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Abdeckband für Industrie & Handwerk

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Sascha Hoffmann

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Sandstrahlen und Abdeckbänder

Warum Abdeckbänder beim Sandstrahlen?

Sandstrahlarbeiten werden durchgeführt, wenn Verunreinigungen am Werkstück abgetragen oder Oberflächen aufgeraut, mattiert oder strukturiert werden müssen.

Mittels einem erzeugten Luftstrahl wird das Strahlmittel beschleunigt und mit hohem Druck auf das Werkstück geschossen. Sandstrahlarbeiten sind daher oftmals mit extrem hohen mechanischen Belastungen verbunden.

Mit einer Geschwindigkeit von etwa 160 m pro Sekunde (576 km/h) werden entsprechende Werkstücke in der Regel sandgestrahlt.

Die abrasive Wirkung des Strahlmittels beseitigt Rost, Verschmutzungen, Farbe, Lack, Zunder und andere Verunreinigungen am Werkstück (Strahlgut). 

Auf diese Weise können unterschiedliche Oberflächen des Werkstücks gereinigt und/oder zur Weiterverarbeitung vorbereitet werden. Zudem ist Sandstrahlen auch zum Oberflächenfinish eines Werkstücks geeignet.

Am Werkstück selbst kann aber das jeweilige Strahlmittel an montierten Anbauteilen, Bohrungen, Gewinden, Aussparungen usw. erhebliche Schäden hinterlassen.

Aus diesem Grunde existieren spezielle Abdeckbänder oder passgenaue Formstanzteile, die diese Stellen schützen.

Die Anforderungen beim Sandstrahlen

Ablösen

:

Abdeckbänder werden in der Regel temporär aufgeklebt und müssen später leicht ohne Kleberückstände wieder abgelöst werden. Ansonsten müssen Reinigungsarbeiten am Werkstück zusätzlich durchgeführt werden.

Ausgangsbasis

:

Abhängig vom Strahlmittel und dem Strahldruck müssen Abdeckbänder einige Eigenschaften mitbringen, die einen effektiven Schutz der Oberfläche des Strahlguts gewährleisten.

Flexibilität

:

Auch Konturen von Werkstücken müssen abgeklebt werden. Leider sind die meisten Sandstrahlbänder durch ihre Steifigkeit nicht dehnbar. Dennoch kann das feste Material spielend mit einem Messer konturenkonform zugeschnitten werden. Für bestimmte Formen können auch Formstanzteile aus Abdeckbändern angefertigt werden.

Scherfestigkeit

:

Oftmals müssen Abdeckbänder in einem bestimmten Winkel am Werkstück aufgeklebt werden. Daher müssen die Verklebung und das Band Strahlwinkel von bis zu 90° aushalten können ohne sich dabei abzulösen.

Starke Klebkraft

:

Zuverlässige Klebkraft unter mechanischen Belastungen auf jeder Oberfläche, jedem Werkstück bzw. Werkstoff.

Strapazierfähigkeit

:

Das Abdeckband muss je nach Strahlmittel und Strahldruck extrem strapazierfähig bzw. undurchlässig sein und eine hohe Qualität aufweisen. Ansonsten könnten die zu schützenden Stellen beschädigt werden.

Zeit

:

Mehrlagiges Abkleben mit einem herkömmlichen Gewebeklebeband um eine effektive Schutzschicht herzustellen ist mühsam und kostet Zeit. Spezielle Sandstrahlabdeckbänder können einen adäquaten Schutz häufig schon mit einer Lage abgeklebt liefern!

Abdeckbänder und die einzelnen Strahlmittel

Welches Abdeckband für den Sandstrahlprozess in Frage kommt ist abhängig vom verwendeten Strahlmittel und dem entsprechenden Luftdruck, mit dem es auf die Oberfläche geschossen wird. Je scharfkantiger das Strahlmittel und höher der Strahldruck, desto aggressiver bzw. abrasiver ist der gewünschte Effekt.

