B. der restlichen Lösemittelanteile zunimmt.
Offenzeit
Zeitspanne zwischen dem Auftragen des Klebstoffes bzw. Aktivators und dem Fügen der zu verbindenden Teile.
Opak
Opak ist das Maß für die Lichtundurchlässigkeit von Stoffen. Das ist insbesondere wichtig bei UV beständigen Klebebändern.
oSa
Organization for the Safety of Abrasives = Organisation für Sicherheit von Schleifwerkzeugen e.V.  Weltweite Organisation zur Einhaltung verbindlicher Sicherheitsstandards von Schleifmitteln. Aktuell sind 59 Schleifmittelhersteller lizensierte Mitglieder der oSa, welche das geschützte oSa-Warenzeichen benutzen dürfen.
Over-spray
Sprenkel oder Fäden, die neben der eigentlichen Dichtnaht bei der Verarbeitung von spritzbaren Dichtmassen entstehen können.
Papierunterlage
siehe Unterlage
Passive Materialien
Werkstoffe, die den Aushärtevorgang von anaerob aushärtenden Klebstoffen nicht unterstützen, z. B. Edelstahl, verschiedene Aluminiumlegierungen, Edelmetalle und Nicht-Metalle.
Pinselbürste
Pinselbürsten eignen sich für leichte bis mittlere Bürstarbeiten an schwer zugänglichen Stellen und in Hohlräumen. Anwendung finden die Bürsten beispielsweise im Behälter- und Gehäusebau.
Plastische Dichtung
Nicht aushärtender Dichtstoff, der seine Grundeigenschaften beibehält. Plastische Dichtungen lassen sich auch nach dem Einbau verformen und sind ohne Werkzeug demontierbar.
Poliermittel
Poliermittel gibt es in unterschiedlichen Formen. Alle Mittel dienen der Fein- und Feinstbearbeitung verschiedener Materialien.
Polierpasten
Polierpasten werden mit Hilfe verschiedener Trägermaterialien (Polierscheiben, Filzstifte, Lammfellhauben) zur Erzielung des gewünschten Finishs aufgetragen.
Polierscheiben
Polierscheiben, insbesondere aus Tuch, sind sehr flexibel und mit Polierpaste zur Vor- und Hochglanzpolitur eingesetzt.
Polyester
siehe Unterlage
Polyesterfilm / PET-Film
Polyesterfilm zeichnet sich durch eine sehr hohe Reiß, Einreiß- und Abriebfestigkeit aus. Außerdem ist Polyester äußerst beständig gegen hohe Temperaturen, Laugen, Öle, Säuren und zahlreiche Lösungsmittel.
Polyethylen / PE
Klebebänder mit Trägerfolien aus Polyethylen zeichnen sich durch eine hohe Dehnbarkeit bei geringer Reißfestigkeit aus. Polyethylen ist geeignet zum Einsatz bei moderaten Temperaturen und weißt eine sehr geringe UV-Beständigkeit aus . Dem Tageslicht ausgesetzt, verrottet Polyethylen von selbst ohne Rückstände zu hinterlassen.
Polyiamid-Film
Polymer-Film weißt eine extrem hohe Hitzebeständigkeit auf und ist zugleich extrem reißfest. Polyiamidbänder werden häufig in der Elektroindustrie zum Einsatz gebracht.
Polymerisation
Bei der Polymerisation bilden sich Ketten von Klebstoffmolekülen. Sie verflechten sich ineinander und stellen dadurch die Verbindung zwischen den beiden zu verklebenden Flächen her. Die Polymerisation bestimmt die innere Festigkeit (Kohäsion) des ausgehärteten Klebstoffes.
Polypropylenfilmen / PP-Film
PP-Filme sind allerdings sehr empfindlich gegen UV.-Strahlung. Im Freien verrotten PP-Filme ohne Spuren zu hinterlassen. Polypropylenfilme werden sehr häufig als Verpackungsbänder hergestellt. PP-Filme sind beständig gegen Säuren, Laugen und Lösungsmittel. Sie weißen eine hohe Elastizität, Reißfestigkeit und Feuchtigkeitsbeständig-keit auf.
