22.Oktober 2019

Rutschhemmung in der Praxis

Einige Einsatzgebiete von selbstklebenden Antirutschbelägen

Rutschhemmung bei schweren Baumaschinen

Auf großen Baumaschinen, wie sie z.B. im Steinbruch anzutreffen sind, können Antirutschbänder lebensgefährliche Situationen vermeiden. Hierbei wird meist die extra starke Variante mit besonders grobkörniger Oberfläche genutzt. Diese Variante verbessert die Trittsicherheit auch bei starker Verschmutzung.

Auf Muldenkippern, Baggern, Kranen, Raupen oder mobilen Förderbändern gibt es eine Vielzahl an Flächen, die zum täglichen Betrieb oder zur Instandhaltung betreten werden muss. Je nach Untergrund existiert hier ein erhebliches Gefahrenpotential für die betreffenden Mitarbeiter.

Der sichere Ein- und Ausstieg sowie das standfeste Arbeiten auf und im Fahrzeug müssen daher gewährleistet sein. Verschmutztes Schuhwerk sowie ein falscher Tritt auf glatten, nassen oder verschmutzten Oberflächen, verbunden mit einem kurzem Schwanken, Stolpern oder Ausrutschen, können zum Sturz führen.

Die Fallhöhe ist aufgrund der Größe der Maschinen entsprechend hoch und wegen des steinigen Außengeländes oft lebensgefährlich! Die Typenbezeichnung „Extra Stark“ mit seiner sehr grobkörnigen Oberfläche vermeidet solche Unfälle und bietet den maximal sicheren Halt auf allen begehbaren Oberflächen.

Diese Ausführung garantiert eine extrem starke Haftung auf dem Untergrund, trotzt Regen und Sonneneinstrahlung und ist ideal für den Außeneinsatz geeignet. Das sehr raue Material liefert maximalen Grip auch mit verschmutztem Schuhwerk.

Rutschhemmung bei der Feuerwehr

Überall dort, wo sich Feuerwehrleute auf und um das Fahrzeug bewegen, liefern Antirutschbänder einen sicheren Halt und Stand. Auch in der Wache ermöglichen die selbstklebenden Antirutschbeläge eine sichere Fortbewegung, auch wenn es im Einsatz schnell gehen muss.

Eingesetzt kann das Antirutschmaterial auf Feuerwehrfahrzeugen bei den Trittstegen zum Einstieg sowie auf Trittplattformen für die Entnahme der Geräte am und auf dem Fahrzeug.

In der Regel sind die genannten Bereiche schon mit Riffel- bzw. Tränenblechen ausgerüstet. Nass können die Bleche allerdings zu einer erheblichen Unfallgefahr werden. Die mit Löschwasser durchnässten Oberflächen können jedoch schnell rutschig werden und zu Arbeitsunfällen führen.

Durch das verformbare Antirutschmaterial können Riffel- und Tränenbleche ausgerüstet und so ein doppelter Rutschschutz, auch auf nassen Untergründen, hergestellt werden. Darüber hinaus können Antirutschbänder auch auf Leitern bzw. auf deren letzten, obersten Sprosse zum sicheren Stand aufgebracht werden.

In der Wache können mit Antirutschbändern Laufwege sicher ausgerüstet werden. Gerade der Weg im Einsatz zum Fahrzeugpark bzw. der Übergang zur Rutschstange, kann mit Safety-Walk wesentlich sicherer gestaltet werden.

Nasse Böden bei Aufräum- und Reinigungsarbeiten nach den Einsätzen und Übungen, stellen ebenso ein Gefahrenpotential dar und können mit selbstklebenden Antirutschbändern deutlich vermindert werden.

Rutschhemmung bei mobilen Baumaschinen

Auf allen Baumaschinen existieren Flächen, die auf Grund der alltäglichen Tätigkeiten mehrmals betreten werden müssen. Hierzu zählen im Allgemeinen Ein- und Ausstiege, Motorabdeckungen bei Baggern, Auslegern auf Kranen, Verladeflächen beim LKW oder Tritte beim Radlader und Planierraupen.

Verdreckte Oberflächen und Schuhe gehören für alle Mitarbeiter am Bau zur täglichen Routine. Diese Kombination weist aber ein erhebliches Gefahrenpotential beim Umgang mit Baumaschinen auf der Baustelle auf.

Auf allen herkömmlichen Baumaschinen müssen Trittbereiche so ausgerüstet werden, um die sichere Bedienung der Maschinen und das unfallfreie Bewegen am Fahrzeug zu gewährleisten. Ein Abrutschen beim Ein- und Ausstieg oder das Stürzen vom Bagger bei Wartungsarbeiten, kann unliebsame Auswirkungen nach sich ziehen.

Auch erfüllen feuchte oder nasse Riffelbleche nicht unbedingt die nötige Schutzfunktion. Verformbare Antirutschbeläge können über die Riffel- bzw. Tränenbleche geklebt werden und verstärken somit deren Grip. Antirutschbänder in ihren verschiedenen Arten reduzieren die oben genannten Gefahren auf ein Minimum.

Rutschhemmung bei Bus & Bahn

Antirutschbeläge können selbstklebend auf allen begehbaren Oberflächen, Trittstegen, Treppen, Aufgängen, Einstiegen, Plattformen und Leitern aufgebracht werden. Überall dort, wo sich Personen im alltäglichen Verkehr in Bus und Bahn aufhalten.

Überall dort, wo Menschen befördert werden, bieten Antirutschbeläge die nötige Sicherheit. Im ÖPNV oder Reiseverkehr kann das Material im Einstiegsbereich auf Trittstufen maßgenau verklebt und die Gehwege in den Waggons rutschfest ausgerüstet werden.

Sollten Wege und Rampen schon mit Riffel- oder Tränenblechen trittsicher ausgerüstet sein, können Antirutschbeläge wie Safety-Walk zur Verbesserung eingesetzt werden.

Rutschhemmung in der Logistik

In der Logistik werden Antirutschbänder für unterschiedliche Bereiche eingesetzt. Neben den bekannten Bodenmarkierungsbändern, schützen, warnen und markieren die selbstklebenden Antirutschmaterialien potentielle Gefahrenstellen und Gehwege.

Bei Flurförderfahrzeugen wie Gabelstaplern, können Antirutschbänder im Einstiegs- und Arbeitsbereich aufgebracht werden. Die robusten Materialien sind langlebig und bieten dem Mitarbeiter sicheren Tritt beim häufigen Ein- und Aussteigen.

Im Lager- und Logistikbereich werden damit Lauf- und Transportwege ausgerüstet. Dies gilt ebenso für den innerbetrieblichen Transport. Verladerampen und Ladebereiche von Fahrzeugen versehen mit Antirutschbändern ermöglichen den Mitarbeitern eine sichere Arbeitsumgebung.

Sollten Riffelbleche auf den genannten Bereichen bereits als Rutschhemmung im Einsatz sein, kann das verformbare Material diese noch erhöhen!