Glasperlen

:

Mittels Glasperlen wird beim Sandstrahlen eine geringe plastische Verformung der Werkstückoberfläche erreicht. Dies hat die Erhöhung der Flächenhärte durch Kaltverfestigung zur Folge. Dort wo der Effekt nicht gewünscht ist, sollte man passgenaue Abdeckbänder aufbringen.

Granatsand

:

Dieses Strahlmittel ist weniger scharfkantig und besitzt dennoch eine hohe abrasive Wirkung bei einer geringen Staubentwicklung. Auch hier ist eher die Tendenz zu strapazierfähigeren Sandstrahlbändern.

Hartguss und Stahlguss

:

Dieses Strahlmittel existiert als kantige oder runde Variante. Es ist das Mehrwegstrahlmittel für den allgemeinen Einsatz in der Industrie.  

Korund

:

Das scharfkantige Material wird neben dem Sandstrahlen auch zur Herstellung von Schleifmitteln verwendet. Es besitzt eine hohe abrasive Wirkung, die je nach Korngröße variiert. Generell gilt je größer das Korn, desto rauer die bearbeitete Oberfläche. Welches Abdeckband hier das richtige ist hängt verstärkt von der Korngröße und dem Strahldruck ab, die beim Sandstrahlprozess verwendet werden.

Kunststoff

:

Sandstrahlmittel aus Kunststoff sind weniger Hart und scharfkantig. Sie werden vorzugsweise für die schonendere Oberflächenbearbeitung eingesetzt. Hier können auch herkömmliche Gewebebänder benutzt werden, da die mechanische Belastung nicht sehr hoch ist.

Schlackestrahlmittel

:

Hierbei handelt es sich um Abfälle von Verhüttungsprozessen und sind daher recht günstig im Einkauf. Die gewonnene Hochofenschlacke besitzt eine gute abrasive Wirkung durch ihr scharfkantiges Bruchbild. Robuste Abdeckbänder finden hier oft Anwendung.

Trockeneis und -schnee

:

Dieser Prozess ist sehr aufwendig und besitzt keine abrasive Wirkung. Es ist eine sehr schonende Reinigung des Werkstücks, die in der Regel keinen Anlass für die Verwendung von Abdeckbänder bietet.

Weitere Strahlmittel

:

Mehr oder wenige bekannte abrasive Strahlmittel sind Keramik, Stahlkies, Stahlkugeln, Drahtkorn, Schmirgel, Bronzekies und Kalziumkarbonat-Granulat. Quarzsand ist aufgrund seines gesundheitsgefährdenden Staubs nicht mehr zugelassen, da er Silikose (Staublunge) verursacht.

Anwendungen beim Sandstrahlen

Sandstrahlen wird in den verschiedensten Bereichen und Anwendungen eingesetzt. Immer dort wo der Effekt des Sandstrahlens nicht gewünscht ist am Werkstück kommt ein entsprechender Oberflächenschutz zum Einsatz. Dies kann unterschiedliche Gründe haben, die von der Anwendung abhängig sind.

Dekorative Arbeiten

:

Dekorative Arbeiten, wie Mattieren oder Strukturieren, können per Sandstrahlen vollzogen werden. Darunter fällt die Struktierung von Glasplatten oder das Strahlen von Schriften bei der Grabsteingestaltung. Auch kann damit ein entsprechendes Oberflächenfinish erreicht werden. Abdeckbänder finden hier Anwendung bei Konturen, Abgrenzungen und Bereichen, die nicht sandgestrahlt werden dürfen.

Entlacken

:

Lackschichten an Stahlkonstruktionen können mit Sandstrahlen abgetragen werden. Zum Beispiel benutzt man im Schiffsbau bzw. bei der Wartung die Sandstrahltechnik zum Entfernen von Antifouling-Farben bei Schiffen und Booten. Abdeckbänder kommen hier eher selten vor bzw. sind im Folgeprozess wieder im Einsatz, wenn die entlackten Stellen neu lackiert werden.