Polyurethan-Kunststoff / PU
Als Trägermaterial in Form von PU-Schaum spielt dieser Kunststoff eine große Rolle. Außerdem werden auch PU-Filme sowie Folien von extremer Dehn- und Reißfähigkeit hergestellt. PU-Schaum dient als Träger beispielsweise für Spiegelklebeband.
Poren
Die Poren werden bei gebundenen Schleifmitteln durch das Verhältnis von Schleifkörnern und Bindung bestimmt. Sie sind für den Abtransport von Spänen und für den Kühlschmiermitteltransport zum Werkstück verantwortlich.
Primer oder Haftvermittler
Wird zur Oberflächenvorbehandlung von schwer verklebbaren Werkstoffen verwendet.
Primer–schwarz
Schwarz pigmentierter Primer als Voranstrich für diverse Untergründe, aber speziell für die Direktverglasung.
PVC - Folie
Grundsätzlich besitzen PVC-Folien eine hohe UV-Stabilität. Klebebänder mit Trägern aus PVC-Folien werden darum häufig im Außenbereich eingesetzt. Vielfach dienen PVC-Folien als Trägermaterial für Klebebänder. Im Verpackungsbereich setzt man in der Regel Hart-PVC-Folien ein. Sie sind sehr reißfest und gut bedruckbar. Polyvinylclorid (PVC) ist ein Kunststoff. PVC ist hart und Spröde und wird erst durch den Zusatz von Weichmachern und Stabilisatoren Weich und Formbar und damit für technische Anwendungen einsetzbar gemacht. Weich PVC- Folien werden hauptsächlich im Isolierbereich eingesetzt, da sie sich durch eine hohe Flexbilität und gute Schmiegsamkeit auszeichnen.
Raumgewicht
Das Raumgewicht (Rg) ist das Materialgewicht eines Kubikmeters (m ²). Es wird in kg/m ² angegeben. Das Raumgewicht ist wichtig zur Bestimmung von Schäumen. Das Raumgewicht beschreibt die Dichte eines porösen Festkörpers basierend auf dem Volumen einschließlich der Porenräume.
Rautiefe
Ein Begriff zur Bestimmung der Oberflächengüte. Die Rautiefe ist jedoch kein einheitlich festgelegter Begriff. Vielmehr gibt es unterschiedliche Messmethoden, die unterschiedliche Werte und daher auch unterschiedliche Rautiefenbezeichnungen hervorbringen. Die gebräuchlichsten sind die gemittelte Rautiefe Rz, der arithmetische Mittenrauwert Ra und die maximale Rautiefe Rt bzw. Rmax.
Reaktion
Eine Reaktion beschreibt in der Chemie einen Vorgang, bei dem chemische Verbindungen aus anderen chemischen Verbindungen entstehen. In der Klebetechnik wird mittels chemischer Reaktion die Aushärtung des Klebstoffs bewirkt.
Reaktionsklebstoff
Klebstoff, dessen Aushärtung auf einer chemischen Reaktion basiert. Durch die Reaktion entstehen großmolekulare, vernetzte Kunststoffe von hoher Festigkeit. Man unterscheidet zwischen Einkomponenten-Klebstoffen und Mehrkomponenten-Klebstoffen.
Reaktivierung
a) Lösemittelreaktivierung: Der trockene Klebstoff wird nach dem Anfeuchten mit einem geeigneten Lösemittel wieder klebrig. b) Hitzereaktivierung: Der trockene Klebstoff wird unmittelbar vor der Klebung durch Wärme aktiviert.
Reißdehnung
Gibt an, um wie viel Prozent ein Klebeband gedehnt werden kann, bevor es reißt. Wird immer im Zusammenhang mit der Reißkraft ermittelt.
Reißfestigkeit/ Reißkraft
Gibt an, bei welcher Kraftbeanspruchung ein Klebeband reißt, also die Zugkraft im Augenblick des Reißens. Sie wird auf die Bandbreite bezogen und daher in Newton pro cm Bandbreite (N/cm) angegeben. Erreicht die Zugkraft des Materials ihr Maximum, so spricht man von der Höchstzugkraft.
Reißgeschwindigkeit
Probekörper werden in der Prüfmaschine einer Belastung unterzogen. Die Geschwindigkeit mit der die zerstörende Prüfung vorgenommen wird, heißt Reißgeschwindigkeit.
