Atemschutzmasken

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Ratgeber Atemschutz

Alles über Atemschutzmasken

Wo Gefahrstoffe in der Luft liegen und ein sicheres Atmen erschweren, ist der Einsatz eines zuverlässigen Atemschutzes notwendig. Besonders an Arbeitsplätzen, an denen Atemgifte wie chemische Gase, Dämpfe oder Druckluft herrschen, finden Atemmasken gezielt Verwendung. Die Entwicklung von Atemschutzmasken für den Arbeitsbereich passt sich dabei neuen Anforderungen stets vorausschauend an.

Atemschutzmasken im Überblick

Bei Atemschutzmasken lässt sich zwischen Voll- und Halbmasken unterscheiden. Vollmasken haben einen Maskenkörper, der aus Silikon oder Gummi gefertigt ist. Im Dichtrahmen befindet sich eine oder zwei Sichtscheiben. Darüber hinaus gibt es ein Ausatemventil, eine Innenmaske oder Luftkanäle, einen Atemregler oder –filter, eine Sprechmembran und Trägerriemen oder Bänder zur Befestigung. Speziell im Militär- und Feuerwehrbereich besteht die Befestigung aus einem System, das Helm und Maske miteinander kombiniert.

Atemschutzmasken gegen Partikel

Partikelfilternde Halbmasken bieten erhöhten Schutz gegen das Einatmen von wässrigen oder öligen Partikeln, weisen allerdings keinen Schutz vor Gasen und Dämpfen auf. Zusätzlich besitzen sie Lagen aus elektrostatischem Material, die kleine Staubpartikel und Flüssigkeitstropfen binden. Die elektrostatische Wirkung ist zeitlich jedoch begrenzt, so dass die Nutzung dieser Masken einen Arbeitstag von ca. 8 Stunden nicht überschreiten sollte.

Es handelt sich dabei meist um Halbmasken aus Vliesstoff, die einen Aktivkohlefilter als Einlage enthalten, der vor unangenehmen Gerüchen schützen soll. Gummibänder und ein formbarer Nasenbügel dienen der perfekten Anpassung an das Gesicht.

Es lassen sich drei FFP (Filtering Face Piece) Schutzklassen unterscheiden:

  • FFP 1 – Feinstaubmasken bis zum 4-fachen des Grenzwertes
  • FFP 2 – Feinstaubmasken bis zum 10-fachen des Grenzwertes
  • FFP 3 – Feinstaubmasken bis zum 30-fachen des Grenzwertes

Atemschutzmasken gegen Gase, Dämpfe und Partikel

Heutzutage sind in der Industrie und Forschung Gase, wie etwa Stickstoff, Wasserstoff, Erdgas, Kohlendioxid oder Helium, nicht mehr wegzudenken. Dennoch können sie zu erheblichen Gesundheitsschäden oder Lebensgefährdung führen, so dass ein wirkungsvoller Atemschutz gegen Gase, Dämpfe und Partikel am Arbeitsplatz unerlässlich ist. Dabei kommen sowohl Voll- als auch Halbmasken zum Einsatz. Sie enthalten umfangreiche Filterelemente, die für geringe Atemwiderstände und eine uneingeschränkte Sicht sorgen, sowie Ausatemventile, die Wärmestau reduzieren. Dabei zeichnen sie sich durch ihre einfach Handhabung und hohen Tragekomfort aus. Klick-Anschlüsse ermöglichen das schnelle und unkomplizierte Wechseln der Filter, so dass eine komfortable Arbeitsweise gewährleistet wird.

Atemschutzmasken mit Gebläse und Druckluft

Auch unter härtesten, schadstoffbelasteten Arbeitsbedingungen, wie etwa in Spritzgusshallen, muss für eine sichere und saubere Atemluft gesorgt werden, um effizientes Arbeiten zu ermöglichen. In diesem Rahmen bieten spezielle Atemschutzsysteme einen integrierten Schutz gegen eine Vielzahl von Gefährdungen und haben eine ideale Luftzufuhr, verknüpft mit hohem Tragekomfort. Gebläseatemschutzmasken besitzen eine oder mehrere Filterkombinationen, die gasförmige Schadstoffe aus der Umgebung herausfiltern.

Anwendungen mit Atemschutzmasken

In folgenden Anwendungsgebieten findet Atemschutz vorwiegend Verwendung:

Atemschutz beim Abbeizen

Schutz bei der Verwendung von

  • ammoniakhaltigen Abbeizmittel
  • organischen Lösungsmitteln/Dichlormethan

Atemschutz beim Kleben

Schutz bei der Verklebung mit

  • lösemittelhaltigen Klebstoffen
  • lösemittelhaltigen Sprühklebstoffen

Atemschutz beim Spritzen

Schutz bei Spritzarbeiten mit

  • lösemittelbasierten Lacken und Kunstharzen
  • Pflanzenschutzmitteln (organisch/verdampfend)
  • Mauerwerk und Beton
  • Rost, Eisen, Spachtelmassen
  • Stahl/hochlegiert (Edelstahl)
  • Zement, Holz oder Stahl

Atemschutz beim Streichen

Schutz beim Streichen mit

  • Farben und Lacken (lösemittelhaltig)
  • Farben und Lacken (wasserbasierend)

Atemschutz bei sonstigen Arbeiten

Schutz bei Arbeiten bei

  • Asbest
  • Glasfasern und Mineralfasern
  • Kraftwerksarbeiten
  • Kühlschmierstoffnebel
  • Müllsortierung
  • Reinigung, Staub (z.B. Kehren)

Atemschutz bei Schleif-, Schneid- und Bohrarbeiten

Schutz beim Schleifen, Schneiden und Bohren von

  • Anti-Fouling Lacken
  • Farben, Lacken, Rostschutzanstrichen

Atemschutz bei Allergien

Schutz bei Allergien gegen

  • Mehlstaub/Pilzsporen
  • Pollen

Atemschutz beim Schweißen

Schutz beim Schweißen von

  • Baustahl und Zink
  • Edelstahl oder Thorium-Elektroden
  • Edelstahl (Freisetzung gasförmiger Schadstoffe
  • Lötarbeiten

Weitere Atemschutzanwendungen

Atemschutz beim Umgang mit

  • Ammoniak und Derivaten
  • Bakterien (Risikogruppe 2)
  • Dieselruß/Rauche
  • Gase und Dämpfe – organische
  • Gase und Dämpfe – anorganische und saure
  • Gefahrengut-Lager/Transport
  • Gülle
  • Hydrogenchlorid (Salzsäure)
  • Waschbenzin/Nitroverdünnung
  • Schimmel/Pilzsporen
  • Schwefeldioxid

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