Entschichten, Entgraten & Entkernen

:

Zur Abtragung verschiedener Schichten, Grate sowie für das Entkernen von Werkstücken bzw. Werkstoffen ist mit Sandstrahlen sehr gut geeignet. Hier hängt es vom Werkstück und der Anwendung ab welche Bereiche vor dem Strahlgut geschützt werden sollen.

Entrosten & Entzundern

:

Sandstrahlen kann zum Entrosten von Stahlkonstruktionen oder im Baugewerbe zur Betonsanierung, z.B. zum Entrosten der Bewehrung eingesetzt werden. Außerdem ist es ein gut geeignetes Mittel zum Entzundern von Werkstücken. Generell besteht hier weniger Bedarf ein Abdeckband einzusetzen, da die Werkstücke meist flächendeckend entrostet bzw. entzundert werden müssen. Allerdings bestimmen je nach Anwendungen Ausnahmen die Regel.

Oberflächenverfestigung

:

Sandstrahlen zur Veredelung der Oberfläche bzw. zur Erreichung eines Korrosionsschutzes, der die Lebensdauer von Getriebeteilen, Kurbelwellen, Federn, Turbinenschaufeln uvm. erhöhen kann. Stellen, die ausgespart werden müssen, können mit dem entsprechenden Sandstrahlband abgedeckt werden.

Reinigen & Entsanden

:

Mittels Sandstrahlen können Motoren, Maschinen, Formen, Anlagen oder Behälter von Verunreinigungen gereinigt werden. Abdeckbänder werden bei der Reinigung nur eingesetzt, wenn z.B. vorbehandelte Stellen der Oberfläche nicht gereinigt werden dürfen. Des Weiteren kann Sandstrahlen zur Entfernung von Graffitis, zur Fassadenreinigung und zum Entsanden von Gussteilen eingesetzt werden.

Restaurierung

:

Sandstrahlen zur Restaurierung von Holz und Möbeln, der Brandschadensanierung sowie zum Bearbeiten von Fassaden und Denkmälern.

Vorbereiten

:

Aufrauen der Oberfläche als Vorbereitung zum Lackieren oder im Baugewerbe die Untergrund- oder Oberflächenvorbereitung für weitere Maßnahmen. Abdeckbänder werden hier als Schutz für unbehandelte Stellen am Werkstück eingesetzt.

Industrielackierungen und Abdeckbänder

Warum Abdeckbänder bei Industrielackierungen?

Die Oberflächenbeschichtung mit Lacken dient dazu, dass Werkstücke vor Witterungseinflüssen oder Korrosion geschützt werden. Nur wenn ein Teilbereich am Werkstück ausgespart werden muss, kommen Abdeckbänder beim Lackieren in der Industrie zum Einsatz. Bereiche, wie Bohrungen, Dichtungen, Verbindungsstellen von Anbauteilen uvm. werden oft nicht lackiert, da der Lack diese Stellen verunreinigen kann. Reinigungsnacharbeiten wären die Folge.

Generell finden Abdeckbänder für unterschiedliche Zwecke Anwendung in allen Phasen der Oberflächenlackierung. Vom Grundanstrich als Haftvermittler und Schutz, über die Füll- und Farbschichten bis hin zur Deckschicht, können Abdeckbänder für sämtliche Anwendungen im Lackierbereich genutzt werden. Darüber hinaus können Abdeckbänder als „Farbtrenner“ bzw. Abgrenzung unterschiedlicher Farb- oder Deckschichten fungieren.

Anforderungen beim Industrielackieren

Bei Industrielackierungen können vollgesogene Abdeckbänder sich schnell ablösen und/oder Farben bzw. Lacke unter das Band laufen.

Präzision

:

Präzises Abkleben der Kanten und Aussparungen an den Werkstücken ist wichtig, damit eine saubere Trennung zwischen lackierten und geschützten Stellen entsteht.

Rückstandsfreies Ablösen

:

Nach dem Lackieren muss ein Abdeckband wieder leicht abgezogen werden, ohne mögliche Farbverschmutzungen zu verursachen oder Klebereste zu hinterlassen.