Reißkraft
Gibt an, bei welcher Kraftbeanspruchung ein Klebeband reißt, also die Zugkraft im Augenblick des Reißens. Sie wird auf die Bandbreite bezogen und daher in Newton pro cm Bandbreite (N/cm) angegeben. Erreicht die Zugkraft des Materials ihr Maximum, so spricht man von der Höchstzugkraft.
Restkleber
Klebstoff-Rückstände nach dem Entfernen einer Klebeverbindung. 3M Klebeband Tesa-Klebeband RK-Klebeband 3M Klebstoffe
Rezyklierbarkeit
Das Verhalten einer Kartonverschlussmethode im Papier- Recyclingprozess und sein Einfluss auf die Qualität des recycelten Papiers. Gerade im Verpackungsbereich spielt die Kartonqualität eine wesentliche Rolle. Neuwertige Papierfasern bilden eine optimale Oberfläche zum Verkleben. Kartons aus Recycling-Papier bilden häufig eine kritische Oberfläche zum Verkleben.
Rohrbürsten
Unter Rohrbürsten versteht man Spezial- bzw. Zylinderbürsten, die für leichte Entgrat- und Reinigungsarbeiten von Gewinden und Rohren eingesetzt werden können. Sie sind flexibel in der metallverarbeitenden Industrie einsetzbar.  
Rückstellvermögen
Die Tendenz eines flexiblen Trägers, die ursprünglichen Maße ganz oder teilweise wieder anzunehmen, nachdem die Kräfte aufgehoben wurden, welche die Ausdehnung oder Verformung verursacht haben. Besonders zu beachten bei PP-Folienträgern und bei Dichtstoffen.
Rundbürsten
Rundbürsten sind besonders für schwere Bürstarbeiten mit Einhandwinkelschleifern geeignet. Universeller Einsatz zum Entgraten und Entrosten verschiedener Werkstücke in der metallverarbeitenden Industrie.
Rüstzeit
Gibt die Dauer zum Einrichten einer Maschine bzw. zum Wechseln eines Werkzeuges an.
Schälfestigkeit
Widerstandsfähigkeit der Klebeverbindung gegen Kräfte, die ausschließlich auf einen schmalen Randbereich am Ende der Klebeverbindung einwirken und dadurch zu Spannungsspitzen führen.
Schälkraft
Die Kraft, die benötigt wird, um ein Klebeband von einer definierten Testoberfläche abzuziehen. Das Klebeband wird mit 180° abgezogen und die Kraft in N/cm gemessen.
Schälwiderstand
Das Drehmoment, das erforderlich ist, um Kleber und Fügeteil in einem Schälversuch mit Klettertrommel (ASTM D-1781) zu trennen. Der Schälwiderstand dient als Maß für die Festigkeit einer Klebebindung.
Scheibenklebstoff
Ein speziell für die Direktverglasung entwickelter Klebstoff.
Scherfestigkeit
Die Fähigkeit eines Klebebandes, nicht zu rutschen oder abzuscheren. Bei der Prüfung wird das Klebeband auf ein Gegenmaterial geklebt und paralell in seiner Verklebungsebene belastet.
Schichtdicke
Schichtstärke des Klebstoffs nach dem Fügen.
Schleifaktive Deckschicht
Zusatzbeschichtung bei Schleifmitteln auf Unterlage, welche die Zerspanungsleistung deutlich erhöht und die Wärmeentwicklung beim Schleifprozess mindert. Das ist insbesondere bei schlecht wärmeleitenden Werkstoffen wie Edelstahl oder Titan von Vorteil.
Schleifmaschinen
Um Schleifscheiben und Schleifbänder jeglicher Art in Gebrauch zu nehmen, existiert eine Vielzahl von Schleifmaschinen verschiedener Hersteller.
Schleifmopteller
siehe Fächerschleifscheiben
Schleifscheibenhärte
Die Härte / Bindungshärte einer Schleifscheibe wird bestimmt durch das verwendete Bindungsmaterial (Kunstharz, Keramik), sowie beigefügter Füllstoffe. Generell gilt, je härter das zu bearbeitende Material ist, umso weicher sollte die Bindung sein.  
Schleiftopf
Gebundene Schleifscheibe mit einer einseitigen Aussparung, durch die die Scheibe eine Topfform erhält.
Schleifvlies
Schleifvlies ist ein dreidimensionales Schleifmittel, welches aus einem „wirren“ Nylonfasergeflecht besteht, auf das mit synthetischem Harz Schleifkorn aufgebracht wird. So entsteht ein sehr flexibles, nachgebendes und extrem offenes Schleifmittel. Der dreidimensionale Aufbau sorgt zum einen dafür, dass sich das Vliesmaterial nicht zusetzt, zum anderen, dass ständig neues, frisches Korn freigesetzt wird. Beides zusammen sorgt für eine signifikant höhere Lebensdauer des Schleifmittels, sowie eine gleichmäßige, feine Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstückes. Typische Anwendungen sind das Reinigen, Finishen und Polieren aller Metalle, je nach Aufbau des Vliesmaterials sind aber auch leichte Entgratungsarbeiten möglich. Schleifvlies gibt es in den unterschiedlichsten Anwendungsformen: als Schleifband, Scheiben, Rollen, Hand-Pads, Walzen, Vliesstifte u.a.
Schmelzklebstoff
Klebstoff, der fest und lösemittelfrei ist, der in der Schmelze aufgetragen wird und sich anschließend durch Abkühlung verfestigt.
Schmelzklebstoff reaktiv
Klebstoff, der fest und lösemittelfrei ist sowie in der Schmelze aufgetragen wird. Hinzu kommt, dass diese Form der Schmelzklebstoffe feuchtigkeitsvernetzt sind und eine strukturelle Festigkeit aufweisen.
Schmirgel
Gesteinsart, wurde früher als natürliches Schleifmittel verwendet. Heutzutage werden überwiegend künstlich hergestellte Schleifmittel verwendet (siehe auch Flint oder Granat).
Schnittgeschwindigkeit
Gibt die Geschwindigkeit an, mit der sich das Werkzeug (z.B. Schleifband, Trennscheibe, Schruppscheibe etc.) bewegt. Die Schnittgeschwindigkeit hat einen wesentlichen Einfluss auf den Abtrag  und die Oberfläche (je höher die Schnittgeschwindigkeit, desto höher der Abtrag und desto feiner die Oberfläche), aber auch auf die Standzeit des Werkzeuges, welches bei hoher Geschwindigkeit schneller verschleißt.
Schruppscheibe
Kunstharzgebundene, mit Glasfaserlagen verstärkte Schleifscheibe zum groben Bearbeiten / Schruppen überwiegend von Metall, seltener Stein.
Schubmodul
Beschreibt die entstehende Gegenkraft, die entsteht, wenn geklebte Teile auseinader gezogen werden. In der Regel 10 - 20 % Dehnung.
Scotch-Brite
3M Bezeichnung für Schleifvlies; siehe Schleifvlies
Selbstschärfeffekt
Beim Schleifen mit bestimmten Kornarten (Zirkonkorund, Keramikkorn) baut sich das Schleifkorn so ab, das permanent neue scharfe Schneidkanten entstehen.
Shore
siehe Kontaktscheibe
Siebdruckrand / Keramikband
Als Siebdruckrand wird der schwarze Rand beim Autoglas bezeichnet. Er dient als Klebeuntergrund, optischer Sichtschutz und UV-Schutz.
Siliciumcarbid
Siliciumcarbid (SiC) ist ein sehr hartes, sprödes und scharfkantiges Schleifkorn, jedoch von geringer Zähigkeit. Hauptsächlich wird es zum Schleifen von Nichteisenmetallen, rostfreie Stählen, keramischen und mineralischen Werkstoffen, Glas, Porzellan, Marmor. sowie Leicht- und Buntmetallen benutzt.
Silicon-Klebstoff
Silikon-Klebstoff besteht aus synthetischen Polymeren mit gummiähnlichen Eigenschaften (Elastomeren). Silkonklebstoffe weisen eine sehr hohe Temperaturbeständigkeit und eine extreme Kältebeständigkeit auf. Silikonklebstoffe haften als einzige auf silikonisierten Folien und Papieren.
Silikonisieren
Silikonverbindungen sind nichtmetallisch und werden in Lösungsmitteln, aber auch in Dispersionen gelöst. In diesem gelösten Zustand werden Sie dann auf Folie, Papier und Filme aufgebracht und anschließend unter hohem Druck vernetzt. Silikonisierte Oberflächen sind sehr glatt und rutschig, daher finden herkömmliche Klebstoffe auf Silikon keinen Halt. Für silikonisierte Oberflächen benötigt man einen speziellen Silikonklebstoff.