Zeit & Handling

:

Das Abkleben von mehreren Werkstücken kann zeitlich recht aufwendig sein. Aus diesem Grunde können auch passgenaue Formstanzteile aus Abdeckband in der abzuklebenden Form angefertigt werden.

Zuverlässige Farbaufnahme

:

Die aufgetragenen Lacke müssen von den Bändern aufgenommen bzw. absorbiert werden, damit sie nicht zu sehr durchtränkt werden und die Klebkraft versagt.

Zuverlässige Klebkraft

:

Analog zur Feuchtigkeit durch die Farben und Lacke müssen Abdeckbänder im Lackierbereich zuverlässig auf allen Werkstückoberflächen kleben.

Abdeckbänder und einzelne Lackieranwendungen

Coil Coating

:

Hier werden Coilbänder mit Lack beschichtet. In der Regel benötigt man hier kein Abdeckband zur Aussparungen von bestimmten Bereichen, da das Material in Gänze lackiert werden muss.

Elektrostatische Spritzverfahren

:

Lackieren durch Lackzerstäuber im Hochspannungsfeld. Dieses Verfahren ist eher im Bereich Pulverlackieren anzutreffen. Bezüglich des Aushärtens bzw. Trocknens unter hohen Temperaturen müssen hier hitzebeständige Abdeckbänder, wie z.B. Polyesterfolien, eingesetzt werden.

Spritzen und Sprühen

:

Die am häufigsten genutzte Auftragungsart beim Lackieren mittels Spritzpistole. Abdeckbänder werden auf die auszusparenden Stellen geklebt. Dann wird einfach über das Werkstück und die aufgeklebten Bänder lackiert. Für saubere Farbkanten ohne zu Verlaufen bietet sich ein Abdeckband mit Kautschukträger an, da herkömmliche Kreppbänder sich bei den Prozessen oft vollsaugen und sich ablösen.

Streichen und Rollen

:

Eher der klassische Maler- und Lackiererbereich. Im industriellen Bereich können auch auf diese Weise Maschinenteile gestrichen werden. Oftmals wird bei diesen Verfahren Malerkrepp oder Goldband eingesetzt. Goldband bzw. Papierklebeband liefert hier einige Vorteile hinsichtlich Farbkanten und Wiederablösbarkeit.

Tauchlackierung

:

In der Regel bedeutet Tauchlackierung die komplette Lackierung von Werkstücken mit Lack in einem Tauchbad. Daher werden in der Regel keine Abdeckbänder bei diesem Prozess eingesetzt. Allerdings ist es möglich Teilbereiche auf dem Werkstück mit geeigneten Abdeckbändern abzukleben.

Pulverbeschichten und Abdeckbänder

Warum Abdeckbänder beim Pulverbeschichten?

Mit einer Pulverbeschichtung erzielt man eine verschleißfeste Oberfläche und schützt Blech- und Metallteile vor Korrosion sowie Beschädigungen. Außerdem werden die Teile durch Pulverlackieren optisch aufgewertet. Eine unbegrenzte Farbvielfalt ermöglicht das Lackieren individueller Farben. Bei der Pulverbeschichtung werden entweder die Bauteile unter elektrische Spannung gesetzt oder der Pulverlack innerhalb der Pistole elektrostatisch aufgeladen, sodass er am Werkstück haftet.

Im Anschluss wird die lackierte Oberfläche unter Hitze vernetzt bzw. getrocknet. Es entsteht eine Vernetzte Oberfläche aus dem Pulverlack und dem lackiertem Werkstoff. Flächen bzw. Teilbereiche, die nicht lackiert werden sollen, können mit geeigneten hitzebeständigen Abdeckbändern geschützt werden. Da der hart gewordene Pulverlack könnte bei diesen Bereichen, wie z.B. Gewindebohrungen, zum Verschleiß des Werkstücks führen. Außerdem können mit Abdeckbändern diverse Farbschichten voneinander abgegrenzt werden.

Wie Abkleben beim Pulverbeschichten?