Solvent-Klebstoff
Anderer Name für Naturkautschuk-Klebstoff.
Spezifisches Gewicht
Verhältniszahl, die das Gewicht pro Volumeneinheit eines Stoffs im Vergleich zu Wasser angibt.
Spitzenlos
Schleifverfahren, bei dem das Werkstück nicht eingespannt, sondern geführt und dabei von unten mittels einer Schiene gehalten wird. Siehe auch CenterlessSchliff
Spleiße
Spleiß bedeutet soviel wie, Klebe- oder Flickstelle. Spleiße werden in der Folien, Papier- und Pappindustrie zur Endlosmachung von Papier- oder Folienbahnen verwendet.
Standfestigkeit
Die Standfestigkeit eines Klebstoffes bezeichnet man auch als Viskosität. Diese wird in der Regel in Messzahlen angegeben und sagt etwas über die Zähigkeit und den inneren Widerstand einer Flüssigkeit aus. a.) niederviskos = dünnflüssig b.) hochviskos = dickflüssig
Standzeit
Der Zeitraum, in dem ein Werkzeug ohne Verschleißerscheinung arbeitet.
Stearat
Stearat ist eine zusätzliche Beschichtung, welches das Zusetzen des Schleifmittels (Schleifband, Scheibe) beim Schleifen von Kunststoff, Lack und anderen stark schmierenden Materialien verhindert.
Streuung
Bei Schleifmittel auf Unterlage wird das Korn per Streuung auf die jeweilige Unterlage aufgebracht. In der Regel geschieht dies per elektrostatischer Streuung, um die Kornspitzen aufzurichten und das Korn aggressiver zu machen. Lediglich bei den ganz groben Körnungen 12 und 16 erfolgt die Streuung per Schwerkraftstreuung. Im Feinkornbereich kann das Korn auch aufgeschlämmt werden. Dies führt zu einer feineren Oberfläche des Werkstücks. Man unterscheidet zwischen geschlossener, halboffener und offener Streuung. Bei der geschlossenen Streuung ist die Unterlage fast vollständig mit Schleifkorn belegt, was zu höherem Materialabtrag und längerer Standzeit führt. Die geschlossene Streuung wird vor allem in der Metallbearbeitung verwendet, wenn keine Gefahr des Zusetzens des Schleifmittels besteht. Bei der halboffenen Streuung ist die Unterlage zu etwa 70 – 80 % mit Schleifkorn belegt, sodass zwischen den Körnung Platz für den Abtransport von Spänen besteht. Das ist hilfreich beim Schleifen von Hartholz, Nichteisen-Metallen, Kunststoffen und Lacken. Bei der offenen Streuung wird die Unterlage zu etwa 50 – 70 % mit Schleifkorn belegt. Diese Streuung ist zur Bearbeitung von Nadelholz und anderen langspanenden, klebrigen oder weichen Stoffen zu wählen.
Stützteller
Stützteller sind Träger für Klett- und sonstige Schleifscheiben.
Superfinish
Spanabhebendes Fertigungsverfahren zur Erzielung feinster Oberflächen. Durch gleichzeitige Werkstückrotation und Werkzeugoszillation bewegt sich das einzelne Korn entlang einer Sinuslinie.
Synthesekautschuk-Kebstoff
Synthesekautschuk-Klebstoffe sind industriell hergestellte Klebstoffe. Sie zeichnen sich durch eine hohe Anfangsklebkraft und eine gute Klebkraft auf verschiedenen unpolaren Oberflächen (PP,PE) sowie auf polaren Untergründen aus. Nachteile liegen in der geringen Temperatur- und Alterungsbeständigkeit.
Technische Bürsten
Zum Entgraten, Entrosten und Reinigen verschiedener Werkstücke werden technische Bürsten eingesetzt. Anwendung finden die Topf-, Pinsel-, Kegel-, Rohr- und Handbürsten in sämtlichen Bereichen von Industrie und Handwerk.
Teleskopieren
Trichterförmiges herausschieben eines Klebebands, hervorgerufen durch starken inneren Druck. Das Band schiebt sich deshalb seitlich heraus, da es durch die oben liegenden Klebebandschichten nicht nach oben und durch den festen Kern nicht nach unten ausweichen kann.
Temperatur-Einsatzbereich
Temperaturbereich, in dem die ausgehärtete Klebschicht Dauerbelastungen standhält. Die Höhe der möglichen Belastung ist abhängig von der Temperatur.
Thixotropie
Mit Thixotropie bezeichnet man die Erscheinung, dass die Viskosität einer Substanz abnimmt, unter der zeitlichen Einwirkung einer Scherbeanspruchung (z. B. Rühren / statisches Mischrohr). Nach einiger Zeit der Ruhe nehmen diese Substanzen ihre ursprüngliche Viskosität wieder an, sie regenerieren sich.
Top Size
siehe schleifaktive Deckschicht
Topfbürsten
Topfbürsten sind ein universell, stirnseitiger Einsatz zum Reinigen, Entrosten, Entzundern und Entlacken sämtlicher Werkstücke. Sie sind für mittlere bis schwere Bürstarbeiten auf größeren Flächen zum Entgraten und Entrosten hervorragend geeignet. Anwendung finden Sie in der metallverarbeitenden Industrie.
Topfschleifscheibe
siehe Schleiftopf
Topfzeit
Zeitspanne, in welcher z. B. ein Mehrkomponentenklebstoff verwendbar ist.
Träger
Bezeichnet bei einem Klebeband das Material, auf dem der Klebstoff aufgetragen wird.
Trägerfilmdicke
Maßangabe zur Dicke des Trägerfilms bei Klebebändern.
Trägermaterial
Bei „Schleifmittel auf Unterlage“ gibt es je nach Einsatzzweck verschiedene Trägermaterialen. In der Regel sind dies Papier, Gewebe, Folie, Vulkanfiber oder Vlies.
Trennlage
Als Liner bezeichnet man die Trennlage zwischen einzelnen Klebe-bandlagen. Folgende Trennmaterialien werden in der Regel verwendet. Gekrepptes silikonisiertes Papier, gekreppte silikonisierte Folie, geprägte silkonisierte Folie haben eine geringe Auflagefläche, sind dadurch leicht lösbar, sehr flexibel; die sich auf den Kleber übertragende Struktur vermeidet beim Aufbringen von Klischeeklebebändern Lufteinschlüsse. Silikonisiertes Papier dient haupsächlich als Trennmittel für beidseitig klebende Bänder mit den Eigenschaften glatt und feuchtigkeitsabweisend. Silikonisierte Folie als Trennmittel für beidseitig klebende Bänder: glatt, feuchtigkeitsabweisend, sehr flexibel und belastbar, z.B. für die automatische Verarbeitung. Geprägte Folie, nicht silikonisiert wird verwendet, wo silikonisierte Materialien nicht eingesetzt werden dürfen. Geringe Auflagefläche, daher leicht ablösbar.
Trennscheibe
Kunstharzgebundene, mit Schleifkorn und Füllstoffen versehene Scheibe zum Trennen diverser Materialien. Trennscheiben sind nicht zum flächigen Schleifen / Schruppen geeignet. Eingesetzt werden sie entweder auf Winkelschleifern oder, bei großen Abmessungen, auf stationären Maschinen.
Trizact
Trizact ist ein von 3M entwickeltes, strukturiertes Schleifmittel, überwiegend in Pyramiden oder Quaderform. Es handelt sich hierbei um ein Langzeitschleifmittel, bei dem auf einer exakt angeordneten, dreidimensionalen Struktur kleinste Mineralpartikel in Form einzelner Pyramiden (Quader) aufgebracht sind. Beim Schleifen werden bis zur Unterlage permanent neue Schleifpartikel freigesetzt. Dadurch ergibt sich im Vergleich zu herkömmlichen Schleifmitteln eine deutlich höhere Standzeit. Siehe auch Langzeitschleifmittel.