Das richtige Klebeband

:

Meist werden Polyesterfolien oder andere hitzebeständige Materialien in hoher Qualität als Trägermaterial eingesetzt. Die Folie muss den auftreffenden Pulverlack (ca. 50 bis 100 g/min) aushalten und die Nässe des Lacks absorbieren können.

Hitzebeständigkeit

:

Ein sehr wichtiger Punkt, da die aufgetragene Pulverlackschicht auf dem Werkstück für 5 bis 30 Minuten bei einer Temperatur von 110 °C bis 250 °C eingebrannt (vernetzt) werden muss. Abdeckbänder zum Pulverlackieren müssen je nach Anwendung diese Temperaturen für die kurze Zeitspannung aushalten.

Passender Klebstoff

:

Während der Vorbehandlung, dem Auftragen der Konversionsschichten, dem eigentlichen Pulverlackieren mit anschließendem Einbrennen, muss das Abdeckband zuverlässig auf der abzudeckenden Oberfläche kleben ohne sich dabei abzulösen.

Untergründe

:

Die abzuklebenden Untergründe bzw. Werkstoffe sind teilweise unterschiedlich und benötigen Abdeckbänder mit ggf. unterschiedlichen Klebstoffen, die hitzebeständig zudem sein müssen!

Saubere Kanten

:

Die Abdeckbänder müssen sauber abgeklebt und ggf. überlappt werden, sodass beim Abziehen des Bandes der getrocknete Pulverlack keine Risse hinterlässt oder an den Kanten abbröckelt. Durch das Band vernetzt sich der Pulverlack nicht mit dem Werkstoff, allerdings wird die Lackoberfläche trotzdem hart und muss abgegrenzt werden.

Rückstandsfrei

:

Die Abdeckbänder müssen sich ohne Klebereste rückstandsfrei vom Werkstück wieder ablösen lassen, um Nacharbeiten zu vermeiden.

Qualität

:

Für Pulverlacke gelten strenge Qualitätsstandards sowie Normen und technische Vorschriften. Eine mangelnde Qualität des Abdeckbandes könnte hier das hochwertige Gesamtergebnis beeinträchtigen.

Passgenaue Alternativen

:

Nicht nur Abdeckbänder können genutzt, auch passgenau angefertigte Formstanzteile individuell angefertigt werden. Ansonsten werden auch z.B. Kunststoffstöpsel für Gewindebohrungen etc. eingesetzt.

Abkleben beim Pulverbeschichten in der Praxis

Typische Untergründe bzw. Werkstoffe zum Pulverlackieren sind Stahl, verzinkter Stahl und Aluminium. Maschinen- und Fahrzeugkomponenten und unzählige Alltagsgegenstände, wie Haushaltgeräte oder Möbelteile, werden häufig mit einer Pulverbeschichtung überzogen.

Heutzutage werden auch andere nicht-metallische Materialien pulverlackiert, sofern diese die hohen Temperaturen beim Vernetzungsprozess aushalten. Damit die späteren Konversions- und Lackschichten bei der Pulverbeschichtung haften, müssen im ersten Schritt Rückstände auf der Oberfläche entfernt bzw. diese gereinigt werden.

Hierzu zählen Lacke, Fette, Rost, Zunder und sonstige Verschmutzungen. Außerdem ist dieser Schritt wichtig damit auch die verwendeten Abdeckbänder zuverlässig haften bzw. abkleben. Folgend werden vereinzelte Konversionsschichten zur Verbesserung der Lackanbindung oder als Korrosionsschutz aufgetragen.

Zu beachten ist auf welchem Untergrund bzw. auf welcher Schicht das Abdeckband aufgeklebt werden soll. Unterschiedliche Untergründe benötigen ggf. unterschiedliche Kleber. Zum eigentlichen Pulverlackieren werden Abdeckbänder oder daraus gefertigte Formstanzteile genutzt, um von Teilbereiche, wie z.B. Gewinde, Öffnungen oder Seiten, zu schützen. Ansonsten könnte der hart gewordene Pulverlack das Werkstück nach dem Eintrocknen im schlimmsten Fall unbrauchbar machen oder Nacharbeiten müssten zusätzlich durchgeführt werden.