Unterlage
Bei Schleifmittel auf Unterlage gibt es überwiegend Papier, Gewebe-, Fiber- und Folienunterlagen. Diese unterscheiden sich durch ihre Reißfestigkeit und Widerstandsfähigkeit, aber auch durch ihren Preis. Papierunterlagen sind z.B. vergleichsweise günstig, aber nicht sehr reißfest und kommen daher bei Anwendungen mit nicht allzu hohen Belastungen zum Einsatz (Flächenschliff). Gewebeunterlagen dagegen sind deutlich reißfester und werden beim Abtrags- oder Kantenschliff eingesetzt. Je nach Anforderung gibt es leichte, flexible Baumwollunterlagen, steife, hochreißfeste Polyesterunterlagen oder ein Gemisch aus beiden. Fiber (Vulkanfiber) wiederum ist ein sehr stabiler, steifer und hochreißfester Verbundwerkstoff, der ausschließlich für Fiberscheiben genutzt wird. Folienunterlagen hingegen werden auf Grund ihres sehr dünnen, ebenen, aber doch reißfesten Polyesterfilms hauptsächlich für den Feinschliff, beispielsweise im Lackschliff, verwendet.
UV - Strahlung
Direkte Sonneneinstrahlung oder Außenbewitterung sind unbedingt zu vermeiden. Weitgehende Beständigkeit gegen UV-Strahlung weisen Acryl- und Butyl-Klebebänder auf. Kautschuk- und Heißschmelzkleber sind in der Regel sehr anfällig gegen UV-Strahlung, welche den Klebstoff im Extremfall sogar in Minuten zerstören kann. Klebebänder mit diesen Klebstoffen müssen daher immer dunkel gelagert werden.
Verarbeitungszeit
Zeitspanne in der ein Klebstoff verarbeitet werden kann.
Verbundmaterial oder Laminat
Unterschiedliche Träger werden unlösbar miteinander verbunden (laminiert).
Vernetzung
Die Vernetzung von Klebstoffen soll die Adhäsion und Kohäsion steuern um damit die Resistenz der Klebstoffe gegenüber chemischen und thermischen Einflüssen erhöhen.
Viskosität
Die Viskosität ist immer in Messzahlen angegeben und sagt etwas über die Zähigkeit und den inneren Widerstand einer Flüssigkeit aus. b.) hochviskos = dickflüssig a.) niederviskos = dünnflüssig
Vorschubgeschwindigkeit
Gibt die Geschwindigkeit an, mit der das zu bearbeitende Werkstück an das Schleifwerkzeug herangeführt wird.
Vulkanfiber
siehe Unterlage
Wärmefestigkeit
Grundformen der Belastungen unter zusätzlicher Einwirkung von Temperaturen.
Wärmehärtend
Besondere Eigenschaft eines Klebstoffs. Durch Hitzeeinwirkung nimmt die Härte und die Klebkraft bei wärmehärtenden Klebstoffen zu.
Wegfahrzeit
Zeit nach der Direktverglasung, die verstreichen muss, bis eine ausreichende Festigkeit des Klebstoffes die volle Funktionalität gewährleistet.
Weichmacher
Substanzen, die Kunststoffen beigegeben werden, um u.a. eine verringerte Härte bzw. erhöhtes Formänderungsvermögen zu erzielen.
Weichmacherwanderung
Übergang von Weichmachern, z. B. aus Kunststoffen, in angrenzende Klebstoffschichten. Folge: Versprödung des Kunststoffs und Änderung der Eigenschaften im Klebstoff.
Werkstattzeit
Zeitspanne, die ein gekühlt zu lagernder Klebstoff maximal unter Werkstattbedingungen (20-25°C) verarbeitbar bleibt, ohne seine Eigenschaften zu verlieren. Klebstoff, der sich durch Verdunsten des Lösemittels verfestigt.
Zirkokonrund
Zirkonkorund, ein Gemisch aus Zirkonoxid und Aluminiumoxid, ist weniger hart als Korund, dafür jedoch zäher. Beim Einsatz bauen sich die beiden Teile unterschiedlich schnell ab, sodass immer wieder neue Schneidkanten entstehen, der sogenannte Selbstschärfeffekt. Einsatzgebiete sind die Bearbeitung von Edelstahl, Baustahl,  im Grobkornbereich aber auch Holz und Leder.
Zugfestigkeit
Kräfte, die auf eine Klebeverbindung einwirken. Bei der Zugfestigkeit werden die Fügeteile bis zum Bruch mit senkrecht angreifender Kraft auseinander gezogen.
Zugscherfestigkeit
Fügeteile, bzw. Klebstoff, werden bis zum Bruch parallel zur Kleberaupe auseinander gezogen.